Überblick für den Umzug: Umzugskosten berechnen und planen

Von Anschaffungskosten für neues Mobiliar über notwendige Nachsendeanträge und Ummeldungen bei Stromanbietern oder Telekommunikationsunternehmen bis hin zu Kostenpauschalen für Umzugsunternehmen - ein Umzug ist in der Regel mit weiteren Zusatzkosten verbunden. Zwar lassen sich diese Kosten mit einigen Tricks minimieren, doch ganz zu vermeiden sind sie nicht. Doch mit welchen Umzugskosten muss ich rechnen und wie nützlich sind sogenannte Umzugskostenrechner?

Wie sinnvoll ist die Beauftragung einer Umzugsfirma?

Egal wie akribisch die Planung auch ausfällt, ein Umzug erfordert stets einen hohen Zeitaufwand. Das nötige Zeitinvestment richtet sich nach dem Ausmaß des Umzugs sowie nach dem persönlichen Inventar. Während der Umzug noch in jungen Jahren und mit der tatkräftigen Unterstützung von Freunden und Familie leicht von der Hand geht, sieht das in ein paar Jahren anders aus. Je mehr Umzugsgut sich in den Jahren anhäuft, desto kostspieliger und zeitaufwendiger gestaltet sich die Chose. Vor allem in späteren Jahren, etwa wenn Kinder im Spiel sind, sammeln sich zahlreiche Gegenstände und Kleinigkeiten an: Die Umzugskartons stapeln sich. Pauschal gesagt ist ein eigenständiger Umzug mit minimalistischem Hausstand durchaus machbar. Mit wachsendem Inventar jedoch wächst das Unterfangen. Abhilfe schaffen etwa lokale Umzugsunternehmen.

Welche Kostenpunkte fallen an?

Wie teuer der Umzug letztlich ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Umzugskostenrechner lassen sich die individuellen Kosten in etwa abschätzen. Zu den Kostenposten gehören etwa Kosten für die Doppelmiete, insofern sich im passenden Zeitraum kein Nachmieter finden lässt. Zu den kostspieligsten Faktoren zählen etwa die Umzugsstrecke sowie das Ausmaß des Umzugs. Abhängig von der Distanz zwischen den Wohnorten steigen die Transportkosten sowie die Kosten für Transportunternehmen massiv. Im Zuge der Umzugsstrecke spielt auch die Umzugsgröße eine entscheidende Rolle. Die Transportkosten sind bei geringem Inventar deutlich geringer, da gegebenenfalls ein PKW völlig ausreicht. Im Falle eines professionellen Umzugsunternehmens handelt es sich hierbei meist um den größten Kostenpunkt.

Pauschal gesagt beginnen die Kosten für ein Umzugsunternehmen bei knapp 500 Euro, insofern sich das neue Objekt im selben Wohnort befindet. Die Kosten richten sich nach den Quadratmetern. Im Falle eines Langstreckenumzugs betragen die Kosten minimal 1.500 Euro. Für Verpackungsmaterial und weitere Materialien fallen bei einer 3-Zimmer-Wohnung rund 100 Euro an. Je nach Zustand fallen weitere Kosten für Renovierung und Provision an.

Wie kann ich meine Umzugskosten leicht berechnen?

Neben Erfahrungswerten bietet das Internet eine gute Anlaufstelle zur Ermittlung anfallender Umzugskosten. Sind sämtliche Kostenpunkte bekannt, hilft ein Umzugskostenrechner weiter. Vor allem für Privatpersonen ohne Erfahrungswerte kann ein Umzugskostenrechner erste Anhaltspunkte für etwaige Kosten liefern. Leider ersetzt ein solcher Rechner keine professionelle Beratung, eine genauere Abschätzung über die Kosten sowie einen Kostenvoranschlag ist von privaten Umzugsunternehmen erhältlich.

Gibt es finanzielle Fördergelder beim Umzug?

Jeder Steuerzahler kann Umzugskosten steuerlich geltend machen. Zur korrekten Abwicklung über die Steuererklärung sind sämtliche Belege für eine beauftragte Umzugsfirma sorgfältig aufzuheben und einzureichen. Absetzbar sind unter anderem Kosten für den Transport, Reparaturkosten im Falle eines Transportschadens, Maklergebühren, eine Kilometerpauschale sowie doppelte Mietzahlungen.

Werden Sozialgelder bezogen ist das Jobcenter der erste Ansprechpartner. Zu den triftigen Gründen eines Umzuges gehören berufliche Gründe sowie eine Scheidung oder Trennung.

Tipps und Ratschläge zur Kostenminimierung

Die größte Ersparnis lässt sich durch eine entsprechende Eigeninitiative erreichen. Umzugsunternehmen verursachen große Kosten. In einigen Fällen ist eine Beauftragung jedoch nicht vermeidbar. Weitere Kosten lassen sich durch das Ausleihen von Umzugskartons sowie das rechtzeitige Kündigen von wohnungsbezogenen Verträgen sparen. Hohe Kosten entstehen in der Regel etwa durch Doppelverträge oder Doppelmieten.

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