Die Selbstauskunft bei der Schufa beantragen: Das sollten Verbraucher wissen

In einem früheren Artikel hatten wir bereits über die Schufa-Problematik und ihre Folgen berichtet und dabei angemerkt, dass die Überprüfung der eigenen Daten im Rahmen einer Selbstauskunft durchaus sinnvoll ist. In diesem Ratgeber informieren wir darüber, wie Verbraucher diese Selbstauskunft anfordern können, was drinsteht und ob sie negative Auswirkungen auf den Schufa-Score hat.

Wie beantragen Verbraucher die kostenlose Schufa-Selbstauskunft?

Bevor potenzielle Kreditnehmer überhaupt Ratenkredite online vergleichen und beantragen, sollten sie direkt bei der Schufa eine Selbstauskunft nach Art. 15 DS-GVO bestellen. Jene ist rundum kostenlos und kann pro Jahr einmal online beantragt werden. Dies funktioniert bequem ohne Schufa-Account auf der Homepage der Wiesbadener Auskunftei. Auf der Startseite müssen Verbraucher "SCHUFA-BonitätsAuskunft" anklicken, was das Öffnen eines weiteren Tabs auslöst. Nun gilt es, die linksseitig angezeigten kostspieligen Auskünfte zu ignorieren und stattdessen "Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO)" anzuklicken.

Auf der nun erscheinenden Seite präsentiert eine Tabelle die Unterschiede zwischen kostenpflichtiger und gebührenfreier Auskunft. Um sich tatsächlich die kostenlose Selbstauskunft zu sichern, entscheiden sich Verbraucher für die Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO), die die Schufa postalisch in Papierform versendet. Der Antrag lässt sich schnell online ausfüllen. Mehr als einige persönliche Daten sowie der Upload des Personalausweises ist nicht nötig, um die Schufa-Selbstauskunft nach einigen Wochen zu erhalten.

Was verrät die Schufa-Selbstauskunft?

Öffnen Empfänger der Schufa-Selbstauskunft den Briefumschlag, holen sie ein mehrseitiges Schreiben heraus. Im Anschreiben listen die Wiesbadener einige persönliche Daten, die Schufa-Datensatznummer sowie die Referenznummer des Antragstellers auf. Neben der erstmaligen Information über das Verfahren rund um die Schufa informiert die Auskunftei ebenso über die Wahrscheinlichkeitswerte, die ihr innerhalb des letzten Jahres übermittelt worden sind. Dabei handelt es sich um Anfragen von Kreditinstituten und weiteren Partnern, die mit der Schufa kooperieren.

Eröffnen Verbraucher beispielsweise ein Girokonto, taucht die Bonitätsabfrage der entsprechenden Bank auch in der Selbstauskunft auf. Der aktuelle Basisscore (theoretisch 100 %) folgt auf der nächsten Seite, aktuell gespeicherte Vertragsverhältnisse auf der übernächsten. Fehlerhafte Eintragungen lassen sich leicht beim Kundensupport revidieren. Zeugen die Angaben von einer guten Bonität, stehen die Chancen auf Bewilligung der Kreditanfrage nicht schlecht und Verbraucher können einen der vielen zur Auswahl stehenden Onlinekredite als Soforthilfe nutzen.

Verschlechtert die Selbstauskunft den Schufa-Score?

Viele Verbraucher befürchten, dass das Beantragen einer Selbstauskunft den Schufa-Score und damit auch die Chance auf einen Kredit verschlechtert. Doch diese Sorge ist absolut unbegründet, da ausschließlich nicht bezahlte Rechnungen und ähnliche Zahlungsausfälle den Basisscore negativ beeinflussen. Allerdings können auch Kreditanfragen die Bonität verringern. Dies allerdings nur dann, wenn mehrere Anfragen bei verschiedenen Kreditinstituten innerhalb einer sehr kurzen Zeit gestellt werden. Wer einen Kreditvergleich durchführt, muss sich hinsichtlich dessen aber keine Gedanken machen.

Konditionenanfragen sind in diesem Zusammenhang nämlich das Einzige, das an die Schufa übermittelt wird. Haben Verbraucher mit einer schlechten Bonität zu kämpfen, muss dies übrigens nicht für immer so bleiben. Zwar stehen dann die Chancen auf eine Bewilligung der Kreditanfrage aktuell schlecht. Doch zukünftig sieht dies möglicherweise wieder anders aus: Nach 3 Jahren löscht die Schufa einen Eintrag. Wer nun einen Einblick in seine Daten haben möchte, kann hier die kostenlose Schufa-Auskunft nach Art. 15 DS-GVO bestellen.

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