Mit einem zentralen Festakt hat die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig gestern ihr 200-jähriges Bestehen im Gewandhaus zu Leipzig gefeiert. Unter dem Motto „200 Jahre Sparkasse Leipzig. Gemeinsam stark für morgen“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sparkassenorganisation sowie zahlreiche Kundinnen und Kunden, Wegbegleiter und Partner des Hauses zusammen. Im Mittelpunkt der Gesprächsrunden standen die Geschichte der Sparkasse Leipzig, ihre Bedeutung für die Region und die Frage, wie sie auch künftig gemeinsam mit den Menschen vor Ort Zukunft gestalten kann.
Die Sparkasse Leipzig, heute Ostdeutschlands drittgrößte Sparkasse, wurde am 22. Februar 1826 gegründet. Seitdem ist sie eng mit der Entwicklung der Stadt Leipzig und ihres Umlands verbunden.
„200 Jahre Sparkasse Leipzig stehen für 200 Jahre Vertrauen der Menschen in unserer Region. Dieses Vertrauen ist für uns Ansporn und Verantwortung zugleich“, sagte Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig, im Rahmen des Festakts. „Wir blicken heute mit Dankbarkeit auf das zurück, was Generationen gemeinsam aufgebaut haben. Gleichzeitig geht unser Blick klar nach vorn: Wir wollen wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen, gesellschaftliches Engagement stärken und für unsere Kundinnen und Kunden auch künftig ein verlässlicher und nahbarer Partner sein. Gemeinsam stark für morgen – das ist für uns nicht nur ein Jubiläumsmotto, sondern unser Anspruch.“
Von 1826 bis heute: 200 Jahre an der Seite der Region
Den Auftakt des Festakts bildete ein Auftritt des Thomanerchores. Ein filmischer Zeitstrahl zeichnete anschließend die Entwicklung der Sparkasse Leipzig von ihrer Gründung 1826 bis in die Gegenwart nach.
Der Gesamtvorstand mit Dr. Harald Langenfeld, Olaf Klose und Andreas Nüdling blickte auf die 200-jährige Geschichte des Hauses und die persönliche Bedeutung des Jubiläums. Dabei wurde deutlich, wie eng die Entwicklung der Sparkasse mit der ihrer Region verbunden ist: Über Generationen hinweg hat sie Menschen, Unternehmen und Kommunen begleitet und sich zugleich immer wieder auf veränderte gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen eingestellt.
Politik und Wirtschaft: starke Regionen brauchen starke Partner
Welche Bedeutung Sparkassen für Wirtschaft, Gesellschaft und regionale Entwicklung haben, stand anschließend im Mittelpunkt der Gespräche mit der Landes- und Kommunalpolitik.
Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, ordnete die Rolle der Sparkassen aus Sicht des Freistaates ein: „Sparkassen sind durch ihre kommunale Verankerung ein wichtiger Partner für die regionale Wirtschaft und die Menschen vor Ort. Ihre traditionelle Verankerung ist nicht zu ersetzen. Sie machen Investitionen möglich – vom eigenen Zuhause bis zur Erweiterung eines Unternehmens. Auch für die Wirtschaftsförderung in Sachsen spielen sie eine bedeutende Rolle. Mit ihrem Engagement haben sie das Angebot an Beteiligungskapital im Freistaat nachhaltig gestärkt. Doch Sparkassen sind weit mehr als Finanzpartner: Sie engagieren sich für Sport, Kultur und Bildung, unterstützen Vereine, Veranstaltungen und zahlreiche Einrichtungen. Dieses Engagement gehört auch in Leipzig seit 200 Jahren fest zur Stadt. Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum – und auf viele weitere erfolgreiche Jahre!“
Die kommunale Perspektive bedienten Torsten Bonew, Finanzbürgermeister der Stadt Leipzig, sowie den Landräten Kai Emanuel (Nordsachsen) und Henry Graichen (Landkreis Leipzig). Als kommunal getragene Institute unterstützen Sparkassen Unternehmen und Kommunen, begleiten Investitionen und tragen dazu bei, Wertschöpfung und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.
