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Schauspielhaus, Foto: Rolf Arnold
Schauspielhaus, Foto: Rolf Arnold

Die Eisjungfrau

03.12.2019 Schauspiel
09:00 Uhr
Schauspiel LeipzigTickets: ab 11,80 EUR

von Hans Christian Andersen
für die Bühne bearbeitet von Stephan Beer und Georg Burger

„Das Hinunterfallen kommt nur in der Einbildung vor. Man fällt nicht, wenn man sich davor nicht fürchtet“ — so hat es dem kleinen Rudi der Kater beigebracht, und so hält Rudi es bis heute. Immer höher und höher führen ihn seine Streifzüge durch die Schweizer Alpen, kein Gletscher, keine Felswand hält den geübten Kletterer auf. 
Als kleiner Junge war er schon einmal der gefürchteten Eisjungfrau begegnet. Halb ein Kind der Luft, halb des Flusses mächtige Beherrscherin, lauert sie in den Gletscherspalten auf ungeschickte Wanderer — und dass Rudi aus ihrer kalten Umarmung entkommen konnte, hat sie nie vergessen. Doch so sehr sie und ihr Kompagnon, der Schwindel, Rudi nachstellen, es gelingt ihnen nicht, ihn aus dem Tritt zu bringen.
Auch wenn es um die schöne Babette, Tochter des reichen Müllers, geht, denkt Rudi: „Nichts steht so hoch, dass man es nicht erreichen kann.“ Kühn lässt er sich auf eine waghalsige Mutprobe ein, die ihm Babettes Vater auferlegt …

Mehrfach bereiste Hans Christian Andersen die Schweiz — im Märchen „Die Eisjungfrau“ verdichtet er seine Eindrücke zu einem detaillierten Bild der Schweizer Lebenswirklichkeit und der mystischen Alpenlandschaft. 

Regisseur Stephan Beer führten seine Inszenierungen u. a. an das Theater Magdeburg, das Hans Otto Theater Potsdam, das Badische Staatstheater Karlsruhe, das Theater Junge Generation Dresden und das Leipziger Theater der Jungen Welt. Mit seiner Inszenierung der deutschsprachigen Erstaufführung „Titus“ von Jan Sobrie war Stephan Beer 2007 zum Deutschen Kinder- und Jugendtheatertreffen nach Berlin eingeladen. 2018 gab er sein Musiktheaterdebüt mit „Grimm!“ von Thomas Zaufke / Peter Lund am Theater Erfurt. Am Schauspiel Leipzig inszenierte er bisher „Das Dschungelbuch“ 2014 im Zoo Leipzig und von 2015 bis 2017 die überaus erfolgreichen Uraufführungen der „Zauberland-Trilogie“ nach Alexander Wolkow — „Der Zauberer der Smaragdenstadt“, „Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten“ und „Der gelbe Nebel“. 
Nach „Die Nachtigall“ 2018 bringt Beer gemeinsam mit Koautor und Bühnenbildner Georg Burger, Kostümbildnerin Kristina Böcher, Choreographin Sibylle Uttikal und den Musikern Jan-S. Beyer und Jörg Wockenfuß nun zum zweiten Mal einen Stoff von Hans Christian Andersen auf die Bühne.

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