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Lenz in Metropolis, Foto: Schaubühne
Lenz in Metropolis, Foto: Schaubühne

Lenz in Metropolis

16.04.2019 Theater
20:00 Uhr
Schaubühne LindenfelsTickets: ab 8,00 EUR
Empfehlung der Redaktion

In der Regie des künstlerischen Leiters der Schaubühne Lindenfels René Reinhardt katapultiert die neue hauseigene Theaterproduktion Georg Büchners „Lenz“ in die Gegenwart. Die Instrumente der Inszenierung sind Stimmen, Körper, elektroakustische Sounds und projizierte Grafiken.

Lenz ist ein Getriebener. Ein aus der Bahn geworfenes Subjekt. Rastlos, wund, übersensibel. Lenz ist einer, der im Hier und Jetzt scheitert. Einer, der aus der Zeit fällt. Georg Büchners „Lenz“ zählt zu den wichtigsten Erzählungen der deutschen Literatur. Beschrieben wird darin der sich verschlechternde Geisteszustand des Schriftstellers Jakob Michael Reinhold Lenz. Basierend auf diesem Text, versuchen in „Lenz in Metropolis“ ein Schauspieler, eine Schauspielerin, eine Tänzerin und eine Musikerin, in Lenz' Kopf, in seine Gefühls- und Gedankenwelt, vorzudringen.

„Bei diesem invasiven Eingriff geht es darum, die emotionalen Zustände des Protagonisten aus der Etikettierung 'Wahnsinn' zu befreien bzw. Lenz vom Sockel der Negatividealisierung als armer, kranker Dichter herunterzuheben. Ihn zu uns zu holen - in die Gegenwart, in die Metropolis, mit unseren Ängsten, Stresssymptomen, unseren Neurosen, unserem Überfluss“, so Regisseur René Reinhardt, geleitet von der Frage: „Wie würde Lenz, immer unbehaust geblieben, heute durch die Städte und Landschafen gehen?“

Vor diesem Hintergrund verwandelt sich der Grüne Salon der Schaubühne in einen verlorenen Ort irgendwo in einer postindustriellen Landschaft. Das ideale Setting für die Inszenierung, die mit den Formen von Poetry, Clubkonzerten und Tanzperformances spielt. Erzählt in acht Episoden, treibt „Lenz in Metropolis“ das Fragmentarische weiter, das bereits bei Georg Büchner angelegt ist. Wortfetzen, Bewegungen und Sounds werden neu zusammengesetzt bzw. „geremixt“ - u.a. auch Songs von Anne Clark und Nick Cave verwendet, in denen der Dichter Lenz nachklingt. Auf Clarks „Sleeper in Metropolis“ verweist zudem der Titel des Abends.

Mit: Elena Francalanci, David Jeker, Laila Nielsen / Charlotte de Montcassi (electroacoustic music)
Regie: René Reinhardt | Bühne/Kostüm: Elisabeth Schiller-Witzmann
Video: Thadeusz Tischbein

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