Torsten Bonew, Finanzbürgermeister der Stadt Leipzig: „200 Jahre Sparkasse Leipzig sind zugleich 200 Jahre wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Die Sparkasse hat Generationen von Handwerksbetrieben, Familienunternehmen und mittelständischen Firmen begleitet – von der Gründung über Investitionen bis zur Nachfolge. Gerade der Mittelstand ist das Rückgrat des Leipziger Wohlstands: Er schafft Arbeitsplätze, bildet aus, treibt Innovationen voran und sorgt für regionale Wertschöpfung. Dass die Sparkasse als kommunal verankertes Institut ihre Entscheidungen nah an den Menschen und Unternehmen der Region trifft, ist ein großer Standortvorteil für Leipzig. Sie verbindet wirtschaftliche Stabilität mit gesellschaftlicher Verantwortung und stärkt damit nachhaltig die Zukunft unserer Stadt. Zum 200. Geburtstag danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse Leipzig für ihr Engagement und wünsche dem Institut weiterhin Kraft, Weitsicht und Erfolg als verlässliche Partnerin des Leipziger Mittelstands.“
Landrat Kai Emanuel, zugleich stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Leipzig, unterstrich die Bedeutung der regionalen Verankerung: „Eine starke Region braucht verlässliche Partner, die ihre Entwicklung kennen, Verantwortung übernehmen und auch dann an ihrer Seite bleiben, wenn die Rahmenbedingungen schwieriger werden. Genau dafür steht die Sparkasse Leipzig seit 200 Jahren. Sie ist tief in den Kommunen und damit im Leben der Menschen verankert. Wirtschaftliche Stärke verbindet sie mit gesellschaftlicher Verantwortung. Für den Landkreis Nordsachsen ist dieser regionale Anspruch von großer Bedeutung – für Unternehmen, Kommunen, Vereine und viele Menschen, die ihre Ideen und Vorhaben vor Ort verwirklichen wollen. Als kommunal getragenes Institut erfüllt die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig so ihren Auftrag, Wertschöpfung in der Region zu halten, damit die Zukunft hier gestaltet werden kann.“
Gemeinsam stark: Engagement, das in der Region Wirkung entfaltet
Mit dem Imagefilm „Einer von uns“ richtete die Sparkasse den Blick auf ihre Nähe zu den Menschen in der Region und leitete zugleich zu einem weiteren Schwerpunkt des Festakts über: ihrem vielfältigen gesellschaftlichen Engagement.
Unter dem Titel „WIR und die Sparkasse – gemeinsam stark“ berichteten Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz, Patricia Werner, Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Michaela Bax vom Haus Leben Leipzig e. V. und Jan Benzien, Geschäftsführer der Stadthafen Leipzig GmbH, über ihre Zusammenarbeit mit der Sparkasse Leipzig.
Die Beispiele aus Kultur, Gesellschaft, Sozialem und Sport zeigten, wie regionale Verantwortung konkret Wirkung entfalten kann. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die finanzielle Unterstützung: Gemeinsam mit Partnern ermöglicht die Sparkasse Ideen, stärkt gesellschaftliche Teilhabe und trägt dazu bei, Projekte langfristig in der Region zu verankern.
Michaela Bax, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Haus Leben e. V., würdigte die Bedeutung dieser Unterstützung: „Gerade im sozialen Bereich zeigt sich, wie wichtig verlässliche Partnerschaften sind. Projekte wie unsere Arbeit im Haus Leben leben davon, dass Menschen und Institutionen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Die Sparkasse Leipzig unterstützt uns dabei nicht nur finanziell, sondern schenkt unseren Anliegen Aufmerksamkeit und schafft damit Sichtbarkeit. Das ist für uns ein wichtiges Signal: Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen und Organisationen gemeinsam anpacken. Dafür sind wir dankbar.“
Blick nach vorn: Die Zukunft der Sparkassen
Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die Zukunft der Sparkassen in einer zunehmend digitalen und vernetzten Finanzwelt. Ludger Weskamp, Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV), sprach über die Perspektiven regionaler Sparkassen und die Balance zwischen lokaler Verwurzelung und digitalem Wandel.
Ludger Weskamp betonte: „Seit mehr als 200 Jahren gehören die Sparkassen zu den Vorreitern, wenn es darum geht, Fortschritt mit Nähe zu den Menschen zu verbinden. Auch künftig wird es genau auf diese Balance ankommen: persönliche Beratung, wo sie gebraucht wird, und digitale Angebote, wo sie das Leben der Menschen einfacher machen. Wer nah an seinen Kundinnen und Kunden bleibt, bleibt auch in einem sich wandelnden Wettbewerb relevant. Dafür stehen die ostdeutschen Sparkassen – heute und in Zukunft.“
Jubiläumsjahr mit vielen Begegnungen
Der Festakt im Gewandhaus zählt zu den Höhepunkten des Jubiläumsjahres. Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam stark für morgen“ lädt die Sparkasse Leipzig 2026 zu zahlreichen Begegnungen, Veranstaltungen, Kooperationen und besonderen Aktionen ein.
Zu den Höhepunkten gehörten unter anderem eine wissenschaftliche Tagung zur Geschichte der Sparkasse Leipzig, die Pflanzung des 20.000. Baumes im Geschäftsgebiet und ein Open-Air-Konzert auf dem Dach der Moritzbastei. Hinzu kommen verschiedene Filialaktionen, Gewinnspiele und besondere Kundenerlebnisse – darunter eines mit renommierten Leipziger Persönlichkeiten – sowie weitere Begegnungsformate.
Zum Abschluss des Festakts wurde die Geschichte der Sparkasse Leipzig in einer künstlerischen Sandmalerei noch einmal lebendig. Die „Kundenreise in Bildern“ verband historische Stationen mit einer emotionalen Perspektive auf die Menschen, die die Sparkasse über zwei Jahrhunderte begleitet hat.
Dr. Harald Langenfeld zog zum Abschluss des Festakts Bilanz: „Unser Jubiläum gehört nicht allein der Sparkasse. Es gehört den Menschen, Unternehmen, Institutionen und Partnern, die uns über Generationen begleitet haben. Ihnen gilt unser Dank. Und mit diesem Dank verbinden wir ein Versprechen: Wir bleiben nah an den Menschen, übernehmen Verantwortung für unsere Region und gestalten die Zukunft gemeinsam.“
