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Adressen

Gewandhaus zu Leipzig

Gewandhaus zu Leipzig

Gewandhaus zu Leipzig , Quelle: René Jungnickel

Das Gewandhaus zu Leipzig tritt als Veranstalter von ca. 180 Veranstaltungen pro Spielzeit auf (davon ca. 70 Konzerte mit dem Gewandhausorchester). Insgesamt finden pro Spielzeit ungefähr 800 Veranstaltungen hier statt. Pro Jahr besuchen nahezu eine halbe Million Besucher das Konzerthaus am Augustusplatz.

Das Hauptfoyer mit seinen drei Ebenen wird von dem farbig-lebendigen Deckenbild "Gesang vom Leben" des Leipziger Künstlers Sighard Gille beherrscht. Es erstreckt sich über vier Deckenschrägen (712 Quadratmeter Fläche) und ist somit die größte zeitgenössische Deckenmalerei Europas. Nachts von Scheinwerfern beleuchtet, strahlt es durch die Glasfront des Hauses eindrucksvoll auf den Platz hinaus.

Der Große Saal mit seinen amphitheatrisch angeordneten Sitzplätzen bietet über 1900 Besuchern Platz. Gekrönt wird der Saal durch die majestätische Orgel der Potsdamer Firma Schuke mit ihren vier Manualen, 89 Pfeifenregistern, drei Registern für Glockenspiel und Cymbelglocken und 6638 Pfeifen.

An der Orgel ist der Leitspruch des Gewandhauses angebracht: "RES SEVERA VERUM GAUDIUM" (Wahre Freude ist eine ernste Sache). Diese Worte begleiten das Orchester seit seinem Einzug in den ersten Konzertsaal im Jahre 1781.

Im Mendelssohn-Saal mit seinen 498 Plätzen musizieren ebenfalls regelmäßig hochkarätige Ensembles. Sechseckig und holzgetäfelt ist der Saal darüber hinaus für eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen geeignet. So finden hier neben musikalischen Ereignissen auch Tagungen, Kongresse etc. statt. Unterschiedliche Bestuhlungsvarianten, Tonstudio, Projektionsflächen, Prospektzüge und Dolmetscherkabinen garantieren eine entsprechend hohe Flexibilität.

Die Konzertkarten werden im Mendelssohn-Foyer erworben, das nach der dort aufgestellten überlebensgroßen Mendelssohn-Plastik des Bildhauers Jo Jastram (*1928) benannt wurde. Bis Ende 2003 stand an dieser Stelle die Plastik "Ludwig van Beethoven" von Max Klinger. Im Schumann-Eck, auf der dem Augustusplatz abgewandten Seite des Hauptfoyers, sind die Besucher zu Konzerteinführungen eingeladen. Büsten der großen Komponisten, die in der Gewandhaus-Geschichte einen festen Platz haben, und Gemälde in den Foyers runden das innere Erscheinungsbild des Konzerthauses ab.


Geschichte

Nach dem Gasthaus "Zu den drey Schwanen", dem Konzertsaal im Gewandhaus, dem Neuen Konzerthaus im Musikviertel und den Provisorien nach 1944 wurde am 8. Oktober 1981 das "dritte" Gewandhaus am Augustusplatz eröffnet. Damit erhielt das Orchester nach über 37 Jahren eine moderne Spielstätte. Großer Saal und Mendelssohn-Saal, Foyers und ein riesiges Deckengemälde bilden zusammen ein einheitliches Ensemble. Chefarchitekt war Rudolf Skoda, dessen Team während der 57-monatigen Bauzeit eng mit dem damaligen Gewandhauskapellmeister Kurt Masur zusammenarbeitete. Das Konzerthaus steht an der Stelle des Augustusplatzes, an der zuvor das Museum der Bildenden Künste seine Schätze zeigte.



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