James Bond: Eine Kinolegende feiert Jubiläum

James Bond ist längst zu einer Kinolegende geworden – und das, obwohl der britische Geheimagent in der fast 60-jährigen Geschichte der Verfilmungen von mehreren Schauspielern verkörpert wurde. Was die meisten von ihnen jedoch gemein haben, ist ihre unwiderstehliche Ausstrahlung. Das Rollenbild verlangt es, dass sie Frauen betören und Männer mit Bewunderung auf sie reagieren. Neben seinem Charme und seinem Selbstbewusstsein glänzt Bond aber auch immer wieder mit seiner Ausrüstung. So trägt er beispielsweise perfekte Omega-Uhren für das Handgelenk, aus denen er in manchen Filmen sogar Laserstrahlen schießen kann. Zu den berühmten Bond-Gadgets gehörten auch eine Brille mit Röntgenblick und ein Feuerzeug, in dem sich eine Zeitbombe verbarg.

Was selbst vielen Bond-Fans nicht bewusst ist: Bevor 1962 der erste Kinofilm „James Bond – 007 jagt Dr. No“ erschien, gab es bereits eine Bond-Verfilmung. Im Jahr 1954 lief „Casino Royale“ im US-Fernsehen – allerdings nicht als eigenständiger Film, sondern als Episode der Anthologieserie „Climax!“. Als James Bond war darin der Amerikaner Barry Nelson zu sehen. Ihm gebührt somit die Ehre, als erster Schauspieler den berühmten Geheimagenten dargestellt zu haben. Mit dem Bond, den Generationen von Fans anschließend im Kino erleben sollten, hatte Nelsons Bond jedoch nicht viel zu tun. So lautete sein Spitzname „Jimmy“, zudem arbeitete er nicht für den britischen Geheimdient MI6, sondern für die fiktive US-Behörde Combined Intelligence.

Zum ersten „echten“ Bond wurde dann der Schotte Sean Connery, der zwischen 1962 und 1971 in sechs 007-Filmen zu sehen war. Zwischendurch, im Streifen „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ von 1969, übernahm der Australier George Lazenby die Rolle. Auf Connery folgte der Engländer Roger Moore, der zwischen 1973 und 1985 sieben Auftritte als James Bond hatte. Der Walser Timothy Dalton wirkte an „Der Hauch des Todes“ (1987) und „Lizenz zum Töten“ (1989) mit. Dann wurde er vom Iren Pierce Brosnan ersetzt, der in vier Bond-Verfilmungen von 1995 bis 2002 zu sehen war. Und damit sind wir beim aktuellen 007 angelangt: Daniel Craig.

Der 1968 geborene Engländer erhielt 2005 den Zuschlag, künftig den legendären Geheimagenten spielen zu dürfen. Gerüchten zufolge nahmen rund 200 Schauspieler am Casting teil. Dazu gehörte unter anderem der spätere Superman-Darsteller Henry Cavill, der für die Produzenten jedoch mit seinen 22 Jahren zu jung war. Auch der kroatische Schauspieler Goran Višnjić bewarb sich auf die Rolle, scheiterte jedoch am englischen Akzent. Die Australier Sam Worthington und Alex O’Loughlin kamen ebenso wenig in Betracht. Letztlich erhielt Daniel Craig den Zuschlag und hatte seinen ersten Auftritt als Bond 2006 in „Casino Royale“. Es folgten „Ein Quantum Trost“ (2008), „Skyfall“ (2012) und „Spectre“ (2015). Damit war Craigs Vertrag eigentlich ausgelaufen, und er hatte nicht vor, Bond ein weiteres Mal zu spielen. Als ihm die Produzenten jedoch ein Angebot über 50 Millionen Pfund vorlegten, konnte er nicht widerstehen.

„Keine Zeit zu sterben“, Craigs fünfter Auftritt als 007, wird gleichzeitig das 25. Kinoabenteuer von James Bond sein. Der Streifen sollte eigentlich im April 2020 in die Kinos kommen. Die Corona-Krise machte dieser Terminplanung jedoch einen Strich durch die Rechnung. Derzeit ist vorgesehen, dass „Keine Zeit zu sterben“ im November 2020 erscheint. Anschließend stellt sich eine spannende Frage: Wer wird Craigs Nachfolger? Bond hält also auch in Zukunft seine Fans in Atem.

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