Aromatherapeutische Kräuter zum Dampfen: Welche gibt es?

Kräuterverdampfer liegen im Trend. Immer mehr Anwender schwören auf die Wirkung aromatherapeutischer Inhaltsstoffe, die durch den Verdampfungsprozess besonders effektiv genutzt werden können.

Was bedeutet „aromatherapeutisch“?

Aromatherapeutische Ansätze sind ausgesprochen alt. Schon im Alten Ägypten wurden verschiedene Pflanzenteile durch Verbrennen zu therapeutischen Zwecken verwendet. Werden die Inhaltsstoffe bestimmter Kräuter und Blumen durch Verbrennung oder Verdampfen gelöst, treten wirksame Eigenschaften zu Tage.

Die Aromatherapie spricht den Geruchssinn an und trägt damit unter anderem zur Entspannung bei. Die Installation bestimmter aromatherapeutischer Stoffe kann Infektionen vorbeugen und bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten unterstützend wirken. Die Wirkstoffe reduzieren die Entzündungsneigung und verkürzen dadurch die Krankheitsdauer.

Wie funktioniert das Dampfen von Kräutern und Blumen?

Traditionell werden aromatherapeutische Kräuter verbrannt – das bekannteste Beispiel dafür sind sicherlich Räucherstäbchen. Mittlerweile gibt es mit Kräuterverdampfern jedoch eine Alternative zum Verbrennungsprozess. Hier werden Pflanzenteile in eine Kammer eingelegt und durch Erhitzung die gewünschten Bestandteile in einem Dampf gelöst. Die Verdampfer werden mittlerweile von zahlreichen Herstellern wie z.B. DynaVap angeboten.

Das Verdampfen bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem Verbrennungsprozess. Bei jeder Verbrennung entstehen zahlreiche Zusatzstoffe, von denen viele als ungesund gelten. Ein Beispiel dafür sind etwa polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die für Menschen und andere Organismen als toxisch gelten. Das Umweltbundesamt hat deshalb Höchstwerte für PAK in Lebensmitteln etc. festgelegt.

Diese Kräuter mit aromatherapeutischen Eigenschaften eignen sich fürs Dampfen

Es gibt eine Vielzahl von aromatherapeutisch einsetzbaren Pflanzen, die sich für Kräuterverdampfer eignen. Achtung: Viele dieser Pflanzen sind so wirksam, dass der Konsum in manchen Ländern verboten ist. Ein Beispiel dafür ist der blaue Lotus, der bewusstseinserweiternde Wirkungen aufweist und etwa in Polen und Russland auf der Liste verbotener Stoffe steht.

Basilikum

Basilikum kennt sicherlich jeder, der schon einmal gekocht hat. Doch diese Kräuter lassen sich auch dampfen. Der Pflanze wird seit der griechischen Antike eine starke Heilwirkung zugeschrieben. So kann Basilikum unsere DNA vor Oxidationsprozessen schützen, indem es freie Radikale unschädlich macht.

Basilikum wird gegen Grippe und Erkältung, aber auch gegen verschiedene Verdauungsprobleme eingesetzt. Auch der Einsatz gegen bestimmte psychische Beeinträchtigungen wie Depressionen oder Angststörungen ist weit verbreitet.

Katzenminze

Ein echter Geheimtipp ist die sogenannte Katzenminze – erhältlich im Baumarkt oder in einen Store für Tierbedarf. Verdampft wirkt Katzenminze leicht sedierend. Sehr wirksam ist diese Pflanze bei Grippe oder Erkältung sowie Ein- und Durchschlafproblemen.

Baldrian

Baldrian wurde von den alten Römern verwendet - ursprünglich als Parfüm, bald jedoch auch zu medizinischen Zwecken. Baldrian wirkt angstlösend und sedierend und fördert einen guten, erholsamen Schlaf. Der Effekt ist vergleichbar mit dem des Verdampfens von Lavendel.

Eukalyptus

Eukalyptus (Blaugummibaum) ist vor allem in Australien und Indonesien endogen. Hier gibt es mehr als 600 Arten. Rund 50 davon ermöglichen die Gewinnung von Eukalyptusöl – eines starken, ätherischen Öls das sich sehr gut zu aromatherapeutischen Zwecken eignet. Eukalyptus begegnet uns heute in zahlreichen Medizinprodukten zur Anwendung bei Erkältung und anderen Erkrankungen der oberen Atemwege. Auch dampfen lässt sich der wertvolle Stoff. Dann wirkt Eukalyptus besonders stark schleimlösend und entzündungshemmend. Außerdem bekämpft diese Pflanze Angst und Stress. Sie wirkt zudem antiseptisch und antiviral.

Ginseng

Ginseng gewinnt in der westlichen Welt seit Jahren als Nahrungsergänzungsmittel an Bedeutung. Ursprünglich stammt diese Pflanze aus Gebirgsregionen in Nordkorea, China und Sibirien. Medizinprodukte werden aus den Wurzeln gewonnen – und dies mittlerweile auf Plantagen weltweit.

Neben der oralen Einnahme eignet sich Ginseng auch zum Verdampfen. Die Pflanze gilt als stärkend – insbesondere im Hinblick auf die körpereigene Immunabwehr. Ginseng wirkt gegen Stress und Abgeschlagenheit, verbessert Lernvermögen und Gedächtnisleistung und wirkt ganz generell Müdigkeit und Erschöpfungszuständen entgegen. Wer regelmäßig Ginseng dampft, kann Studien zufolge das Risiko für grippale Infekte und Grippeerkrankungen signifikant senken. Sogar Eigenschaften als Potenzmittel werden der Pflanze zugestanden.

Grüner Tee

Gesundheitsexperten wissen: Nichts und niemals spricht etwas gegen eine Tasse grünen Tee! Bei grünem Tee werden Teeblätter nicht zementiert. Von schwarzem Tee unterscheidet sich der Tee nicht nur bei Zubereitung und Geschmack, sondern auch bei den Wirkungen der darin enthaltenen Stoffe.

Weit mehr als 100 Studien haben sich mit der medizinischen Wirksamkeit von grünem Tee befasst. Die Pflanze hemmt die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und weist positive kardiovaskuläre Eigenschaften auf. Auch zur Vorbeugung von Krebs soll sich die Pflanze eignen – insbesondere durch die in großen Mengen enthalten Polyphenole. Diese Wirkungen lassen sich auch durch Verdampfen erzeugen. Das gilt auch für die wachmachende Wirkung – direkt vor dem Schlafengehen ist diese Heilpflanze möglicherweise die falsche Wahl.

Hopfen

Hopfen kommt in zahlreichen Pflege- und Medizinprodukten zum Einsatz - und mittlerweile auch in Kräuterverdampfern. Keine Angst, liebe Biertrinker: Die Hallertau wird dadurch nicht abgeerntet, es bleibt noch genügend für den gelben Gerstensaft übrig! Hopfen wirkt gegen Stress und Schlaflosigkeit – nicht nur im Bier, sondern auch im Dampf!

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