CFDs – Ein risikoreiches Finanzinstrument

Die Abkürzung CFD steht für „contract for difference". Bei CFDs handelt es sich um ein Derivat, welches in der Finanzwelt mit einem sogenannten Hebelprodukt gleichzusetzen ist und von Anlegern häufig im Daytrading verwendet wird. Mit einem Derivat können Anleger mit einer Hebelwirkung, also mit einer Multiplikation des eigentlichen vorhanden Kapitals, auf steigende bzw. fallende Kurse von Aktien, Indizes usw. spekulieren. CFDs sind noch relativ neu am Markt und haben sich neben den klassischen Derivaten wie Futures und Optionen, Optionsscheinen und Zertifikaten am Finanzmarkt etabliert.

Was sind CFDs?
Grundsätzlich handelt es sich um einen Kontrakt, der entweder auf der Short- oder der Long-Seite ausgerichtet ist und dessen Wert sich aus der Differenz zwischen dem Kaufzeitpunkt und dem Verkaufszeitpunkt, bezogen auf den Basiswert, ermittelt.
Zur Veranschaulichung nehmen wir an, dass100 Telekom-CFDs gekauft wurden. Die Position wird in dem Beispiel bei einem CFD Broker zu einem Kurs von 15,00€ eröffnet. Wir nehmen nun an, dass der Kurs der Telekom-Aktie innerhalb einer Woche auf 17,00€ angestiegen ist. Der Gewinn errechnet sich aus der Differenz von Einstiegs- und Ausstiegskurs multipliziert mit der Anzahl der CFDs. Der Gewinn liegt also bei (17,00€ - 15,00€) x 100 = 200 Euro. Kommt allerdings, wie bei CFDs üblich, ein Hebel zum Einsatz, dann wird das Tradingvolumen in dessen Höhe vervielfacht. Für Aktien ist der höchste zulässige Hebel für Privatanleger 1:5 (Quelle https://www.daytrading-broker.net), was für unser Beispiel bedeutet, dass nicht 200€ Gewinn erzielt werden würden, sondern 1.000€.
Aufgrund dieser Hebelwirkungen ist dieses Finanzinstrument besonders beliebt im Daytrading. Mit kurzfristigen Kursveränderungen einer Aktie zum Teil auch auf Tagesbasis (Intra-Daytrading) kann also mit Hilfe dieses Hebelproduktes ein höherer Gewinn erzielt werden als mit einem normalen Aktienkauf. Dieses Produkt kann über einen sogenannten CFD Broker erworben werden.

CFDs haben eine Reihe von entscheidenden Merkmalen, die sie von anderen Hebelinstrumenten unterscheiden. Ein CFD hat weder einen Basispreis, einen K.O.-Level noch eine Laufzeitbegrenzung. Außerdem bestechen CFDs durch eine hohe Berechenbarkeit. Bei Index-CFDs entspricht ein Punkt einem Euro. Außerdem hat ein CFD bspw. im Daytrading keinen expliziten Preis, d.h. man muss für einen CFD-Trade nicht unmittelbar bezahlen. Die einzigen Kosten werden über den sogenannten Spread, also die Spanne zwischen An- und Verkaufspreis, sowie über eine minimale Gebühr erhoben. Verglichen mit anderen Derivaten wie Zertifikaten sind CFDs damit was die Kostenstruktur anbelangt klar überlegen.

Zu beachten ist jedoch, dass nicht nur Gewinne sondern auch Verluste realisiert werden, wenn sich der Kurs ihres CFDs entgegen den Erwartung entwickelt. Je nach Anzahl der erworbenen CFDs kann es also zu sehr hohen Verlusten kommen. Hier muss der CFD Broker eine Sicherheit verlangen, deren Mindesthöhe von der europäischen Aufsichtsbehörde ESMA festgesetzt ist. Bevor man mit Echtgeld handelt, ist es sehr empfehlenswert erst mit einem Aktien Demokonto mit Spielgeld zu handeln, um die Funktionsweise von CFDs zu verstehen. Über die entscheidenden Kriterien für ein Demokonto, kann man sich auf trademit.net ausführlich informieren.

Welche Funktionen hat der CFD Broker?
Der Broker im Allgemeinen übernimmt die börslichen oder auch außerbörslichen Wertpapieraufträge seiner Kunden. Privatpersonen können, auch mit viel Kapital, nicht direkt mit Wertpapieren und anderen Finanzprodukten handeln. Daher muss man den Weg über einen Broker gehen, der die Rolle eines Maklers einnimmt. Finanziert werden die Broker durch die sogenannte Courtage, einer Vermittlungsgebühr für Finanztransaktionen. Außerdem stellt der Broker ein Depot für Wertpapiere zur Verfügung. Das Wertpapierdepot ist der virtuelle Ort, wo Wertpapiere aufbewahrt werden. Der Broker erfüllt also eine Aufbewahrungsfunktion.
Beim CFD Trading ist dies aber anders, da man mit dem CFD Broker ja Verträge, also Kontrakte, über die Entwicklung eines Kurses schließt und nicht wirklich an der Börse handelt. Der Broker stellt hier also nur die Trading Software zur Verfügung, die das Trading mit CFDs ermöglicht und fungiert nicht als Vermittler zur Börse. Mehr über die Unterschiede in der Trading Software auf daytrading-software.net.

Bezogen auf den Handel mit CFDs gibt es einige Parameter, die für die Auswahl des richtigen CFD Brokers wichtig sind. Dies sind unter anderem Mindesteinzahlungsbetrag, der maximale Hebel, die Spreadstruktur, Transaktionskosten, Finanzierungskosten und Sicherungssysteme. Vor allem Sicherungssysteme sind von sehr hoher Bedeutung, da durch eine Stop-Loss Order hohe Verluste vermieden werden können. Außerdem bieten die meisten Broker auch mobile Trading mit Hilfe einer App sowie ein Aktien Demokonto an.

Zusammengefasst bestechen CFDs durch minimale Gebühren und geringe Spreads von An- und Verkaufskursen. Weiterhin gibt es keinen Druck durch eine begrenzte Laufzeit und man hat eine klare Berechenbarkeit gegeben, da die Veränderung des Wertes des Kontrakts immer gleichbleibt. CFDs sind im Daytrading ein hervorragendes Tool, um in kurzer Zeit hohe Gewinne zu realisieren.

Auf der anderen Seite kann es durch den Hebel auch zu sehr schnellen Verlusten kommen, wenn sich der Kurs entgegen den Erwartungen entwickelt. Sie sollten daher genau verstehen, wie CFDs funktionieren.
Die Verlustrate von Privatkonten beträgt bei CFD Brokern laut cfd-trader.info etwa 75%, was bedeutet, dass nur ein Viertel der Trader es schafft Gewinn zu erzielen!

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