Ungewissheit, Ängste und massenhaft Zeit – Corona betrifft mittlerweile jeden

Zuerst dachten viele an ein rein chinesisches Problem, nun beschäftigt es den gesamten Globus – das Corona Virus betrifft alle und wirft wegen der massiven Einschränkungen eine Reihe von Fragen auf.

Ihren Anfang nahm die Verbreitung des Virus in Europa in Italien. Von dort breitete es sich durch den Reiseverkehr rasant in andere Staaten aus. Gefordert und teilweise überfordert versucht nun die Politik der Lage Herr zu werden. Vordergründiges Ziel dabei ist die Erhaltung des Gesundheitssystems. In Italien kollabierte das System bereits und auch Spanien steht kurz davor. Diese Systemerhaltung geschieht in erster zu Lasten der persönlichen Freiheit sowie der Wirtschaft.

Angesichts der gesetzlich angeordneten Schließungen bangen viele Unternehmer um ihre Existenz. Zwar wurden sowohl von der Bundesregierung als auch der Union ein milliardenschweres Hilfspaket zugesichert, allerdings bestehen Unklarheiten darüber, wie dieses genau aussieht und ob es sich für Einzelne bis zum Anlaufen der Maßnahmen noch ausgeht. Leipzig hat nun eine Hotline für Unternehmer eingerichtet.

Betroffen ist jedoch nicht nur die Wirtschaft, auch Kulturschaffende stehen derzeit ohne Arbeit und somit ohne Einkommen da. Sämtliche Veranstaltungen sind abgesagt, Kultureinrichtungen wie Theater allesamt zu schließen. Gerade diese Sparte trifft es nun besonders hart, lebte sie doch bereits in der Vergangenheit schon eher am Limit, quasi von Auftrag zu Auftrag. Angesichts der ohnehin schon prekären Lage, sind Reserven meist Mangelware. Leipzig arbeitet nun an einem Soforthilfeprogramm für Kulturschaffende, wie Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke bekanntgab. Zugesagt wurde außerdem finanzielle Hilfe vom Freistaat Sachsen.

Auswirkungen für jeden Einzelnen

Zusätzlich zu den finanziellen Unsicherheiten kommt es nun auch zu Spannungen im persönlichen Bereich. Niemand kann konkret sagen, wie lange die nun geltenden Ausgangsbeschränkungen dauern und ob sie nicht noch verschärft werden. All diese einzelnen Faktoren wie Home Office, Schulschließungen und durchgehendes Zusammenkleben in den eigenen vier Wänden, führt zu großen Herausforderungen vor die der Familienverband gestellt wird. Wegen der hohen Preise im Immobiliensektor sind viele Menschen zudem gezwungen, in viel zu kleinen Wohnverhältnissen ihr Auslangen zu finden. Fehlen Rückzugsmöglichkeiten sowieso schon, belastet das nun zusätzlich.

Was tun gegen den Lagerkoller

Wer seiner Arbeit zu Hause nachgehen kann, hat wenigstens etwas Struktur und Beschäftigung. Schulpflichtige Kinder sind vormittags im Idealfall auch beschäftigt, denn Schulschließungen bedeuten nicht Freizeit, sondern Home Learning. Eine große Rolle in vielen Haushalten wird angesichts der eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten dieser Tage der Fernseher haben. Nur wird das mit der Zeit auch langweilig und vielleicht nehmen Sie ja nun die bereits lang geplante Aufräumaktion in Angriff. Möglicherweise verspürt dabei mancher den Wunsch, gleich die gesamte Wohnung umzukrempeln, den Fernseher mit Hilfe einer TV Wandhalterung zu montieren und alle beweglichen Möbelstücke an einen neuen Platz zu stellen. Viele entwickeln nach so einer Aktion übrigens auch neue Blickwinkel für bereits lange vorhandenen Probleme und lösen sie nun schneller.

Möglichkeiten, aus dieser Situation das beste zu machen, gibt es einige. Welches Buch wartet seit Monaten darauf, endlich verschlungen zu werden oder welche Sprache wollten Sie schon seit Jahren lernen – jetzt ist massenhaft Zeit für all diese Vorhaben vorhanden und Ausreden wohl nur schwer zu finden.

In diesem Sinne: Nutzen Sie die sich nun ergebende Situation und bleiben Sie gesund.

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