Vorreiterrolle Leipzig - auf dem Weg in die digitale Zukunft

Digitalisierung kann längst nicht mehr als schnelllebiger Trend abgetan werden. Unternehmen, aber auch Behörden und Städte müssen, wenn sie die Zukunft nicht verschlafen wollen, den Weg der Digitalisierung gehen. Doch bisher schreitet Deutschland nur zögerlich voran. Das soll sich nun ändern - auch mit Leipzig als Innovationsstandort.

Wer heutzutage ein Unternehmen führt, sich aber nicht oder nur unzureichend mit der Digitalisierung auseinandersetzt, wird es mindestens schwer haben, dauerhaft auf dem Markt zu bestehen und nicht stattdessen von der Konkurrenz abgehängt zu werden - das gilt nicht nur für Konzerne, die unmittelbar im Onlinebereich tätig sind. Doch um die Digitalisierung umzusetzen, reicht es weder Begriffe wie Virtual Reality, Big Data, Social Media oder SEO immerhin mal gehört zu haben noch alles auf Biegen und Brechen von analog auf digital umzustellen. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern soll unter anderem dabei helfen, Prozesse im Unternehmen zu verbessern und zu vereinfachen, konkurrenzfähig zu bleiben und Kunden direkter und zielgerichteter zu erreichen.

Wie Digitalisierung umsetzen?

Im internationalen Vergleich steht Deutschland, was die Digitalisierung betrifft, indessen nicht in der Spitzengruppe, viele Digital-Experten sind sogar der Meinung, hierzulande sei die Digitalisierung verschlafen worden. Beim Glasfaserausbau für schnelleres Internet steht Deutschland EU-weit auf den hinteren Plätzen. Auch manches deutsche Unternehmen steht dem digitalen Wandel noch skeptisch gegenüber - sei es, weil es ihn ihm einen vorübergehenden Trend sieht, weil es die eigenen Dienstleistungen und/oder Produkte für den digitalen Markt ungeeignet hält oder weil es den aufwendigen Prozess scheut. Denn Digitalsierung bedeutet nicht bloß schnelleres Internet und die neuesten Computer im Büro oder auf einigen Social-Media-Plattformen präsent zu sein. Häufig geht es mit Veränderungen in der Firmenkultur einher, Strukturen, die sich über Jahre bewährt haben, müssen auf den Prüfstand gestellt werden und vor allem: Das ganze Unternehmen gehört einbezogen, nicht nur die Führungsetage oder einzelne Abteilungen, sondern alle Mitarbeiter. Was nützen die neueste Hard- und die neueste Software, wenn ihre fachgerechte Nutzung Probleme bereitet? Eine Möglichkeit, damit Angestellten den Umgang mit unterschiedlichsten Programmen und Tools erlernen können, sind Weiterbildungen und Schulungen, wie sie z. B. medienreich an mehreren Standorten anbietet.

Leipzig als Vorreiterrolle

Unter anderem auch in Leipzig, das eine entscheidene Rolle dabei spielen soll, die Digitalisierung voranzutreiben: Im letzten Monat nahm das Smart Infrastructure Hub seine Arbeit auf. Ziel ist es, branchenübergreifend Ideen und Konzepte zu entwickeln, die dabei helfen sollen, die Stadt und ihre verschiedenen Abläufe zu vernetzen und zu digitalisieren, um sie so effizienter zu gestalten. Der Fokus liegt hier auf den Bereichen Energie- und der Gesundheitsversorgung sowie dem Konzept der Smart City, das das Leben in der Stadt nicht nur effizienter, sondern auch sozialer und nachhaltiger werden lassen soll, etwa durch Car-Sharing, freie WLAN-Hotspots oder Online-Termine bei Behörden, aber auch durch Nachbarschaftsprojekte wie urbanen Gartenbau oder Foodsharing.

Kooperation mit dem SpinLab – The HHL Accelerator

Dabei arbeitet das Smart Infrastructure Hub auch mit dem SpinLab der HHL Leipzig Graduate School of Management zusammen, einem Projekt, das Gründer, Start-ups und kreative Ideen fördert. Bereits zum siebten Mal wurden im August zehn Bewerberteams ausgewählt, die auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei für sechs Monate an ihren Projekten arbeiten können und dabei intensiv mit Fachwissen, Startbudget und professionellen Ansprechpartnern unterstützt werden. Auch diese Runde gibt es wieder vielfältige Ideen wie etwa eine algorithmusbasierten App fur Schwangere. Der Geschäftsführer des SpinLabs, Dr. Eric Weber, sieht die Zusammenarbeit ebenfalls positiv: "Mit dem Smart Infrastructure Hub wollen wir unsere Aktivitäten zwischen etablierten Unternehmen, Wissenschaft und Start-ups in der Stadt besser vernetzen und weiter digitalisieren." Gemeinsam soll dafür Sorge getragen werden, dass Leipzig sich als Innovationsstandort etabliert und somit dazu beiträgt, dass Deutschland international konkurrenzfähig bleibt.

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