Materialien für Gartenhausdächer im Vergleich

Das Dach prägt nicht nur das Aussehen des gesamten Hauses, sondern hat auch maßgeblichen Einfluss auf dessen Schutz und Lebensdauer. Darum sollte man dem Bauabschnitt Dacheindeckung besondere Aufmerksamkeit widmen.

Zu vielen Projekten rund ums Thema Holz bietet Gadero hilfreiche Heimwerker-Tipps. Auch zum Thema Gartenhütte aus Holz findet man hier wertvolle Informationen. Mit diesem Ratgebertext gibt Gadero eine Hilfestellung bei der Entscheidung, welches das richtige Material für die Bedachung ist.

Bitumen - zweckmäßig, aber keine Augenweide

Ein preisgünstiges Material ist Bitumen. Die Bahnen aus mit Bitumen beschichteten Glasfaserträgern beeinflussen die Optik an der Gartenhütte Holz nicht unbedingt positiv. Technisch ähnlich, aber optisch ansprechender sind Bitumenschindeln. Durch die raue Oberfläche setzt sich Schmutz auf Bitumen fest, weshalb das Dach gelegentlich gereinigt werden sollte.

EPDM-Folie - die pflegeleichte Alternative

Anstelle von Bitumenbahnen lässt sich die aus Synthesekautschuk bestehende Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Folie verlegen. Die Eigenschaften lassen sich mit denen von Bitumen vergleichen. EPDM bietet aber Vorteile wie Umweltfreundlichkeit, eine höhere Lebensdauer und eine durch die glatte Oberfläche geringere Verschmutzung. Das rechtfertigt den höheren Preis dieser recht neuartigen Holz Gartenhütte -Eindeckung.

Tipp: Ergänzend zum Thema EPDM-Dachfolie und Bitumen empfiehlt es sich, den entsprechenden Eintrag im Gadero Blog zu lesen.

Profilbleche - vielseitig, aber laut

Profilbleche sind preislich im mittleren Bereich angesiedelt. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Formen. Verzinkt oder mit der Wunschfarbe beschichtet. Trapez-, Well- oder Pfannenprofil. Durch die vielseitigen Möglichkeiten kann das Dach des Gartenhauses attraktiv gestaltet werden. Technisch bilden die Bleche robuste und langlebige Dacheindeckungen. Nachteilig ist das laute Prasseln bei Regen, sodass gegebenenfalls eine Dämmung erforderlich ist.

Bei Stahlblechen bildet sich bei beschädigter Beschichtung Korrosion. Aluminiumbleche sind widerstandsfähiger, aber auch teurer.

Kunststoffplatten - der Exot unter den Hausdächern

Kunststoffeindeckungen kennt man in Form von Stegplatten als Terrassenüberdachung. Wellplatten aus Polycarbonat eignen sich aber durchaus auch für die Eindeckung am Gartenhaus. Wie Profilbleche sind auch sie in verschiedenen Farben erhältlich. Da es transparente Platten gibt, lassen sich auch Lichtbahnen in die Dachfläche integrieren. Dadurch wird das Haus lichtdurchflutet. Bei Kunststoff ist der Lärmpegel geringer als bei Blech.

Die Preisspanne ist so groß wie die Auswahl der Qualitäten. Man sollte einen hochwertigen, UV-stabilen Kunststoff wählen, um ein langlebiges Dach zu erhalten.

Schindeldach - für den ganz besonderen Flair

Ein Schindeldach aus Holz- oder Schieferschindeln auf dem Gartenhaus ist optisch nicht zu übertreffen. Das Schindeldach gehört zu den langlebigsten Eindeckungsarten. Regelmäßige Reinigung und Wartung erhöhen die Lebensdauer weiter. Das Schindeldach ist nachhaltig, da Holz und Schiefer natürliche Materialien sind. Der hohe Preis ist für die meisten Projekte eine Hürde. Ebenso das hohe Gewicht, das bereits bei der Planung der Statik berücksichtigt werden muss.

Dachziegel oder -steine - der Klassiker

Aus Ton gebrannte Ziegel oder aus Beton hergestellte Steine sind eine weitverbreitete Eindeckungsart auf Gebäuden aller Art. Ihre positiven Eigenschaften wie Lebensdauer und Witterungsbeständigkeit lassen sich auch auf Gartenhäusern sehr gut nutzen. Allerdings muss hier von vornherein das hohe Gewicht dieser Eindeckungsvariante eingeplant werden, um die Statik nicht zu gefährden. Der Preis lässt ebenfalls viele Gartenhaus-Erbauer auf günstigere Alternativen ausweichen.

Faserzement - die günstigere Alternative

Die aus Zement, Kalksteinmehl, Faserzementmaterial und Wasser hergestellten Platten sind optisch und technisch annähernd mit klassischen Dachziegeln vergleichbar. Sie sind in zahlreichen Formen, Abmessungen und Farben erhältlich und dabei deutlich günstiger als Ziegel.

Allerdings muss auch hier das recht hohe Gewicht berücksichtigt werden, um die Statik nicht zu schwächen.

Da es sich bei jeder Eindeckung um eine Kombination aus unterschiedlichen gewünschten Eigenschaften handelt, muss bei jedem Projekt individuell entschieden werden, welches Material das richtige ist.

Wählt man ein leichtes Material, wie Bitumen, Folie, Blech oder Kunststoff, kann man die detaillierte Materialentscheidung relativ lange offen lassen. Möchten man Schindeln, Ziegel oder Faserzement verwenden, muss das Gewicht der Eindeckung bereits bei der grundlegenden Planung berücksichtigt werden.

Für viele Gartenhaus-Dächer ist Faserzement das Material der Wahl. Er vereint die Eigenschaften und das klassische Erscheinungsbild von Ziegeln mit einem relativ günstigen Preis.

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