Seriöse Online Casinos als Alternative zur Spielbank Leipzig?

Seit Mitte April ist die Spielbank Leipzig geschlossen. Zwar wird dieser Zustand nicht dauerhaft sein. Das Casino Petersbogen schließt wegen Renovierung nur vorrübergehend. Allerdings müssen sich Besucher und Casinofans noch bis Juli 2019 gedulden. So lange sollen sich die Renovierungsarbeiten noch hinziehen. Oder es wird auf die beiden anderen sächsischen Spielbanken in Dresden und Chemnitz ausgewichen. Beide sind mit jeweils ein- bis eineinhalbstündigen Autofahrten verbunden. Noch weiter weg sind die Casinos jenseits der deutsch-tschechischen Grenze.

Keine zufriedenstellende Situation für Casinosfans, die in Leipzig regelmäßig an den Roulette-Tischen Platz genommen oder Poker gespielt haben. Bleibt die Suche nach Ausweichmöglichkeiten. In den letzten Jahren sind online diverse Spielangebote für Casinofans entstanden. Das Problem: Anders als Sportwetten, deren Angebote – danke inländischer Lizenzen – akzeptiert sind, wird um Online Casinos nach wie vor gestritten.

Internetcasinos: Die rechtliche Situation

Befürworter und Kritiker schieben sich immer wieder Argumente Online Casinos betreffend hin und her. Verwirrung lässt sich so natürlich nicht ausräumen. Und schon gar nicht entsteht Rechtssicherheit. Das Problem: Nach § 285 StGB (Strafgesetzbuch) ist auch die Teilnahme an illegalem Glücksspiel strafbar. Und es will sicher niemand Ärger mit Staatsanwalt und Polizei riskieren.

Problematisch ist die Situation in Deutschland, da hier zwei Rechtsordnungen über Kreuz liegen. Einerseits das deutsche Recht, auf der anderen Seite EU-Recht. In Deutschland ist das Glücksspiel im Netz Sache der Länder. Eigentlich sollte es in der Vergangenheit flächendeckende Regelungen geben. Einige Länder, wie NRW oder Schleswig-Holstein sind mit dem Inhalt allerdings nicht zufrieden – und haben Reformen immer wieder platzen lassen.

Ergebnis ist eine kuriose Situation: Schleswig-Holstein hat Lizenzen vergeben, die im Rest der Bundesrepublik eigentlich nicht gelten. Noch komplexer wird die Situation durch Lizenzen aus der EU. Seriöse Online Casinos mit europäischen Lizenzen setzen meist auf Gibraltar und Malta. Basierend auf der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der EU kann Deutschland deren Angebote nicht einfach blockieren.

Lizenz & Co.: Was ist wichtig?

Hessen hat für 2019 einen Alleingang angekündigt, wenn sich auf Bundesebene keine Regelungen finden lassen. Damit zerbröckelt die Mauer der Länder, die jedes Online Glücksspiel am liebsten kategorisch verbieten würden. Wer sich als Casinofan in der Zwischenzeit schon nach passenden Anbietern umschaut, achtet am besten auf einige Punkte.

  • AGB: Das Kleingedruckte zu lesen ist Pflicht. Hier werden alle relevanten Informationen verankert – inklusive des geltenden Rechtsstandes. Seriöse Anbieter übersetzen die AGB ins 

  • Deutsche. Alles andere führt zu Missverständnissen. Niemand kann von Casinofans erwarteten, dass für diese fließendes Englisch keine Hürde ist.

  • Bonusaktivierung: In der iGaming-Szene ist immer noch eine automatisierte Aktivierung der Boni verbreitet. Seriöse Spielbanken bieten Neukunden zumindest die Option des Opt-Out. Der Grund sind die Bonusbedingungen, welche ansonsten zu einem Hindernis werden können.

  • Ein wichtiger Aspekt ist beim Bonus zu prüfen: die Wagering Contribution. Letztere zielt auf die Umsatzanteile einzelner Spiele ab. Beispiel Slots: Hier wird der Einsatz oft 1:1 auf den Rollover angerechnet. Bei Tischspielen sind es oft nur noch wenige Prozent des Einsatzes, die eine Rolle spielen. Seriöse Online Casinos versuchen eine Balance zu finden. Leider zeigen Erfahrungen aus der Praxis, dass Angebote existieren, bei denen die Wagering Contribution äußerst restriktiv gehandhabt wird.

  • Bonusbedingungen: Unfair – so lassen sich die Bonusregeln bei einigen Anbietern beschreiben. In diesem Zusammenhang sind mehrere Aspekte zu beachten. Einmal ist die Frage des Rollovers zu klären. Hierbei handelt es sich um eine Umsatzanforderung, welche vor der Auszahlung von Bonusgeld (und den Gewinnen) zu erfüllen ist. Sehr hohe Rollover sind ein Problem. Noch höher wird die Hürde, wenn für das Umsetzen der Bonusanforderung nur sehr wenig Zeit bleibt. 30 Tage sollten es schon sein. Leider sind immer wieder Casinos zu finden, bei denen gerade einmal sieben Tage bleiben.

  • Kundendienst: Dieser Punkt gehört auf die Liste. Trotzdem genießt der Support nicht die Wertschätzung, welche er eigentlich verdient. Angesichts der technischen Möglichkeiten ist es nicht ausreichen, sich als Casino auf einem simplen FAQ und E-Mail-Formularen auszuruhen. Seriöse Anbieter mit einem gewissen Anspruch an Qualität setzen auf Live-Chat und/oder Hotline.

  • RTP: Der Return to Player ist die Auszahlungsquote – also das Verhältnis der Spielereinsätze zu den ausgezahlten Gewinnen. Generell liegen Online Casinos unter 100 Prozent. Je näher der RTP an 100 Prozent kommt, umso besser.

Ein wichtiger Aspekt ist beim Bonus zu prüfen: die Wagering Contribution. Letztere zielt auf die Umsatzanteile einzelner Spiele ab. Beispiel Slots: Hier wird der Einsatz oft 1:1 auf den Rollover angerechnet. Bei Tischspielen sind es oft nur noch wenige Prozent des Einsatzes, die eine Rolle spielen. Seriöse Online Casinos versuchen eine Balance zu finden. Leider zeigen Erfahrungen aus der Praxis, dass Angebote existieren, bei denen die Wagering Contribution äußerst restriktiv gehandhabt wird.

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