Porsche in Leipzig reduziert Modellfertigung

Der deutsche Star unter den Sportwagenherstellern hatte in Leipzig 2002 eines der modernsten Werke im Automobilbau eröffnet. Die futuristische Anlage ist im Norden von Leipzig im Stadtteil Radefeld aus dem Boden gestampft worden. An der Porschestraße 1 bietet der Automobilhersteller nicht nur rund 4.300 Arbeitsplätze. Das Werk an sich ist zudem ein Publikumsmagnet und eine der attraktivsten Sehenswürdigkeiten in der Ostdeutschen Metropole.

Im musealen Teil der Produktionsanlage sind Sportwagen ausgestellt. Es werden Fotos und Videos gezeigt. Und es sind modische Accessoires im Porsche Design erhältlich. Darunter trendige Sonnenbrillen und Basecaps. Aber auch trendige Funkuhren fürs Handgelenk oder als Zierde für den Schreibtisch - jeweils mit außergewöhnlichen Funktionen, wie Kompass, Höhenmeter oder Mondphasenanzeige. Derartige funkferngesteuerte, innovative Armbanduhren oder Chronographen bieten die Präzision, die auch Grundlage beim Bau eines Porsche ist. Übrigens: Der Zeitzeichensender DCF77 ist verantwortlich für die unglaubliche Ganggenauigkeit dieser Funkuhren. Dieser Langwellensender steht in Mainflingen nahe bei Frankfurt am Main.

Absatzschwankungen treffen die Nachtschicht
Die Unternehmensleitung von Porsche sah sich gezwungen, im Montagebereich vorübergehend die Nachtschicht auszusetzen. Ein Sprecher des Aufsichtsrates teilte dazu mit, dass nicht zu kalkulierende Schwankungen bei der Nachfrage diesen Schritt verursacht hätten.

Währenddessen geht die Produktion in allen anderen Abteilungen unverändert weiter, auch im Dreischichten-System, also quasi rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche.

Zeitarbeiter können Alternativ-Jobs annehmen 
In der Montageabteilung wurden die Stellen von etwa 500 Zeitarbeitern ausgesetzt. Damit wurde die gesamte Nachtschicht gestrichen. Alle betroffenen Arbeitnehmer hätten von ihren Arbeitgebern Angebote für eine alternative Beschäftigung erhalten, so die Porsche-Werksleitung.

Keine Krise bei Porsche Leipzig
Trotz dieser unternehmerischen Maßnahme ist bei Porsche in Leipzig von Krise keine Rede. Derzeit wird das Werk für eine geplante Summe von 600 Millionen Euro erweitert. Grund dafür ist, dass in Leipzig zukünftig auch Teile des Elektro-Macan gefertigt werden sollen. Dieses neue Modell ist der bereits der zweite Schritt des weltberühmten Autobauers in die Welt der Elektrofahrzeuge. 

Porsche Taycans - der leise Supersportwagen
Der erste, rein elektrisch angetriebene Porsche heißt Taycans. Dieser beschert Porsche eine nahezu endlose Liste von Vorbestellungen, denn der Taycans wird ab Frühjahr 2020 an die wartenden Kunden ausgeliefert.

Der elektrische Porsche begeistert 
Der Taycans ist dank seiner beiden Elektromotoren kam hörbar. Jede Achse wird durch ein eigenes, flexibel synchronisiertes Aggregat angetrieben, was den Supersportwagen zum derzeit schnellsten elektrischen 4-Wheel-Drive macht. Dieser sorgt auf der Straße für reichlich Furore, ganz im Stil der Zuffenhausener Automobilschmiede.

Die Fahrleistungen sind beindruckend. Aus dem Stand auf 100 km/h werden in gerade einmal drei Sekunden klaglos absolviert. Die 200 km/h sind zehn Sekunden später bequem überschritten. Das stärkste Modell des superflachen Sportflitzers begeistert mit satten 600 PS, was für eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 250 km/h locker ausreicht.

Obendrein benimmt sich der Taycans ganz und gar nicht so, wie Autofahrer das bislang von Elektromodellen gewohnt sind. Dieser Porsche ist unartig, bissig und dazu konstruiert, jeden Konkurrenten in die Schranken zu weisen. Während der umfangreichen Tests wurde der Taycans bei Eis und Schnee und bei -35°C über die einsamen Pisten im Norden Skandinaviens gejagt. Obendrein musst dieser Porsche seine Standfestigkeit auch bei +50°C in der Wüste unter Beweis stellen.

Überdies trumpft der Taycans mit ungewöhnlichem Design auf. Typisch Porsche, ist der Startknopf für die Motoren links vom Lenkrad zu finden, was schon beinahe Normal ist. Und bei diesem Viertürer steigen Fahrer und Beifahrer auch so ein, wie es bei einem Auto gewöhnlich üblich ist. Wer allerdings hinten Platz nehmen will, dem öffnet sich der Fonds durch Türen, die spiegelverkehrt angeschlagen sind. Sind alle vier Türen geöffnet, wird der ungehinderte Blick auf den in der Tat generös gestalteten Innenraum freigegeben.

Porsches E-Modelle schaffen neue Arbeitsplätze 
Mit dem Taycans und dem Macan in der Konstruktionsphase, will Porsche den Sprung in die Branche der E-Automobile schaffen. Fachleute bewerten diesen Versuch als überaus positiv, denn schon jetzt ist der Taycans fast eine Legende, obwohl noch keiner davon auf Deutschlands Straßen zugelassen ist. Das innovative Projekt hat nebenbei zur Folge, dass zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Einer Prognose der Porsche-Leitung zur Folge, sind mehrere tausend neue Stellen in Planung, davon hunderte in Leipzig.

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