Der Leipziger Südfriedhof wird am 1. Juni 140 Jahre alt. Seit der ersten Bestattung im Jahr 1886 hat sich die traditionsreiche Anlage zur bedeutendsten Begräbnisstätte Leipzigs und zu einem besonderen Ort der Erinnerung, Kultur und Erholung entwickelt.
„Seit 140 Jahren begleitet der Südfriedhof die Menschen in Leipzig durch Zeiten des Erinnerns, Trauerns und Gedenkens“, betont Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. „Gleichzeitig ist er ein lebendiger Ort, der Geschichte, Kultur und Natur auf einzigartige Weise miteinander verbindet. In direkter Nachbarschaft zum Völkerschlachtdenkmal zählt der Südfriedhof zu den schönsten Parkfriedhöfen Deutschlands. Historische Grabmale, prachtvolle Alleen und die imposante Kapellenanlage prägen das Gelände und machen Stadtgeschichte auf besondere Weise erlebbar.“
Der Friedhof erinnert mit zahlreichen Mahnmalen an die Opfer der Weltkriege, der Luftangriffe auf Leipzig sowie politischer Gewaltherrschaft. Gleichzeitig spiegeln Mausoleen, tempelartige Grabstätten und kunstvoll gestaltete Wandgräber die Entwicklung der Begräbniskultur wider. Auch viele bekannte Persönlichkeiten wie Gewandhauskapellmeister Kurt Masur und die Mundartdichterin Lene Voigt fanden hier ihre letzte Ruhe. Das Tempelgrabmal des Verlegers Dr. Oscar von Hase erinnert zudem an Leipzigs traditionsreichen Verlagsbuchhandel. Der Südfriedhof ist die grüne Oase im Leipziger Süden. Besonders zur Rhododendrenblüte verwandelt sich das parkähnliche Gelände in ein farbenprächtiges Blütenmeer. Die Hauptwege folgen dabei bewusst der Form eines Lindenblatts – ein Verweis auf den Ursprung des Stadtnamens Leipzig.
Die Begräbnisstätte mit dem Haupteingang am Osttor in der Prager Straße bietet vielfältige Möglichkeiten für Erd-, Urnen- und naturnahe Bestattungen am Baum. Für Trauerfeiern stehen drei Kapellen sowie der Klostergarten für Zeremonien unter freiem Himmel zur Verfügung. Regelmäßig werden auch Führungen über den Südfriedhof angeboten.
Weitere Informationen gibt es im Internet auf der städtischen Seite www.leipzig.de/friedhoefe.
