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Veranstaltungen

8. Festival für Fotografie f/stop: Zerrissene Gesellschaft

27.06.2018 19:00 - 22:00 Uhr Ausstellung

Weil man ja Einzelteile besser und leichter übernehmen kann als intakte Gebilde - 
Lene Berg, Declan Clarke, Assaf Gruber, Laura Horelli, Alexander Kluge, Deimantas Narkevičius, Rosalind Nashashibi, Edgar Reitz, Nicolas Siepen, Andrea Luka Zimmerman

Als Grenzgänger zwischen klassischem Dokumentarfilm und sogenanntem „Fiktionsfilm“ legen die von Leif Magne Tangen und Sarah Schipschack für f/stop Film 2018 ausgewählten Filme Zusammenhänge der „zerrissenen Gesellschaft“ offen und stoßen mögliche Diskussionen an, die eine Gesellschaft braucht, um sich kritisch betrachten und entwickeln zu können. An drei Abenden widmet sich das Programm jeweils unterschiedlichen Themenkomplexen.

Der erste Abend dreht sich um politischen Widerstand, Enklaven und das soziale Leben in prekären Umständen. Der zweite Abend setzt sich mit der DDR auseinander, ohne ins Nostalgische abzudriften, diskutiert Geschichte (und Perspektiven) und kann als ein Art Historisierung dessen, was es gab (und was sein könnte), beschrieben werden.

Der dritte Abend kreist um Überwachung, Spionage und Waffen. Allerdings überlappen sich auch verschiedene Themen und Abende, „weil man ja Einzelteile besser und leichter übernehmen kann als intakte Gebilde“, ein Zitat aus Christa Wolfs erstem Brief aus dem Jahr 1990, in dem sie ablehnt in der Öffentlichkeit über Deutschland zu sprechen. Am letzten Abend ist Nicolas Siepen zu Gast, um mit dem Publikum über Film, das Jahr 1990, Godard, Deleuze & Guattari und alles dazwischen zu sprechen.

Das Festival besteht aus fünf Ausstellungsteilen im Stadtraum von Leipzig und in der Leipziger Baumwollspinnerei. Neben der Fotografie liegt in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf Zeichnung und Graphic Novel; ein Filmprogramm und ein Symposium ergänzen den Ausstellungsteil. 

In der Hauptausstellung in den Räumen der Halle 14 zeigt unter anderem der Architekt und Kurator Eyal Weizman Arbeiten von Studierenden des Forschungslabors Forensic Architecture, in deren Praxis die Fotografie als Rechercheinstrument eine zentrale Rolle spielt. Ausgehend von einer Arbeit des Fotografen Andreas Rost untersucht die Ausstellung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz das Jahr 1990, das, verglichen mit dem Jahr 1989, im kollektiven Gedächtnis kaum präsent ist.

Eine Kabinett-Ausstellung in den Räumen der Galerie Dukan widmet sich der Darstellung von Wahlkämpfen, Parteitagen und parlamentarischer Arbeit. In diesem Rahmen wird auch Ludovic Ballands Projekt „Day After Reading“ vorgestellt. Er reiste parallel zur Präsidentschaftswahl 2016 durch die USA und porträtierte eine Reihe von Personen, die er nach ihren Erinnerungen zu den Nachrichten des Vortags befragte.



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