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Hörkunstperformance: Maria Schüritz und Ingeborg Freytag, Foto: Andreas Krüger
Hörkunstperformance: Maria Schüritz und Ingeborg Freytag, Foto: Andreas Krüger

35x89 – Engagierte Frauen 1989/90. Eine Hörkunstperformance

Am 22. August 2026 im Robert-Koch-Park und am 7. Oktober 2026 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

10.07.2026 Veranstaltungen
Maria Schüritz

Die weibliche Seite des Herbstes 1989 und der Folgeereignisse nehmen Ingeborg Freytag und Maria Schüritz am 22.08. und 07.10.2026 mit ihrer Hörkunstperformance “35x89 – Engagierte Frauen 1989/90. Eine hybride Spurensuche” in den Fokus.

„ 35x89“ ist eine Hörkunstcollage. Sie besteht aus Songs und Kompositionen der beiden Musikerinnen, aus Echtzeitmusik, die spontan im Kontakt mit dem Publikum entsteht, aus Elementen aus Zeitzeuginnen-Interviews sowie Sprach- und Klangkunst von Schauspiel-Azubis der Theaterakademie Sachsen. „35x89“ betrachtet den Herbst 1989 multidimensional, indem historisches Material, wissenschaftliche Reflexionen und Statements von mindestens drei Generationen zusammenge-bracht werden: Teil des Projekts sind Frauen, die die Ereignisse 1989/90 miterlebt und mitgestaltet haben, (Nach)Wendekinder, die in der Atmosphäre des Umbruchs und Systemwechsels aufwuchsen und junge Erwachsene, die heute in dem Alter der damaligen Aktivistinnen sind. „35x89“ hat sich dem künstlerisch überformten Hörbarmachen von weiblichen Perspektiven auf die Friedliche Revolution und der Würdigung von weiblichem Engagement im historischen Kontext verschrieben. Grafik: Ingeborg Freytag

„ Unter widrigen Umständen dürfen wir nicht aufhören, immer weiter zu denken und weiter zu fühlen - auch heute“, sagt Ingeborg Freytag. Teil der Performance sind daher auch Widersprüchlichkeiten, Vieldeutigkeiten, die Diversität von Meinungen und die weit verbreiteten Gefühle der Demütigung und Benachteiligung, die durch die historischen Vorgänge ausgelöst wurden. Foto: Andreas Krüger

Die Multimusikerin Ingeborg Freytag (*1965, Geige, Percussion, Gesang, Effekte) war als Leipziger Künstlerin in der Bürgerrechts-bewegung sowie der sich ausformenden Frauenbewegung aktiv. Neben ihren eigenen Erfahrungen hat sie nach wie vor Kontakt zu weiteren 1989/90 politisch und/oder künstlerisch tätigen Zeitzeu-ginnen und verfügt über historische Materialien (Zeitschriften, Publikationen, Textsammlungen). Die Songpoetin und Musikerin Maria Schüritz (*1985, Gesang, Gitarre, Upcyclophone, Effekte) gehört zur Generation der (Nach)Wendekinder, die in der Atmosphäre eines großen Umbruchs, Systemwechsels und Strukturwandels in Leipzig aufgewachsen sind und nun Fragen an die älteren Generationen haben.

Die Hörkunstperformance enstand im Rahmen von „35 Jahre Friedliche Revolution im Jahr 2024“ und wurde gefördert vom Dezernat Kultur der Stadt Leipzig und den Freundinnen und Freunden der Heinrich-Böll-Stiftung, ist Teil der Plattform she.spectra. und wurde realisiert in Kooperation der Theaterakademie Sachsen. Die Aufführungen 2026 werden realsiert durch die Unterstützung des Grünauer Kultursommers (Kulturamt) und des Zeitgeschichtlichen Forums.

Video-Trailer:
youtu.be/s1TTpZ0dUGg?si=rb58jbCGuoW3RJiK

Sa 22.08.2026 - 18 Uhr
Robert-Koch-Park, Haus 4
Eintritt: 7-10€
gefördert vom Grünauer Kultursommer

Mi 07.10.2026 - 19 Uhr
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Eintritt frei
www.hdg.de/zeitgeschichtliches-forum



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LEIPZIGINFO.DE
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