Abkürzungen und Redewendungen aus der Onlinesprache

So manchem graut es und die Rede ist von regelrechter Anarchie, was die Rechtschreibung angeht. Man liest unvollständige Sätze, irgendwelche angereihten Buchstaben und die Grammatik ist sowieso egal. Jedoch wo einige Sprachbewahrer den Untergang der korrekten Sprache und Schrift sowie einen Kulturverlust vermuten, sehen andere darin auch einiges an Kreativität. Die Rede ist hier von den Abkürzungen und Redewendungen aus dem Internet bzw. aus der Onlinesprache.

Wenn es schnell gehen muss, sind diese Internet-Abkürzungen oder Redewendungen wirklich sehr praktisch. Zum Beispiel, wenn es um das Chatten oder das Senden von Nachrichten über WhatsApp ohne ähnliche Anbieter geht. Generell einfach dort, wo es sich um die sozialen Netzwerke handelt. Darüber hinaus sind solche Kürzel auch sehr nützlich und sinnvoll, wo es für Text an ausreichenden Platz mangelt. Da hilft es, wenn man Zeichen einsparen kann. Wenn einem, wie zum Beispiel bei Twitter, nur wenig Zeichen für eine Nachricht zur Verfügung stehen, dann kürzt man gerne ab. So wird dann schon mal aus "Oh mein Gott" einfach "OMG" und "aus vollem Hals lachen" dann "LOL" (für das englische "Laughing Out Loud"). Auch Sätze wie "gehn essen, nom nom" und "späta party?"sowie "yup, bin dabei. bäm!" können einem unter die Augen kommen.

Kann man so oder so sehen
Wie gesagt, dort wo für mehr Text der Platz nicht reicht, sind diese Internet-Abkürzungen absolut hilfreich. Doch dort, wo die Textlänge eigentlich keine Rolle spielt, sollen sich eine Menge von Nutzern von den Abkürzungen eher genervt fühlen. Egal welche Meinung man nun dazu hat, in der heutigen Zeit sind die Kürzel und auch die Smileys/Emojis ein fester Bestandteil vor allem in Kurznachrichten, den sogenannten Instant Messages, E-Mails und Chats. Schnell getippt, Zeit gespart!? Aber auch nur dann, wenn der Empfänger die Bedeutung der häufig englischen Ausdrücke (siehe z.B. LOL) auch wirklich kennt. Ansonsten könnte es nur umständlicher und zeitaufwendiger werden. Zum Thema Onlinesprache kann man zusätzlich viel Erklärendes zum Beispiel bei www.onlinesprache.de finden.

Menschen, die einen guten Sprachgebrauch lieben und auch so manche Eltern sollen wohl schon bei dem Gedanken daran das Grauen bekommen. Es wird befürchtet, dass das Chatten, Bloggen und Twittern die Sprache der Kinder, Heranwachsenden und jungen Erwachsenen total verhunzt. Doch Experten sollen bei diesem Thema Entwarnung geben und sogar behaupten, dass die digitale Kommunikation die Sprachgewandtheit fördern könnte.

Beispiele für beliebte Abkürzungen
Hier sollen nun einige Beispiele von beliebten Abkürzungen genannt werden. Drüber hinaus gibt es noch sehr viel mehr Abkürzungen. Sogar solche, die für Laien wie eine regelrechte Geheimschrift wirken können. Viele würden wohl nicht darauf kommen, dass 143 "Ich liebe dich", 2L8 "zu spät" und 4YEO/FYEO "Nur für deine Augen" (Vertraulich, nur für den Empfänger bestimmt) bedeutet. Diese und noch mehr solche Beispiele findet man übrigens hier.

Aber nun doch endlich zu den beliebtesten und vielleicht auch den bekanntesten Kürzeln:
So schreibt man zum Beispiel statt "Wochenende" nur noch "WE", "bäm" für "totale Begeisterung", "nom nom" für "lecker" oder "Jip" für "Jippie". Dazu kommt "HDL" für "Hab dich lieb", "Thx", für "Thanks/Danke" oder "CU" für "See you/man sieht sich".

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