Der Kratombaum - ein Gewächs mit langer Tradition

Zunächst ist der Kratombaum ein sehr altes Gewächs, welches man hauptsächlich in den Regionen Malaysia und Borneo findet. Der immergrüne Baum steht meist in einer großen Gruppe und dichten Populationen und kann bei guten Böden bis zu 25 Metern heranwachsen. Die Borke des Baum ist leicht grau-braun und furchig. Bereits schon die Urbevölkerung des malaiischen Raumes nutzten von je her Kratom als Heil- und Genussmittel und tun es zum Teil noch heute.

Man nimmt an, dass der Baum auch in indischen Gefilden wuchs und er auch dort als so genannte heilige Nutzpflanze genutzt wurde. Insbesondere die malaiischen und muslimischen Minderheiten in den thailändischen Provinzen Narathiwat, Yala und Paatani nutzen noch heute Kratom als traditionelles Genussmittel. Aber auch hierzulande hat sich die Wirkung der legal erhältlichen Kratomblätter herumgesprochen und findet immer mehr Anhänger.

Drei verschiedene Sorten

Es gibt drei Sorten von Kratom, die sich durch ihre Blattfärbungen und die der Blattvenen auszeichnen. Sie sind mit weißen, roten und mit grünen Blattvenen bestückt. Die unterschiedlichen Sorten haben auch eine unterschiedliche Zusammensetzung, was die enthaltenen Alkaloide betrifft. Der Gehalt an Mitragynin, der sich hauptsächlich in den Kratomblättern befindet, ist abhängig vom Anbauort und der jeweiligen Erntesaison. Während Sorten mit weißen Blattvenen eher sehr aktivierend wirken sollen, wird den Sorten mit roten Blattvenen eine eher sehr beruhigende Wirkung nachgesagt. Grundsätzlich geht man davon aus, dass nur sehr geringe Dosen vom Kratombaum eine eher aktivierende und euphorisierende Wirkung erzeugen sollen und höhere Dosen wiederum dann allerdings sedierend wirken sollen. Da es aber grundsätzlich in der Natur viele unterschiedliche Varianten gibt und der jeweilige Alkaloidegehalt auch von diversen Standortfaktoren und klimatischen Einflüssen abhängt, kann man diese Erkenntnisse und Thesen nur als eine äußerst grobe Einschätzung ansehen. Wissenschaftlich fundierte Studien hierzu sind noch nicht existent. Auch sind die Meinungen rund um Kratom insgesamt sehr gespalten. Hier findet man noch mehr Wissenswertes und weitere Infos, speziell über den Kratombaum.

Der Konsum

Grundlegend und traditionell werden die frischen Kratomblätter in verschiedenen Teehäusern und Cafés von der Bevölkerung vor Ort einfach nur gekaut. Der Konsum der Blätter auf diese Weise gehört auch zu traditionellen Riten, die in der Regel in ein soziales Gefüge eingebunden werden. Als Europäer dann eher zu vergleichen mit einem gemütlichen Treffen im Café, wo man dann mit Gleichgesinnten und Freunden und Bekannten ein Kaffeekränzchen bei leckerem Kaffee und Kuchen zusammensitzt. Die Zubereitung als Aufguss und Tee ist zum Teil über viele Generationen hinweg überliefert worden. Der Tee aus den frischen Blättern des Kratombaums ist würzig und sehr kräftig im Geschmack. Auch die Verwendung von Fruchtsäften oder Süßungsmitteln ist hier möglich, dennoch gibt es bei der Zubereitung wie auch der Verabreichung regional verschiedene Riten, die sicherlich hauptsächlich kulinarische Gründe haben. Erst spät, im 20. Jahrhundert, wurde die Verwendung von getrocknetem Pflanzenmaterial des Baums entdeckt und genutzt. Die Wirkung des eher sehr bitteren Getränkes wird in der bisherigen Literatur als anregend beschrieben.

Es gibt dabei mittlerweile viele verschiedene Formen, um die Essenz der Blätter zu verstärken und zu optimieren. Bekannt ist, dass Kratom niedrig dosiert, eine stimulierende Wirkung haben soll und wird viel zur Bekämpfung von Müdigkeit bei langer Arbeitszeit in asiatischen Gefilden eingesetzt. In sehr hohen Dosen soll Kratom sedierende und zum Teil sogar auch narkotisierende Wirkungen haben und aufweisen können.

Es wird berichtet, dass der Wirkungseintritt manchmal schon nach nur 5 bis 15 Minuten eintreten soll. Andererseits soll es aber auch bei Manchen bis zu 45 Minuten dauern, bis eine Wirkung zu verspüren ist. Insgesamt sind die Meinungen über Kratom gespalten. Einige Anwender berichten davon, dass es Ihnen gut tuen soll, andere wiederum berichten von Unverträglichkeiten oder gar Allergie-artigen Vorkommnissen. Je nach der eingenommenen Menge des Kratoms dauert die Wirkung zwei bis maximal sechs Stunden an. Als Aufguss soll das Teegetränk im kalten Zustand schmackhafter sein, da dann die Bitterstoffe nicht so stark in den Vordergrund treten sollen. Dazu schmecken salzige Gebäcke, um die Bitterkeit zu minimieren.

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