Was bedeutet psychosomatische Grundversorgung?

Die psychosomatische Grundversorgung ist noch nicht flächendeckend vorhanden. Patienten mit psychosomatischen Krankheiten haben es immer noch schwer, effektiv behandelt zu werden. Viele erkrankte Personen leiden deshalb unnötig lange, obwohl es Behandlungsmöglichkeiten gibt. Nur stehen diese nicht überall zur Verfügung, weil die eigentlichen Ursachen noch nicht von jedem Arzt erkannt werden können. Vielleicht ist es wichtig, zunächst etwas näher darauf einzugehen, was psychosomatische Erkrankungen sind.

Psychosomatische Krankheiten äußern sich in unterschiedlicher Weise

Jeder Mensch kann von solchen Beschwerden betroffen sein. Fast jeder Mensch hatte wahrscheinlich schon einmal das Gefühl, vor lauter Aufregung nichts essen zu können. Vielleicht stand die Führerscheinprüfung oder eine berufliche Qualifikationsprüfung an. Ist die Prüfung überstanden, kommt sofort der Appetit zurück. Leidet ein Patient jedoch unter ständigem Stress oder wird er von Ängsten verfolgt, dann können die unbehaglichen Symptome dauerhaft anhalten. Die Symptome können sich folgendermaßen äußern:

  • Essstörungen von Appetitlosigkeit bis zur Esssucht

  • Schlafstörungen und nächtliche Schweißausbrüche

  • Rückenschmerzen, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen

  • Schwindelgefühl und Herzrasen

Das sind nur einige der häufigsten Symptome. Die eigentliche Schwierigkeit ist, dass diese Symptome auch durch andere Krankheiten ausgelöst werden können. Sobald ein Patient mit chronischen Essstörungen zum Arzt geht, wird dieser ihn zu einem Internisten oder zu einem Gastroenterologen schicken. Findet dieser Facharzt keine Ursache im Verdauungssystem, schickt er den Patienten zu einem anderen Facharzt. Irgendwann kommt der Patient sich vor, als wäre er ein Simulant. Mitunter nehmen sogar die Ärzte die geschilderten Beschwerden nicht mehr ernst.

Nicht jeder Arzt kann psychosomatische Krankheiten diagnostizieren

Eigentlich ist die Diagnose gar nicht so kompliziert. Das größte Problem ist die Dauer. Die durchschnittliche Zeit, die ein Patient im Sprechzimmer beim Arzt verbringt, reicht nicht aus, um eine psychosomatische Erkrankung festzustellen. Die Diagnose dauert sehr lange. Diese Zeit kann sich der Arzt gar nicht nehmen, weil sie ihm auch nicht von der Krankenkasse vergütet wird. Deshalb bleibt es in den meisten Fällen dabei, die Symptome zu behandeln. Mittlerweile gibt es für nahezu jede Form von Beschwerde geeignete Medikamente. Diese wirken jedoch nur eine befristete Zeit und verursachen mitunter noch weitere Beschwerden.

Welcher Arzt kann derartige Krankheiten diagnostizieren?

Inzwischen kann sich jeder Arzt in dem Bereich fortbilden. Es werden Seminare angeboten, die mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Der interessierte Arzt kann ein solches Seminar mitunter mit einem Urlaub kombinieren. Zu diesem Thema kann jeder Arzt, der Interesse an einer Fortbildung hat, mehr erfahren. Ist die Teilnahme an einer solchen Fortbildung abgeschlossen, dann kann der Arzt auch die psychosomatische Grundversorgung übernehmen. Für den Arzt ist es sehr vorteilhaft, weil er sozusagen eine Marktlücke trifft.

Auch für die Patienten ist eine frühzeitige Erkennung der Ursache wichtig. Dadurch kann wesentlich schneller mit einer Behandlung begonnen werden. Psychosomatische Probleme lassen sich in der Regel sehr gut behandeln. Besonders wichtig ist es, dass der Patient zum Arzt ein Vertrauen aufbaut. Oftmals weiß der Patient selbst gar nicht so recht, warum er unter derartigen Beschwerden leidet. Zusammen mit dem Arzt kann die Ursache herausgefunden und behandelt werden.

Die Krankenkassen profitieren ebenfalls von einer flächendeckenden psychosomatischen Grundversorgung. Da die Symptome mitunter hohe Kosten verursachen, wäre es aus wirtschaftlicher Sicht besser, die Ursache in entsprechender Weise zu behandeln. Es gibt mittlerweile sehr gute Behandlungsmethoden. Bei diesen handelt es sich zumeist um Entspannungsübungen, die einfach in den ganz normalen Alltag integriert werden. Medikamentöse Behandlungen sind bei psychosomatischen Erkrankungen eher die Ausnahme.

Fazit

Die psychosomatische Grundversorgung steht derzeit noch am Anfang. Jeder Arzt hat jedoch die Möglichkeit, sich in diesem Bereich fortzubilden. Entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen werden an vielen Orten angeboten. Es stehen sogar Kombinationen mit einem Urlaub zur Wahl. Nicht nur die Ärzte haben Vorteile von der psychosomatischen Grundversorgung, sondern vor allem die Patienten sowie die Krankenversicherungen.

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