Welche Verfahren gibt es in der Industrie, um Maschinen & Anlagen zu reinigen?

Um die Funktionalität von Maschinen und ganzen Anlagen in der industriellen Anwendung zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Wartung der Geräte notwendig. Mit der richtigen Pflege und einer wiederkehrenden, gründlichen Reinigung der einzelnen Komponenten kann es gut gelingen, die Zeiten bis zur nächsten Maschinenwartung optimal zu überbrücken, ohne dass es zu Ausfällen im Betrieb kommt. Moderne Geräte und große Maschinen sind heutzutage für den Einsatz in der Industrie vornehmlich mit Teilen aus der Robotik ausgestattet, sodass sie dem Anwender viele Arbeitsschritte abnehmen können und für einen effizienten Workflow sorgen. Die filigranen Leiter und Schaltungen sind aber höchst empfindlich, schon beim Auseinanderbauen der Großmaschinen muss achtsam vorgegangen werden, wenn hochempfindliche Sensoren und Stromleiter nicht zu Schaden kommen sollen.

Für jeden Zweck den passenden Reiniger: Wasser ist nicht immer sinnvoll
Die Verschmutzungen im Getriebe oder in den einzelnen Komponenten von industriellen Maschinen können sehr verschieden sein. Neben den üblichen Ablagerungen von Schmierölen und Kohlestiften, welche zum Teil von Motoren für den ordnungsgemäßen Betrieb einer Maschine benötigt werden, kann es außerdem zu Verunreinigungen von außen kommen. Durch die Lüfter der Anlagen können Staub und Ruß dringen, an manchen Einsatzorten besteht der Staub zum Teil aus metallischen Teilchen und kleinsten Spänen. Andere Maschinen werden über die Zeit eher mit Holzstaub oder organischen Verunreinigungen geschädigt.

Bei der manuellen Reinigung per Hand sollte stets darauf geachtet werden, dass Staubpartikel nicht noch tiefer in die Maschine dringen können. Ein Absaugen der Lüftungsanlage von außen kann hilfreich sein. Wird die Belüftung der Maschine aber mit einem Motor betrieben, kann es unter Umständen zu späteren Ausfällen kommen, wenn die Lüftung bei stehendem Motor bewegt worden ist. Sicherer ist es, die komplette Lüftung aufzuschrauben und die Einzelteile mit der Hand zu reinigen. Wenn Sie mit einem feuchten Tuch putzen möchten, achten Sie darauf, dass kein Wasser in das Innere der Maschine tropfen kann.

Die meisten Verunreinigungen im Inneren der Maschine sind nicht wasserlöslich. Es bedarf bei der Reinigung in diesem Fall speziellen Reinigungslösungen, welche Fette und Schmierstoffe von den Maschinenteilen lösen. Mit einem fusselfreien Tuch nehmen Sie den Schmutz zuverlässig auf, ein Mikrofasertuch ist für diesen Zweck besonders gut geeignet. Wenn sich in der Maschine oder der Industrieanlage Ablagerungen von Gasen oder nach starker Hitzeeinwirkung befinden, kann das Reinigen mit der Hand nicht immer ausreichen. Lesen Sie in diesem Fachartikel alles über die speziellen Reinigungsverfahren in der Industrie.

Nach der Reinigung: Die Anlage wieder vollständig zusammenbauen
Nach einer alten Werkstattmeister-Weisheit dürfen nach jedem vollständigen Auseinandernehmen von komplexen Maschinen bis zu drei Schrauben übrig bleiben, ohne dass die Funktionalität der Maschine beeinträchtigt würde. Das Problem wäre nach dieser Logik nur, wenn die Maschine alle zwei Monate gereinigt wird und jedes Mal eine geringe Anzahl Schrauben übrig bleibt, dass die Anlage nach zwei Jahren komplett auseinanderfallen würde. Vor allem auf Industriemaschinen, die einem hohen Druck standhalten müssen, trifft diese Theorie in keinem Fall zu. Fühlen sich die Facharbeiter im Betrieb mit der Maschinen- und Anlagenreinigung überfordert, sollte lieber eine qualifizierte Fachfirma mit der Reinigung von Industriemaschinen beauftragt werden.

Werkzeuge von Maschinen, wie etwa Aufsätze für die Fräse oder die Drehmaschine, lassen sich ideal per Hand reinigen. Hartnäckige Verschmutzungen, die zum Beispiel entstehen, wenn lackierte Werkstücke unter einer zu hoch eingestellten Maschinenleistung bearbeitet worden sind, müssen unter Umständen über Nacht eingeweicht werden. Wird mit einer zu hohen Geschwindigkeit und ohne die Zuhilfenahme von Maschinenöl in Holz gebohrt, kann der Bohrer so heiß werden, dass er bricht. Für Werkzeuge von Maschinen ist Wasser nicht für die Reinigung geeignet. Es kann zu Ablagerungen kommen, wenn kein destilliertes Wasser verwendet wird. In diesem Fall können Maschinenteile oder Steckwerkzeuge auch anfangen zu korrodieren, also zu verrosten.

Schutzkleidung bei der industriellen Maschinen- und Anlagenreinigung
Kommen scharfe Flüssigkeiten zum Einsatz, kann es nötig werden, eine spezielle Schutzkleidung bei der Reinigung von Industrieanlagen und Maschinen zu tragen. Dazu zählt vor allem ein zuverlässiger Augenschutz, der nicht nur vor Spritzern schützt, sondern auch vor giftigen Dämpfen, welche die empfindliche Netzhaut der Augen schädigen könnten. Auch Hände, Arme und der Oberkörper sollten durch Schutzkleidung abgedeckt sein, wenn mit ätzenden Reinigern gearbeitet wird.

Werden große Maschinen von außen mit einem Hochdruckreiniger sauber gemacht, kann es sinnvoll sein, Gummistiefel und eine wasserabweisende Hose zu tragen. Werden durch den Reiniger für Industriemaschinen und Anlagen gesundheitsschädigende Ausdünstungen produziert, kann eine Atemschutzmaske vor Erkrankungen der Lunge und anderer Organe schützen.

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