Deutsche Softwareentwicklung weiterhin hoch im Kurs

Als die Softwarefirma Pivotal im Herbst letzten Jahres ihre Studie Build to Adapt Benchmark vorlegte, dürften die Ergebnisse wohl einige überrascht haben. Deutschland, das Land der Automobil- und Elektroindustrie, kann in der Softwareentwicklung nicht nur gegen starke Konkurrenzländer wie die USA oder Japan bestehen, sondern diese in vielen Bereich auch übertrumpfen. In Sachen Sicherheit und Stabilität beispielsweise stehen die deutschen Entwickler im internationalen Vergleich an der Spitze und auch was die Geschwindigkeit und Kosten angeht, können wir zweifellos mithalten.

Technologie der Zukunft
Dass die Softwareentwicklung eine der Technologien der Zukunft ist, wird mit einem Blick auf unsere heutige Welt deutlich, aus der Computer und Smartphones nicht mehr wegzudenken sind. Sie begleiten uns sowohl im Privatleben als auch im Job. Buchführung über SAP ist genauso normal wie der Zugriff auf Flugsuchmaschinen, die Arbeit mit Excel und Word so alltäglich wie die Kommunikation über WhatsApp. Eins ist sicher: Ohne Software würde heutzutage wohl so gut wie kein Wirtschaftszweig mehr funktionieren bzw. im Wettbewerb standhalten.

Vor allem Bereiche, die früher ausschließlich in physischer Form existierten, haben einen großen Wandel erfahren und das Potenzial der zukunftsorientierten Technologien erkannt. Ein Beispiel hierfür sind Internetbanken wie Comdirect oder das relativ neue Start-up N26, die ausschließlich online existieren und sich so an die moderne und mobile Lebensweise der Menschen anpassen. Ähnlich verhält es sich in der Unterhaltungsindustrie mit der Transformation von traditionellen Spielhallen in Online Casinos. Unternehmen wie der Glücksspiel-Anbieter Mr Green beispielsweise stellen über Website und App digitale Spiele und neue Optionen wie Live Casino zur Verfügung, für die eine reibungslose Software natürlich Voraussetzung ist.

Deutschland rüstet digital auf
Im Zuge der Digitalisierung und Globalisierung hat auch der Wirtschaftsstandort Deutschland sein Repertoire stark erweitert und investiert zunehmend in die Entwicklung von leistungsstarker und unabhängiger Software. Immer mehr Unternehmen setzen dabei auf hauseigene Lösungen, die sich umgehend an Veränderungen anpassen lassen und die individuellen Bedürfnisse decken.

Es ist also kaum verwunderlich, dass der Arbeitsmarkt dementsprechend dynamisch ist. Für IT-Experten, und ganz konkret Softwareentwickler, herrscht eine hohe Nachfrage, die sich im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt macht. Das zeigte bereits eine Studie von Stack Overflow, wie Heise Online berichtet. Berufseinsteiger verdienen demnach mindestens 44.700 Euro brutto; ab acht Jahren Berufserfahrung locken 63.200 Euro Gehalt – und die Tendenz ist wohl steigend.

Chancen in Leipzig steigen
Auch in Leipzig wird der Bedarf an qualifizierten IT-Dienstleistern und neuen Berufsprofilen immer größer. Studiengänge wie Wirtschaftsinformatik an der Universität Leipzig gewinnen an Beliebtheit, weil sie sich nicht nur der Ausbildung dieser Fachkräfte widmen, sondern zudem im Rahmen von Summer Schools und Camps die internationale Expertise und Zusammenarbeit Deutschlands fördern.

Nach erfolgreichem Abschluss stehen die Chancen gut, nicht nur auf dem Arbeitsmarkt in Leipzig und Umgebung Fuß zu fassen, sondern auch in den restlichen Bundesländern einen Job in diesem vielseitigen Bereich zu finden. Für dieses Jahr sollen deutschlandweit insgesamt 82.000 Stellen für IT-Kräfte unbesetzt sein – das sind 50 Prozent mehr als letztes Jahr. Besonders gefragt sind dabei Softwareentwickler für mobile Betriebssysteme, Spezialisten in der Automatisierungbranche und IT-Sicherheitsexperten.

Ein Blick auf diese Aussichten und es wird deutlich: Softwareentwicklung findet schon lange nicht mehr im Ausland statt.

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