Hundelaufband: Reha und Fitness für den Hund

Noch vor einigen Jahren konnte sich niemand vorstellen, dass auch Hunde nach einer Gelenkerkrankung oder einem schweren Unfall rehabilitiert werden können. Doch es gibt sie tatsächlich: die Laufräder, welche wir aus der Reha kennen. Sie ähneln sich in ihrer Konstruktion den handelsüblichen Trainingsgeräten. Doch entsprechend der vielen verschiedenen Hunderassen sind sie in unterschiedlichen Größen verfügbar.

Einsatzzwecke eines Hundelaufband
Hundelaufbänder eignen sich wie auch Trainingsgeräte für Menschen sowohl für die Mobilisierung nach einer Krankheit als auch für ein Fitness-Training. Im Bereich der Tiermedizin verwendet man sie, um beim Hund nach einer schweren Operation den Muskel-Apparat wieder aufzubauen und zu kräftigen. Sie bieten eine hervorragende Möglichkeit, die körperliche Fitness beim Hund, ohne das Risiko einer erneuten Verletzung wiederherzustellen.

Ein weiterer Einsatzzweck für ein Hundelaufband ist die Mobilisierung von Diensthunden. In einigen Bereichen haben die Tiere sehr anspruchsvolle und kraftaufwändige Aufgaben zu erfüllen. So beispielsweise bei der Bergrettung. Während der Rettung und Bergung vermisster Personen muss so ein Rettungshund großen Belastungen standhalten können. Gleiches gilt für Polizeihunde bzw. Spürhunde. Sie müssen oft nicht nur nach Spuren, sondern auch nach Personen suchen.

Trainiert wird in vielen Bereichen der Hunde-ausbildung sowie beim Hundesport. Daher setzen professionelle Hundeausbilder gerne ein Hundelaufband als zusätzliche Trainingsmaßnahme ein. Auch im privaten Bereich können mit einem Hundelaufrad Fitness und Kondition eines Hundes verbessert werden.

Bedenkliche Einsatzzwecke
Es gibt Hundebesitzer, welche aus Zeitknappheit ihrem Hund ein Laufband kaufen. Sie meinen, damit eine oder mehrere Gassi-Runden ersetzen zu können. Doch Hunde wollen sich in ihrer Umgebung draußen in freier Natur bewegen.

Außerdem wollen sie die Gerüche anderer Hunde wahrnehmen. Deshalb sollten Tierfreunde schon vor Anschaffung eines Hundes darüber nachdenken, ob sie auch Zeit für ihn aufbringen können. Ein Hundelaufband sollte nicht als Ersatz, sondern lediglich als zusätzliche Trainingsmaßnahme für mehr Power und Fitness dienen.

Geeignete Einsatzorte eines Hundelaufband
Hundelaufbänder sind in folgenden Einrichtungen und Institutionen zu finden:
• Tierarztpraxen
• Therapeutische Einrichtungen für Hunde
• Hunde-Ausbildungsstätten
• Hundesalons mit eigenem Trainingsbereich
• Bei einigen Hundezüchtern
• In Sport- und Abrichtungsstätten
• In manchen Privathaushalten

Normales Laufband auch für Hunde einsetzbar
Wer als zusätzliche Trainingsmaßnahme ein Hundelaufband anschafft, sollte auf eine ausreichend große Lauffläche achten. Denn damit Bello auch Spaß am Training hat, braucht er nicht nur Platz auf seinem Laufband.

Auch liebt er es, mit Frauchen oder Herrchen gemeinsam zu laufen. Für diesen Zweck könnte auch ein normales handelsübliches Laufband in Betracht gezogen werden. Allerdings eignen sich normale Laufbänder eher für kleinere und mittlere Hunderassen. Beim Vergleich der Laufbänder sollte man darauf achten, dass das Fitnessgerät mindestens eine Länge von 1,60 cm und einen verstellbaren Neigungswinkel hat.

Wieviel sollte ein Hund pro Tag laufen?
Hunde haben von Natur aus einen großen Bewegungsdrang, und diesem sollte ein Hundebesitzer auch nachkommen. Doch es verhält sich mit einem Hundelaufband wie bei allem neuen: Der Hund muss langsam und in kleinen Schritten daran gewöhnt werden.

Das Ausdauertraining für Hunde sollte mit einer täglichen Erwärm-Zeit von 10 Minuten beginnen und dann vorerst eine halbe Stunde nicht überschreiten. So kann der Hund langsam ein Gefühl dafür bekommen und die richtige Lauftechnik erlernen.

Schritt für Schritt kann nun die Zeit verlängert werden. Dabei ist stets auf erste Ermüdungserscheinungen zu achten. Wird dies beobachtet, sollte das Training beendet werden. Denn überstrapazierte Gelenke können dauerhafte Schädigungen mit sich ziehen.

Hinweis: Beim Training mit dem Hund auf einem Laufband ist stets seine Kondition und die Rasse zu berücksichtigen.

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