Wichtig für fleißige Rentner: Was ist beim Dazuverdienen zu beachten?

Das Coronavirus wirkt sich auch auf die Verdienstmöglichkeiten während der Rente aus: Ende März 2020 wurde die Grenze für den Hinzuverdienst während der vorgezogenen Altersrente von jährlich 6.300 Euro vorübergehend auf sagenhafte 44.590 Euro erhöht. Mit dieser Maßnahme will die Bundesregierung Nebentätigkeiten in systemrelevanten Bereichen für Rentner attraktiver machen. Aber auch sonst gibt es viel Wissenswertes, wenn es um das Hinzuverdienen vor dem regulären Renteneintrittsalter geht.

Hinzuverdienstgrenze vorübergehend angehoben

Mit der Verabschiedung eines Sozialschutz-Pakets gegen die Corona-Krise hat der Bundestag am 27. März 2020 ein Gesetz beschlossen, welches die Vorgaben zum Hinzuverdienst für Rentner, die eine vorgezogene Altersrente beziehen, signifikant ändert. Die Obergrenze für Hinzuverdienste zur Rente wird dadurch um 38.290 Euro angehoben.

Damit können Rentner, die das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht haben, insgesamt 44.590 Euro per anno hinzuverdienen. Der Zusatzverdienst ist abzugsfrei. Ist der Verdienst höher, werden diese Einnahmen zu 40 Prozent von der Rente abgezogen. Diese Neuregelung macht eine Nebentätigkeit für Rentner äußerst attraktiv.

Allerdings: Die Regelung gilt rückwirkend nur vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020. Ob danach die alten Regeln wieder in Kraft treten, hängt wohl vom weiteren Verlauf der Corona-Krise ab.

Verdienst wird normalerweise ab einer gewissen Höhe von der Rente abgezogen

In Nicht-Corona-Zeiten kann es zu Abzügen kommen, wenn Rentner sich neben der vorgezogenen Altersrente etwas dazuverdienen. Die Rede ist dann von einer Teilrente. Diese Regelung greift dann, wenn die Hinzuverdienstgrenze an Zusatzeinnahmen zur vorgezogenen Altersrente überschritten wird. Der gesetzliche Rahmen dazu wird seit 2017 durch das sogenannte Flexirentengesetz (FlexiG) vorgegeben. Im Gegensatz zu vorigen Regelungen ermöglicht das FlexiG Rentnern, ihre Einkünfte aus Rente und Nebeneinkünften auf ein Jahr zusammenzurechnen. Vorher galt eine monatliche Hinzuverdienstgrenze.

Die jährliche Hinzuverdienstmöglichkeit nach dem FlexiG ist normalerweise auf einen Freibetrag in Höhe von 6.300 Euro beschränkt. Rentnergehälter, die darüber liegen, werden zu 40 Prozent an die Rente angerechnet – Rentner erhalten dann die erwähnte Teilrente.

Außerdem sieht der Gesetzgeber vor, dass der Hinzuverdienst nicht höher sein darf als das Einkommen vor dem Rentenbezug. Deshalb gibt es den sogenannten Hinzuverdienstdeckel. Die monatliche Teilrente darf zusammengerechnet mit dem durchschnittlichen monatlichen Hinzuverdienst den Hinzuverdienstdeckel nicht überschreiten. Beträge, die über dem Deckel liegen, werden zu hundert Prozent an die Altersrente angerechnet.

Renteneinkünfte online im Blick

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