Der Traum von der Selbstständigkeit: Finanzberater

Berater ist einer der Traumberufe der Neuzeit. Man will sein Wissen spenden, damit idealerweise viel Geld verdienen und am allerbesten noch unabhängig arbeiten - selbstständig, sozusagen, ohne festen Chef, mit flexiblen Arbeitszeiten, Home Office und den restlichen Vorteilen. Auch Finanzberater ziehen diesen Lebensstil häufig in Erwägung. Doch ist es wirklich so vorteilhaft, sich als Finanzberater selbstständig zu machen? Oder überwiegen am Ende doch die Nachteile? Dieser Artikel klärt auf.

Höhere Bezahlung
Von der Selbstständigkeit versprechen sich viele eine höhere Bezahlung. Schließlich setzen sie ihr Gehalt zu einem großen Teil selbst fest, können sich ihre Projekte eigenmächtiger aussuchen und sind nicht an ein vorbestimmtes Monatsgehalt gebunden. Und an sich ist Finanzberater ein lukrativer Job, denn Anlagen und Investments werden für Normalbürger immer wichtiger. Wer sich auskennt mit Aktien, Immobilien und Devisenhandel ist einerseits im Vorteil. Allerdings reicht Expertenwissen über CFD-Handel, Immobilieninvestments und Rentenanlagen nicht aus; man muss auch wissen, wie man es an den Mann bringt. Denn letztlich hängt die Verdienstmöglichkeit vom Einzelnen ab: Als Selbstständiger ist man für die Generation seines Einkommens ausschließlich selbst verantwortlich. Dem sind manche besser gewachsen als andere - eine Rolle spielen hierbei Faktoren wie Disziplin, Fähigkeit zu Kundenakquise und zum Netzwerken.

Steuerliche Vorzüge
Abschreckend gegenüber der Selbstständigkeit empfinden viele Menschen hingegen die Sache mit der Steuer: Als Selbstständiger eine Steuererklärung abzugeben scheint weitaus komplizierter als als Angestellter, wo die Steuern größtenteils automatisch vom Gehalt abgezogen werden. Allerdings kann man als Selbstständiger viel mehr steuerlich geltend machen - etwa die Einrichtung für das Home Office, den neuen Computer, die Fahrt zum Kunden und so weiter. Unterm Strich bedeutet das oft, dass man sich einen netten Batzen Steuergelder spart und somit doch mehr Geld übrig bleibt als bei angestellten Finanzberaten.

Leben auf der Chefetage
Wer selbstständig arbeitet, muss keinen Chef Rechenschaft leisten. Oft gilt das als der größte Vorteil der Selbstständigkeit - der gesteigerte Grad an Autonomie. Natürlich muss man sich weiterhin vor seinen Kunden und Klienten verantworten und ihren Ansprüchen gerecht werden - aber Details wie etwa die genaue Anzahl der Arbeitsstunden oder ihre Verteilung über den Tag sind persönliche Sache. Dazu kommt, dass sich die Tätigkeit eines Finanzberaters der Selbstständigkeit ausgesprochen gut anbietet. Für die Aufgaben, die man in diesem Berufsfeld erledigt, ist ein Chef nicht zwingend nötig - es gelingt auch ausgezeichnet in Eigenregie. Allerdings kommt mit der wachsenden Autonomie auch eine wachsende Verantwortung - wenn man ein Projekt gegen die Wand fährt, ist keine Firma da, um einen aufzufangen und den Rücken zu decken. Für die Folgen seiner Fehler muss man alleine aufkommen.

Für die Selbstständigkeit als Finanzberater lassen sich also ebenso wirksame Für- wie Gegenargumente finden. Eins sollte man bei der Entscheidung aber keinesfalls außer Acht lassen: Das Bauchgefühl gibt in der Regel einen aussagekräftigen Hinweis, ob man sich wirklich als Selbstständiger sieht oder nicht. Und ein Zurück gibt es auch immer.

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