Digitales Leipzig – Wie smart wird unsere Stadt?

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Bund und Länder fördern vor allem die Entwicklung der Wirtschaftsunternehmen, doch auch Kommunen müssen selbstständig handeln, um den Anschluss nicht zu verlieren. Die Stadt Leipzig arbeitet bereits seit Jahren an der Umsetzung einer ganzheitlichen Digitalisierungsstrategie. Die Vision, die schon bald zur Realität werden soll, heißt Leipzig 2030. Doch was genau verbirgt sich darunter und was bedeutet dies für Bürger und Bürgerinnen?

Vorbild Köln
Als Vorlage für Leipzigs Weg in die Digitalisierung dient das Konzept „Internetstadt Köln“, welches schon 2011 beschlossen wurde. Damals war es die erste digitale Agenda für eine deutsche Großstadt. Das Motto lautet „Vernetzt Denken und Handeln“ und neben Klimaschutz und einer allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität steht besonders auch die digitale Verwaltung im Fokus.

Digitale Verwaltung
Dass Behörden ihre Verwaltungsleistungen nun auch digital anbieten, ist seit 2017 gesetzliche Pflicht. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen dazu, ihre Verwaltungen bis 2022 komplett zu digitalisieren. Somit sollen Bürgerinnen und Bürgern unnötig lange Wartezeiten erspart werden, aber auch für die Sachbearbeiter bei den Behörden verspricht eine einheitliche, digitale Plattform Vorteile. So können sie papierlos eine höhere Zahl an Anfragen bearbeiten und stolpern durch standardisierte Eingabemasken über weniger Sprachbarrieren. Trotzdem sieht das Gesetz die Nutzer im Mittelpunkt und wird seinen Erfolg auch an der Akzeptanz seitens der Bürgerinnen und Bürger messen.

Leipzig 2030
Zur Umsetzung des OZGs, aber auch weiteren Projekten der Energie und Infrastruktur hat die Stadt Leipzig neue Ämter vergeben und im April 2019 das Referat „Digitale Stadt“ gegründet, welches in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, den Bürgern, Unternehmen und Hochschulen arbeitet. Die Ziele ähneln denen der Vorbildstadt Köln: Lebensqualität, soziale Stabilität, nationale und internationale Bedeutung sowie Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Stadt und Region.

Wirtschaft als treibende Kraft
Aufgrund des wachsenden internationalen Wettbewerbsdrucks liegen Wirtschaftsunternehmen an der Spitze der Innovatoren in Sachen Digitalisierung. Das Referenzmodell Industrie 4.0 zieht sich insbesondere durch produzierende und veredelnde Unternehmen, berührt jedoch auch Dienstleister. Das Prinzip hierbei ist es, Menschen und Maschinen über das Internet der Dinge miteinander zu verbinden und bei jedem Arbeitsschritt Daten zu erfassen, die anschließend ausgewertet werden können.

Anders als in der Industrie, in der z.B. Kodierer analoge Signale in digitale Daten umwandeln, ist die digitale Verwaltung auf die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Nur wenn das Angebot entsprechend zugänglich und benutzerfreundlich gestaltet wird, kann es Erfolg haben, so der Grundgedanke des OZGs.

Für Bürgerinnen und Bürger sollen schon bald Leistungen wie die Kfz-Anmeldung, An- und Abmeldung des Wohnsitzes sowie diverse baurechtliche Anträge online zur Verfügung stehen.

Empfehlungen
Nach oben

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.Datenschutz ansehen