Vom Wunsch zum Traumhaus: Mit CAD-Software zum individuellen Eigenheim

Niedrige Zinsen und zahlreiche Fördermöglichkeiten sorgen dafür, dass zunehmend mehr Menschen in Deutschland ihren Traum von einem Eigenheim realisieren. Seit jeher ist die Investition in eine Immobilie eine lohnenswerte Anlage, in Zeiten, in denen klassische Anlageformen kaum noch Rendite abwerfen, bleiben zunehmend weniger Alternativen. Zwar werden auch in Deutschland vermehrt Fertighäuser errichtet, dennoch entscheiden sich nach wie vor viele für ein Massivhaus, um eigene Wünsche umzusetzen und ein Haus nach individuellen Vorstellungen zu bauen.

Was sollte man in diesem Zusammenhang beachten und wie können Laien ihre Vorstellungen vom Traumhaus so visualisieren, dass sie auch tatsächlich umgesetzt werden können?

Sorgfältige Bauplanung ist das A und O

Jedem Bauvorhaben muss eine sorgfältige Bauplanung vorausgehen. Ein elementarer Bestandteil der Bauplanung ist die Entwurfsplanung, welche nach der Grundlagenermittlung und der Vorplanung folgt. Das Endergebnis der Entwurfsplanung ist eine technische Zeichnung des Gesamtentwurfs, welcher als Grundlage für die Konstruktion des Hauses dient.

Während technische Zeichnungen noch bis vor einigen Jahrzehnten per Hand angefertigt wurden, kommen heute meist Software-Programme, sogenannte CAD-Programme (computer-aided design, deutsch: computerunterstütztes Design) zum Einsatz. Nicht nur komplexe Bauvorhaben lassen sich so wesentlich einfacher und besser visuell umsetzen. In der Architekturbranche sind CAD-Programme also essenzielle Tools, mit denen sich 2-D- und 3-D-Konstruktionen von Gebäuden in fotorealistischer Qualität erstellen lassen. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher CAD-Programme, die im professionellen Bereich verwendet werden, doch wie können Laien von einer solchen Software profitieren?

Umfangreiche Konstruktionspläne intuitiv erstellen

Einem Gegenüber seine Vorstellungen über eine bestimmte Sache so zu verdeutlichen, dass er ein konkretes Bild vor Augen hat, fällt schon bei einfachen Gegenständen schwer, solange man kein begnadeter Zeichner ist. Umso schwerer wird dies bei komplexen Sachverhalten wie Gebäuden. Demnach kann es mitunter schwierig sein, seine Wünsche und Vorstellungen so auszudrücken, dass der Architekt diese auch exakt so umsetzen kann. Nicht selten kommt es hierbei zu Missverständnissen oder Fehlinterpretationen, die sich im prinzipiell vermeiden lassen, wenn die eigenen Vorstellungen in Ruhe am Computer veranschaulicht werden.

Professionelle CAD-Software, welche teilweise auch für Laien eingeebnet ist, ermöglicht es auch Personen ohne technisches Verständnis und zeichnerischem Talent, umfangreiche Konstruktionspläne zu erstellen, die zum einen als Schnittstelle zum Architekten fungieren, als auch bereits für den Bauantrag verwendet werden können. Die einfache und intuitive Bedienung erleichtert die Arbeit enorm und komplizierte Aufgaben, wie etwa Berechnungen von Innen- und Außenmaßen oder die Erstellung der Dachkonstruktion werden automatisch vom Programm übernommen.

Wie genau funktioniert die Entwurfsplanung mit CAD-Software?

Die verschiedenen CAD-Programme unterscheiden sich in einigen Aspekten voneinander, prinzipiell funktioniert das Erstellen eines Entwurfsplans aber immer nach demselben Schema:

  • Zunächst einmal wird das Grundstück in der Software angelegt. Dazu können die entsprechenden Daten aus dem Exposé herangezogen werden. Wichtig ist, nicht nur die Grenzen des Grundstücks festzulegen, sondern auch etwaiges Gefälle, Höhenunterschiede sowie Objekte wie Bäume etc. auf dem Grundstück.

  • Wenn die Dimensionen und die Beschaffenheit des Grundstücks festgelegt sind, können die Grundmauern des geplanten Hauses gezogen werden, welche die Grundfläche des Gebäudes bestimmen. Auch ob ein Keller gewünscht ist oder nicht lässt sich in diesem Schritt festlegen.

  • Sobald die Grundmauern stehen, kann der Innenraum in einzelne Zimmer / Räume aufgeteilt werden. Hierbei lassen sich allen Räumen Funktionen zuordnen, wodurch dem Haus eine grobe Struktur gegeben wird. Türen und Fenster können ebenfalls beliebig positioniert werden. Einige Programme können den natürlichen Sonnenverlauf simulieren, sodass man erkennen kann, wie sich die Lichtverhältnisse im Haus verändern, wenn Fenster anders angeordnet werden. Es lohnt sich hier ein wenig zu experimentieren und verschiedene mögliche Raumaufteilungen und Fensteranordnungen auszuprobieren.

  • Bei Bedarf können nun weitere Stockwerke hinzugefügt werden. Dazu errichtet man eine Treppe und legt fest, wo sich der Aufgang zur oberen Etage befinden soll. Anschließend folgt die obere Raumaufteilung sowie das Einfügen von Türen, Fenstern etc.

  • Um eine möglichst konkrete Vorstellung vom Endergebnis zu bekommen, lässt sich das am Computer erstellte Haus jetzt noch einrichten und mit Möbeln, Böden und anderen Gegenständen versehen.

Fazit

Wer ein Haus bauen möchte, der steht vor zahlreichen Herausforderungen. Neben der Grundstückssuche und einer passenden Finanzierung des Bauvorhabens, stellt sich vor allem die Frage, wie das Haus denn überhaupt aussehen soll. In der Regel kommen angehende Hausbauer nicht um einen Architekten herum, der einen Entwurf unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche anfertigt.

Um seine Vorstellungen und Ideen so konkret wie möglich in die Planung mit einfließen lassen möchte, kann mit einer entsprechenden CAD-Software jedes Detail festlegen. Der anschließend vorliegende Entwurfsplan enthält alle relevanten Informationen, Maße und Details, die der Architekt im Anschluss benötigt, um einen finalen Konstruktionsplan zu erstellen.

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