Für Outdoor-Sportler und Sportlerinnen: Wanderoutfits im Zwiebelprinzip

Der Sommer hat Deutschland dieses Jahr im Griff. An mehrere Schichten aus Kleidungsstücken ist bei bis zu 40 Grad Celsius kaum zu denken. Nichtsdestotrotz werden die warmen Monate auch dieses Jahr nicht für immer dauern. Spätestens in herbstlichen Wetterlagen macht für Wanderer und andere Outdoor-Sportler das Zwiebelprinzip Sinn.

Die mehrschichtige Bekleidungstaktik basiert auf drei Lagen: einer Basis-, einer Isolations- und einer Wetterschutzschicht. Während die erste den Schweiß nach außen leitet, speichert die zweite die Körperwärme. Erst die dritte Schicht wehrt Witterungen wie Wind und Regen ab. Obwohl fast jeder die Schichten des Zwiebelprinzips kennt, setzen viele Menschen die Taktik fehlerhaft ein – eine Sünde bei Bewegung unter freiem Himmel. Wir erklären, wie es richtig geht.

Wieso der Mehrlagenlook lohnt

So wichtig das Schwitzen in den warmen Monaten auch ist: Genauso kontraproduktiv ist es in kühlerem Klima. Aufgrund der Verdunstungskälte kühlt der Körper nach der Schweißabgabe aus. Herrschen draußen extreme Minusgrade, kann das Lebensgefahr bedeuten – ab -30 Grad Celsius zum Beispiel. Zwar gibt es solche Extremtemperaturen hierzulande auch im tiefsten Winter nicht, aber bei Sportarten unter freiem Himmel schützt man sich idealerweise trotzdem vor dem Auskühlen. Mehrere dünne Kleidungsschichten übereinander halten den Körper warm und dass sogar effektiver als eine einzige Lage dicker Winterkleidung, denn im Mehrschichtsystem fungiert die Luft als Isolator.

Schicht für Schicht

In der Regel besteht das Zwiebelprinzip mindestens aus anliegender Funktionsunterwäsche und einem Langarmshirt, über dem Outdoor-Abenteurer mit Zusatzlagen aus Jacken und Westen für Wetterschutz sorgen. Übrigens lohnt die Mehrschicht-Taktik ab dem Herbst nicht nur beim Wandern und Sporteln, sondern ist auch für den Alltag eine schicke Option. Wichtig ist, dass die eng anliegende Basisschicht Feuchtigkeit vom Körper abtransportiert. Die mittlere Isolationsschicht kann je nach Temperatur aus mehreren Lagen bestehen und zeichnet sich idealerweise durch einen Materialmix aus, während die Wetterschutzschicht wasserabweisend und winddicht ausfällt. Ob im Alltag oder beim Sport: Im Vergleich zum Einschichtsystem ist der Zwiebel-Look deutlich flexibler. Wechseln spontan die Witterungsverhältnisse, kann man einzelne Schichten einfach ablegen. Bei einer einzigen dicken Lage gelingt das kaum.

Auf das Material kommt es an

Weil die Basisschicht vor allem Schweiß abtransportieren soll, bestehen Kleidungsstücke in dieser Lage aus Materialien wie Merinowolle oder Synthetik. Abgesehen von entsprechender Unterwäsche sind enge T-Shirts aus diesen Stoffen ideale Basiselemente. Damit die zweite Schicht Körperwärme speichert, eignen sich über der Basislage vor allem Fleece-Materialien. Weil auch die Mittelschicht Feuchtigkeitstransport ermöglichen muss, sind Stoffe wie Baumwolle an dieser Stelle keine optimale Wahl. Neben Fleece-Jacken machen sich dagegen Langarmshirts aus Funktionsmaterial gut – so insbesondere bei schwer schweißtreibenden Tätigkeiten unter freiem Himmel. Bei der Lage darüber dreht sich alles um Wind- und Wasserdichtigkeit. Diese Eigenschaften garantieren beispielsweise leichte Membranfunktionsjacken oder dünne Hardshelljacken, die idealerweise über Belüftungsöffnungen verfügen. Bei der Wahl ist Atmungsaktivität ein wichtiges Kriterium, denn ansonsten droht Hitzestau.

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