Auf juristischem Weg zum Studienplatz – diese Möglichkeiten haben Interessenten

Der Anteil an Studierenden steigt stetig an und vor allem Uni-Städte wie Leipzig sind ein begehrtes Ziel. Was aber passiert, wenn die Bewerbungen für verschiedene Unis alle mit einer Absage enden? In diesem Fall kann ein Fachanwalt weiterhelfen, denn mit dem Mittel der Studienplatzklage ist eine weitere Tür geöffnet worden. Unter welchen Voraussetzungen und wie genau diese zum Erfolg führen kann, wird nachfolgend genauer beleuchtet.

Die Voraussetzungen für eine Studienplatzklage:

  • Es handelt sich um einen Studiengang, bei dem Zulassungsbeschränkungen vorhanden sind.
  • Es braucht keinen Ablehnungsbescheid durch die Universität.
  • Die kurze Klagefrist muss eingehalten werden.
  • Die Kosten für die Studienplatzklage tragen Studierende selbst, nur wenige Rechtsschutzversicherungen springen hier ein.
  • Es gibt keine Garantie für Erfolg, aber gute Chancen.

Die Studienplatzklage – was kann sie leisten und für wen eignet sie sich?

Um juristische Hilfe zu erhalten, braucht es einen versierten Anwalt für Studienplatzklagen, der die Formalitäten übernimmt. Im Zuge eines juristischen Verfahrens wird vom Gericht überprüft, ob eine scheinbar ausgeschöpfte Hochschule womöglich noch freie Kapazitäten hat. Es gibt vorbestehende Faktoren, die anhand festgelegter Kriterien die tatsächlichen Kapazitäten einer Uni berechnen. Sind diese nicht vollständig ausgeschöpft, werden noch freie Studienplätze vergeben.

Problem: Oft gibt es mehr Klagen als freie (berechnete) Studienplätze. In diesem Fall entscheidet das Los darüber, wer an der Universität angenommen wird.

Manchmal lohnt es sich, kleinere Unis aufzusuchen. Universitäten wie die HTWK Leipzig gehören zu den begehrtesten Studienorten des Landes und sind oft bereits kurz nach Bewerbungsbeginn voll ausgelastet.

Was aber passiert, wenn die Bewerbung abgeschickt ist und noch kein Bescheid im Briefkasten liegt? Während andere Bewerber bereits ihren Ausbildungsstart verkünden, wird es für Studierende brenzlig. Das ist der Grund, warum die Studienplatzklage bereits unmittelbar nach dem Versand der Bewerbung erhoben werden kann. Sinnvoll ist das, wenn von einer Ablehnung aufgrund von Kapazitätsmangel auszugehen ist.

Schnell zum Erfolg – diese Schritte führen oft zum Erfolg

Im Wintersemester 2021/2022 waren knapp drei Millionen Studierende in Deutschland immatrikuliert, ein großer Teil fällt auf die beliebtesten Studienfächer (Medizin, Rechtswissenschaften, Psychologie, Betriebswirtschaftslehre) zurück. Um ein Teil des Ganzen zu werden, kann eine Studienplatzklage hilfreich sein. Die wichtigsten Steps dabei sind:

  • Umstände prüfen: Wenn aufgrund der Durchschnittsnote davon auszugehen ist, dass kein Studienplatz bereitgestellt wird, ist das Warten auf die Absage nicht sinnvoll. Es lohnt sich, unmittelbar den Fachanwalt aufzusuchen und Beratung einzuholen. So werden die Fristen nicht verpasst und der Anwalt kann rechtzeitig handeln.
  • Die Kosten: Bevor der Weg eingeschlagen wird, müssen die Kosten bekannt sein. Können diese nicht getragen werden, kann eine Finanzierung über einen Kredit möglich sein. Wird ein Studienplatz eingeklagt, die Universität hat aber keine Kapazitäten mehr, müssen die Gerichtskosten vom Kläger getragen werden. Der Anwalt kann Chancen prognostizieren und die genauen Kosten erläutern.
  • Einleitung des Verfahrens: Wenn der Kostenfaktor geregelt ist, beginnt der Anwalt mit der Arbeit. Er berechnet die Kapazitäten, sucht nach Fehlern und prüft die etwaigen Ansprüche. Es gibt in der Regel keinen Gerichtstermin für den Kläger. Die Entscheidung erfolgt nach Sichtung der Unterlagen durch das Gericht.

Wenn eine Studienplatzklage aussichtslos ist – im Vorfeld leicht erkennbar

Der beliebteste Studiengang in Deutschland war 2021 Betriebswirtschaftslehre, auf Platz vier fand sich Medizin wieder. Dieser Studiengang ist mit einem NC (Numerus Clausus) versehen, um die Vielzahl an Bewerbern zu reduzieren. Die Chancen auf einen Erfolg durch eine Studienplatzklage werden gemeinhin als gut eingeschätzt. Es gibt aber auch einige Grundvoraussetzungen, bei denen der Erfolg von vorneherein als unwahrscheinlich gilt. In diesem Fall wird der Anwalt den Kläger darüber informieren, um ihm das Verfahren und die Kosten zu ersparen.

Folgende Faktoren können den Erfolg gefährden oder ausschließen:

  • fehlende Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Fristen bei der Antragsstellung wurden nicht beachtet
  • die Absage für den Studienplatz erfolgte über Hochschulstart
  • es gab einen freien Studienplatz mit Zusage an einem anderen Ort

Fazit: Absage von Universitäten nicht einfach hinnehmen

In vielen Fällen lohnt es sich, die Absage einer Universität nicht einfach hinzunehmen. Rechtsanwälte können dabei helfen, mit einer Studienplatzklage doch noch angenommen zu werden. Eine Garantie auf Erfolg gibt es nicht, vor allem bei begehrten Studiengängen. Für viele Studierende ist jedoch ein Wartesemester weder sinnvoll noch finanzierbar, sodass sich die Mühe rentiert.

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