Welche Instandsetzungen im sanitären Bereich lassen sich selbst durchführen?

Viele Menschen in Leipzig und der Region wünschen sich sauberes, keimfreies und unbelastetes Trinkwasser. Sachsen hat eine gute Trinkwasserqualität, das garantieren die öffentlichen Stadtwerke. Fließt das Wasser jedoch durch alte Leitungen, können giftige Schwermetalle von der Innenseite der Wasserrohre abgelöst werden und mit dem Wasser aus dem Hahn fließen.

Jeder kann leicht selbst einen Trinkwassertest zu Hause durchführen, um zu erfahren, wie stark das eigene Wasser mit Schadstoffen belastet ist. Im Vergleich zum Rest der Bundesrepublik befinden sich im sächsischen Trinkwasser relativ hohe Pestizidrückstände von Düngemitteln aus der Landwirtschaft. Jedoch liegen diese deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Maximalwerten für Trinkwasser.

Es ist durchaus möglich, einige Rohrleitungen im Eigenheim auszutauschen, wenn das Haus schon lange steht. Als Mieter in einem Mehrfamilienhaus hat man diese Möglichkeit allerdings nicht, da die Leitungen im Haus nicht selbst erneuert werden können. Es kann aber zum Beispiel von der gesamten Mietergemeinschaft auf ein eventuell mit Schwermetallen hoch belastetes Trinkwasser aufmerksam gemacht werden.

Alle zusammen können beim Hauseigentümer gegebenenfalls erwirken, dass alte Rohre ausgetauscht werden. Ansonsten bleibt nur ein Wasserfilter, welcher mit Aktivkohle und anderen Elementen nicht nur Keime und Bakterien, sondern auch Schwermetalle und Pestizidrückstände aus dem Leitungswasser filtert.

Das neue Bad im Eigenheim
Nach dem Kauf eines älteren Hauses kann es sinnvoll sein, vor dem Einzug umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Bei dieser Gelegenheit können auch die Rohrleitungen in Bad und Küche auf Funktionalität und Beschaffenheit überprüft werden. Kommt nach langer Nicht-Nutzung rostbraunes Wasser aus dem Hahn, ist dies meist kein Grund zu Sorge.

Kommt aber auch bei regelmäßiger Nutzung der Rohrleitungen immer wieder rostiges Wasser aus dem Wasserhahn und/oder der Dusche, sollten die Wasserrohre nach Möglichkeit ersetzt werden, da sie innen stark korrodiert sind. Es gibt eine Menge relevanter Utensilien für die Sanitär- und Badplanung, welche dabei helfen, hohe Kosten für eine professionelle Fachfirma einzusparen.

Häufig bleibt jedoch nicht die Zeit, sich umfangreich in die Materie einzuarbeiten und die Handwerksarbeiten dann ebenso fachmännisch durchzuführen wie ein ausgebildeter Handwerker, der dies jeden Tag macht. Vor allem, wenn Arbeiten am Erdreich auf dem eigenen Grundstück nötig werden, sollte in Betracht gezogen werden, die Rohr-Arbeiten an einen Profi abzugeben und lieber die Rechnung (inklusive gesetzlicher Garantie) zu bezahlen, anstatt selbst auf eigene Faust an den Zu- und Ableitungen herumzuwerkeln.

Rohre im neuen Zuhause unter Putz legen
Sind im gekauften Wohneigentum noch sichtbare Metallrohre verlegt, was in Sachsen durchaus häufig vorkommt, können diese in der Wand versteckt werden. Für Laien empfiehlt es sich auch für diese Rohrarbeiten, einen Fachmann aus der Region zu beauftragen. Die Wasserrohre müssen nämlich vollständig gekappt und an anderer Stelle akkurat mit neuen Rohrleitungen verlötet werden.

Außerdem muss die Wand aufgestemmt werden, damit die neuen Wasserrohre unsichtbar verlegt werden können. Hier ist es natürlich auch wichtig, dass an den betreffenden Stellen keine Stromleitungen in der Wand verlaufen. Ein exakter Schaltplan des neuen Hauses hilft bei der Orientierung. In Küche und Bad werden kaum Telefonkabel in der Wand verlaufen, je nach örtlicher Gegebenheit kann es jedoch trotzdem sein, dass derartige Leitungen an Bad oder Küche entlanglaufen, um die anderen Zimmer zu erreichen.

Gefahrenquellen beim selbstständigen Rohre verlegen
Werden bei den Arbeiten an der Wand Stromleitungen getroffen, kann es zu einem Kurzschluss kommen. Grundsätzlich sollten bei allen Handwerksarbeiten im Haus oder der Wohnung, im jeweiligen Zimmer die Sicherungen herausgenommen werden, sodass die Steckdosen und die Deckenbeleuchtung keinen Strom führen. Werden Stromkabel in der Wand beschädigt, kann dies zu einem Kabelbrand führen, der sich nicht nur an der Stelle des Schadens bemerkbar macht, sondern sich über die gesamte Wohnfläche ausbreiten kann. Werden Stromleitungen beim Rohre verlegen beschädigt, müssen diese zügig neu isoliert werden. Bis der Schaden behoben ist, darf der Strom nicht eingeschaltet werden.

Ein exaktes Ausmessen der Rohrleitungen hilft dabei, später akkurat arbeiten zu können. Zu kurze Rohre dürfen nicht mit Kunststoffverbindern verlängert werden, außerdem müssen alle Durchmesser der einzelnen Rohre zueinander passen.

Wasserrohre sind in Deutschland genormt, sodass alle passenden DIN-Anschlüsse miteinander verbunden werden können. Sind in der Wohnung oder im Haus noch alte Bleirohre verlegt, sollten diese möglichst schnell ersetzt werden, denn Blei im Trinkwasser stellt für alle im Haushalt lebenden Personen und Tiere eine unsichtbare Gefahrenquelle dar.

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