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Helmet Duty

18.10.2019 Konzert
22:00 Uhr
FlowerpowerTickets: Eintritt frei

Helmet Duty – Das ist feinster Bluegrass aus Leipzig. Zunächst als reine Selbsthilfegruppe mit dem Ziel, die jeweiligen Zweitinstrumente unter Wettkampfbedingungen zum Klingen zu bringen, taten sich Kevin Schmidt (Gesang, Banjo, Gitarre), Simon Dahl (Gesang, Mandoline, Gitarre) und Tommi Pieper (Gesang, Bass) im Frühjahr 2015 zusammen. Schnell wurde die gemeinsame Vorliebe für klassischen Bluegrass erkannt und so fügte sich schnell Song für Song, Fiddletune für Fiddletune zu einem gemeinsamen Repertoire. Seit 2016 spielt die Band auch eigene Stücke, welche mit einem Spritzer Rockabilly traditionelles Liedgut in einen erfrischend neuen Kontext setzen. Das gemeinsame Spiel zeichnet sich vor allem durch die messerscharf gesetzten Satzgesänge und eine absolut unvernünftige Portion Selbstironie aus. Helmet Duty – so elegant kann Helmpflicht sein.

Eintritt ist frei. Das Flowerpower hat täglich ab 20:00 Uhr geöffnet.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom SAE Institute Leipzig.

Das ist feinster Bluegrass aus Leipzig. Zunächst als reine Selbsthilfegruppe mit dem Ziel, die jeweiligen Zweitinstrumente unter Wettkampfbedingungen zum Klingen zu bringen, taten sich die 3 Ausnahmemusiker Kevin Schmidt, Simon Dahl und Tommi Pieper im Frühjahr 2015 zusammen. Bei allen handelt es sich keinesfalls um unbeschriebene Blätter, der Name Simon Dahl wird manchen bekannt vorkommen vom Duo „Lee and Sikora“, zusammen mit der Bluesharp-Legende Adam Sikora, wie auch der überregional tätigen Bluesband „Black Cat and Kittens“. Der gebürtige Berliner Berufsmusiker verließ die Band trotz ansehnlichen Erfolgen im Guten, um sich seiner lang gehegten Passion, dem Bluegrass zu widmen. Dem Stammgast der einschlägigen Bluegrasssessions ergaben sich in Berlin vorrangig lose musikalische Verbindungen und Projekte, bis ihn die Liebe, mit Gitarre, Mandoline und Fiddle im Gepäck, nach Leipzig zog. Dort harrte, einem ausgehungert Löwen gleich, Kevin Schmidt auf der Suche nach Mitmusikern, und man fand sich, digitaler Medien sei dank sehr schnell. Kevin hatte 2013 das Glück, mit 2 leider nur vorübergehend in Deutschland verweilenden Amerikanern die Bluegrassband „The Matchsellers“ aus der Taufe zu heben. Nach so vielen Konzerten, wie man in einem halben Jahr zu spielen imstande war, ging der Großteil des Trios zurück in die Staaten um dort fortan unter selben Namen dauerhaft und bis heute auf Tour zu sein. Kevin blieb in Deutschland, ohne so recht zu wissen warum eigentlich. Völlig angefixt wurde alles stromfressende Instrumentarium verkauft, eine 5 String Banjo angeschafft und mit Bekanntschaften aus USA vorwiegend Straßenmusik gemacht. Noch als Duo agierend wurde Helmet Duty bei einem Auftritt vom Dortmunder Tommi Pieper angesprochen. Früh musikalisch erzogen könnte er Gitarre, Akkordeon oder Klavier solide übernehmen, entschied sich aber für den Kontrabass. Als Stimmphänomen wurde er sofort zum Gesangscoach der Band gekürt, Tommi sang sowohl Tenor im Leipziger Unichor, wie auch den Frontbass der Psychobillyband „The Trillionairs“. Er brachte schnell Eigenkompositionen in die Band, die sich stilistisch irgendwo zwischen Americana, Rockabilly und DaDa verorten lassen und sich sofort ins Repertoire der Band einfügten. Schließlich werden auch traditionelle Stücken von der Band mit einer Prise Selbstironie vorgetragen, ohne jedoch den Respekt vorm Lied zu verlieren. Bluegrass wird hier nicht verstanden als Darbietung technischer Kabinettstücke im Geschwindigkeitsrausch, sondern als energiegeladene Volks- und Tanzmusik, die ein solides Handwerk am Instrument als Mittel zum Zweck voraussetzt. Das gemeinsame Spiel zeichnet sich vor allem durch die messerscharf gesetzten Gesänge und dicht verwobenen Arrangements aus. Helmet Duty will nicht in andere Welten entführen oder zum Träumen einladen, sondern das Publikum mit Rhythmus bewerfen und sich selbst in den Dienste einen jeden einzelnen Liedes stellen. Ist Bluegrass nun beschwingte Lebensfreude, eine Ansammlung von Nachrichten aus einer anderen Zeit und einem anderen Ort, Ausgeburt einer uns kaum vertrauten Kultur, fremdschuldgesteuertes Gekreine oder gar am Ende alles Quatsch? Helmet Duty weiß die Antwort auf keinen Fall.

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