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15. Ostdeutsches Energieforum: „Sicherheit in unsicheren Zeiten“

30. September bis 1. Oktober 2026 auf dem Campus Jahnallee der Universität Leipzig

03.09.2026 Veranstaltungen
Ostdeutsches Energieforum

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten fordern, dass die Energiewende stärker zum wirtschaftlichen Vorteil ihrer Regionen beotragen müsse. Vor dem 15. Ostdeutschen Energieforum am 30. September und 1. Oktober in Leipzig betonen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt vor allem drei Punkte: bezahlbare Energie, regionale Wertschöpfung und mehr Nutzen für die Kommunen.

„Erneuerbare Energien müssen stärker dort verbraucht werden, wo sie erzeugt werden“, sagte Woidke. Brandenburg produziere besonders viel erneuerbare Energie, die Vorteile müssten aber stärker bei Bürgern und Unternehmen ankommen. Dafür seien niedrigere Systemkosten, mehr Speicher und Netze sowie günstiger Grünstrom für Industriestandorte notwendig.

Kretschmer fordert bei der Transformation „Augenmaß und Vernunft“. Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit seien entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Zudem sollten beim Ausbau der Windenergie nicht starre Flächenvorgaben, sondern der tatsächliche Energieertrag stärker im Mittelpunkt stehen. Kommunen müssten von neuen Anlagen unmittelbar profitieren.

Für Schulze ist die Menge der erzeugten erneuerbaren Energie allein kein Maßstab für den Erfolg. „Gewinner der Energiewende ist für mich nicht automatisch derjenige, der besonders viel erneuerbare Energie produziert.“ Entscheidend seien neue Industrie, Innovationen und gute Arbeitsplätze. Sachsen-Anhalt setzt deshalb unter anderem auf Wasserstoff, Netzausbau und die finanzielle Beteiligung der Kommunen.

Voigt sieht in der Transformation Chancen für neue Wertschöpfungsketten und den Wirtschaftsstandort. „Künstliche Intelligenz und Rechenzentren gehören zur Infrastruktur der Zukunft“, sagte er. Zugleich müssten solche Ansiedlungen einen regionalen Mehrwert schaffen und Energieeffizienz, Wasserverbrauch sowie die Nutzung von Abwärme berücksichtigen.

Bei allen unterschiedlichen Akzenten eint die vier Länderchefs eine zentrale Forderung: Ostdeutschland will nicht nur Energie für die Transformation liefern, sondern auch wirtschaftlich von ihr profitieren. Neue Energie- und Digitalinfrastruktur müsse deshalb mit Arbeitsplätzen, Investitionen, Gewerbesteuern und regionaler Wertschöpfung verbunden werden.

Das 15. Ostdeutsche Energieforum steht am 30. September und 1. Oktober in Leipzig unter dem Titel „Sicherheit in unsicheren Zeiten“. Veranstalter ist die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin, federführender Verband der Unternehmerverband Sachsen e.V. Anmeldung und Programm:
www.ostdeutsches-energieforum.de



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