Glücksspiel-Boom im Netz: Experten fordern Aufsichtsbehörde

Laut Handelsblatt werden in Deutschland mit dem regulierten Glücksspiel jedes Jahr rund 35 Milliarden Euro umgesetzt - Tendenz steigend. Auch in Leipzig findet man nicht nur viele Besucher der örtlichen Spielhallen, wie etwa der Spielbank Leipzig oder der Merkur Spielothek, sondern auch viele Freunde des Online-Glücksspiels. Die Umsätze der Casinos im Internet steigen mit jedem Jahr weiter an, doch die Frage nach der Regulierung ist noch nicht abschließend geklärt. Um legalen Betreibern das Leben zu erleichtern und illegalem Glücksspiel vorzubeugen, schlug eine Gruppe von Experten jetzt eine Aufsichtsbehörde für das Online-Glücksspiel vor.

Aufsichtsbehörde gefordert

Die Glücksspiel-Frage ist auch in Leipzig noch nicht gelöst. Aufgrund des großen Booms der Branche in Deutschland haben Experten letztes Jahr beim 15. Glücksspielsymposium der Uni Hohenheim in Stuttgart erstmals eine deutschlandweite Aufsichtsbehörde für das Online-Glücksspiel gefordert. Aktuell sieht die Gesetzeslage vor, dass die Verantwortung für die Regulierung des Internet-Glücksspiels nicht bei der Bundesregierung, sondern bei den Bundesländern liegt. Dies regelt der Glücksspielstaatsvertrag. Allerdings steht der äußerst strikte Vertrag auch immer wieder in der Kritik, sowohl vonseiten des deutschen Gerichts als auch der Europäischen Union. Leipzig erlaubt es Betreibern aktuell nicht, Lizenzen für das Betreiben von Online-Casinos zu erwerben. Doch könnte sich dies mit der Einführung einer Aufsichtsbehörde ändern.

Online-Glücksspiel durch Lizenzen aus Schleswig-Holstein legal

Zwar können Online-Casino-Anbieter in Leipzig keine Lizenz erhalten, weil die örtliche Gesetzgebung dies nicht vorsieht. Casinos können jedoch eine Lizenz in Schleswig-Holstein erwerben und danach ihr Geschäft legal, reguliert und sicher im ganzen Land betreiben. Online Casinos aus Deutschland zu finden, ist für Freunde des Glücksspiels oft ein wichtiges Anliegen. Ratgeber im Internet werden daher stark nachgefragt und zeigen Kunden seriöse deutsche Anbieter wie LeoVegas, Dunder Casino oder Wunderino. Die Schwierigkeit beim Thema Regulierung besteht aber auch darin, dass vom Ausland aus betriebene Online-Casinos ohnehin auch von Deutschland aus besucht werden können. Eine Aufsichtsbehörde würde also unter Umständen auch von den deutschen Anbietern begrüßt werden - vorausgesetzt, die Gesetzgebung wird nicht restriktiver.

Was bedeuten die Veränderungen?

Genau diese bisher vorherrschende Restriktivität könnte sich durch den Vorschlag der Experten zur Regulierung ändern. Eine Aufsichtsbehörde für das Online-Glücksspiel könnte einerseits Anbieter noch genauer auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Glücksspiel prüfen. Andererseits könnte eine solche Behörde es den heimischen Online-Casinos vereinfachen, ihren Betrieb in Deutschland fortzuführen oder neue Lizenzen zu erwerben. Auch ist es an der Zeit, dass das Glücksspiel im Internet gesellschaftlich ebenso als etablierter Freizeitvertreib behandelt wird wie andere Online-Aktivitäten auch. Videospiele galten zum Beispiel lange Zeit als kontrovers. Inzwischen veranstalten Hochschulen wie die HTWK Leipzig aber sogar Informationstage und Computerspielnächte zum Thema. Von verbesserten Gesetzen könnten also alle betroffenen Seiten profitieren. Nicht zuletzt die Kunden, die ebenfalls an einem verantwortungsvollem Freizeitvertreib interessiert sind.

Fazit

Während Casinos wie die Spielbank Leipzig florieren, gibt es umfangreiche Diskussionen rund um das Glücksspiel im Netz. Leipzig stellt aktuell keine Lizenzen für das Online-Glücksspiel aus. Dies könnte sich aber mit Einführung einer Aufsichtsbehörde ändern. Die große Frage ist, ob es Betreibern in Deutschland bald ermöglicht wird, seriöse Internet-Glücksspiel unter erleichterten Bedingungen anzubieten. Falls die aktuell geltende Gesetzeslage überarbeitet wird, könnten unter Umständen alle Seiten profitieren.

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