Sommer, Sonne, Street Soccer

Sommer, Sonne – und die Stadt birst vor Aktivität. Anders als beispielsweise in Paris oder New York, wo jeder Einwohner, der seine sieben Sinne noch zusammen hat, in den Sommerferien Richtung Meer flüchtet und die Stadt den Touristen überlässt, erfreut sich Leipzig bei seinen Einwohnern auch und gerade im Sommer großer Beliebtheit. Schließlich ist es hier nicht nur schön – es ist auch jede Menge los.

Ob es nun die Festivalsaison ist, die endlich wieder startet, ob Ökofete, Lesung, Mammutmarsch oder „Mensch ärgere Dich nicht“-Meisterschaft – wollte man all die Angebote, die Leipzig bereithält, auch wirklich nutzen, wäre das ein echter Vollzeitjob, und trotzdem müsste man sich noch clonen!

Straßenfußball in Leipzig: eine Liebesgeschichte

Natürlich steht der Sommer in Leipzig auch ganz im Zeichen des Sports. Da gibt‘s beispielsweise Beachvolleyballturniere in Grünau, aber auch alle anderen sportlichen Aktivitäten machen an der frischen Luft einfach mehr Spaß. Und das ganz besonders, wenn ein Ball im Spiel ist. Benötigt beim Street-Basketball zumindest noch einen Korb oder anderweitig in der Luft angebrachten Ring als Tor, ist es beim Street Soccer – früher als gutes altes Hinterhofbolzen bekannt – einfacher: Man schnappt sich ein, zwei Fußbälle, ruft die Nachbarskinder (kleine wie große) zusammen und schon kann der Spaß beginnen. Bei den ganz Kleinen erfreuen sich die Light Bälle der Junior-Liga einiger Beliebtheit, manchen kann es nicht bunt genug sein, andere lieben minimalistisches Design in schwarz-weiß. Wie er auch aussieht – Hauptsache, der Ball ist rund!

Und das Runde muss bekanntlich ins Eckige. Die Edelvariante für den Straßenfußball stellt ein faltbares Aluminium-Minitor dar. Wem das zu unhandlich und vor allem zu wenig spontan ist, hält Ausschau nach Bestehendem, aus dem sich ruck-zuck ein Tor improvisieren lässt. So stehen auf vielen alten Leipziger Höfen noch Teppichstangen, die öfter mal als Ziel herhalten müssen. Aber nicht einmal das ist ein Muss, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Tor und ein Spielfeld, wie die Straßenfußballer im westafrikanischen Guinea-Bissau beweisen. Aber auch Leipzig ist in Sachen Straßenfußball kein Neuling mehr. Mit dem FC Blau-Weiß Leipzig gibt es sogar einen Fußballverein, der der satzungsgemäß den Straßenfußball fördert. Damit ist er der einzige in ganz Sachsen! Nicht zuletzt tut sich der FC Blau-Weiß mit der Organisation des größten Straßenfußballturniers in Leipzig, der DB-UNITED-TROPHY im Leipziger Hauptbahnhof , hervor.

Soccerhalle oder Hinterhof-Feeling?

Mit der Soccerhalle Leipzig wurde dann sogar eine Indoor-Spielstätte für den Straßenfußball geschaffen – inklusive Kunstrasenbelag, angeschlossener Fußballschule und Sportsbar. Sogar Kindergeburtstage lassen sich hier feiern. Ein schönes Erlebnis, aber das echte Street Soccer Feeling braucht ein gewisses Hinterhofgefühl, fernab von Kunstrasen und elterlicher Aufsicht, wo der Ton in der Hitze des Spiels auch schon mal rauer wird, hinterher aber trotzdem noch alle gute Freunde sind. Es ist ein kleines Großstadtabendteuer – oder ein großes Abenteuer für Kleine, so ein Straßenfußballmatch.

Wem danach der Sinn nach einem geordneteren Abenteuer in der Stadt steht, der wird sicherlich bei dem einen oder anderen dieser zehn Tipps für die aktive Freizeitgestaltung in der Leipzig Region fündig. Wie wäre es beispielsweise mit der Jump House Experience? Fußballschuhe benötigt man hierfür allerdings nicht, denn gejumpt wird auf Socken. Aber die Muskeln, die man dabei aktiviert – die helfen garantiert auch beim nächsten Street Soccer Match weiter.

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