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Schlüssel Salomos (Clavicula Salomonis) zählen zu den berühmtesten Zauberbüchern, Foto: UB Leipzig

Zauberbücher. Die Leipziger Magica-Sammlung im Schatten der Frühaufklärung

15.11.  - 16.02.2020 Ausstellung
Universitätsbibliothek (Bibliotheca Albertina)Eintritt frei

Im Jahr 1710 wurde in Leipzig eine Sammlung von 140 magischen Handschriften für die immense Summe von 4.000 Reichstalern zum Verkauf angeboten. Heute beherbergt die UB Leipzig die „Magica-Sammlung“ als eine einzigartige Kollektion von Manuskripten zu den Themen Magie, Zauber, Alchemie, Hermetik, Kabbala und Astrologie. Es ist die größte einschlägige Textsammlung in einer öffentlichen Bibliothek in Europa, die einen einmaligen Blick in die Welt magischer Rituale erlaubt.

Bereits seit 2011 digital präsentiert, steckt die wissenschaftliche Erforschung der weitgehend unedierten Sammlung noch in den Anfängen. Die Ausstellung möchte dies ändern und unternimmt einen Schritt zur historischen Verortung der Schriften im Leipzig des 18. Jahrhunderts. Im Spannungsfeld von Frühaufklärung und Faszination des Geheimnisvollen zeigt sich die Bedeutung der Texte als Formen „magischer“ Welterklärung. Träger dieser Magie war dabei nicht eine ländlich-bäuerliche, sondern eine gebildete und bürgerliche Stadtbevölkerung. Magia naturalis, Beschwörungen von Engeln und Astralgeistern, Wahrsagetechniken und „Höllenzwänge“ sind in zahlreichen Beispielen, oft mit faszinierenden Illustrationen, vertreten. Die Ausstellung verfolgt die Traditionslinien hinter den Zaubertexten, die in ihrem kulturellen Umfeld und mit vielen Beispielen vorgestellt werden.

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