Hausbau: Ein Thema bei dem auf vieles geachtet werden muss

Wenn man sich endlich seinen Traum erfüllen und das eigene Haus Wirklichkeit werden kann, wird die Freude groß sein und eine spannende Zeit beginnt. Neben der Freude kann sich auch Aufregung und ein wenig Angst breit machen bei dem Gedanken, was da alles auf einen zukommen wird. In der Tat muss man bei so einem großen Vorhaben an viele Dinge denken, sich gut beraten lassen und eine professionelle Planung vornehmen. Wer da aber besonnen und realistisch vorgeht, wird kaum negative Dinge befürchten müssen.

Vor der eigentlichen Hausplanung, also bevor der Grundstein gelegt werden kann, muss man sich als Bauherr zunächst klar werden, wo man überhaupt bauen möchte und wie das Bauvorhaben finanziert werden soll. Wenn ein möglicher Bauplatz gefunden wurde, sollte man sich bei der Gemeinde oder der Stadt den Bebauungsplan einholen. Wenn man schon bei der Planung alle Vorgaben berücksichtigt, hat man später wahrscheinlich auch keine Schwierigkeiten mit der Genehmigung. Bevor man den Kaufvertrag unterzeichnet, sollten man als baldiger Grundstücksbesitzer sich die Nachbarschaft sowie auch die Umgebung etwas genauer anschauen und dabei überprüfen, ob es zum Beispiel gute Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten, Ärzte und ebenso eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr in Grundstücksnähe gibt. Auch die täglichen Wege zur Arbeit sollte nicht zu beschwerlich/umständlich werden.

Tipps für die Grundstücksbesichtigung

Potenzielle Grundstücke wird man sich in der Regel dann anschauen wollen, wenn man die meiste Zeit dafür hat. Deswegen werden solche Besichtigungen oft am Wochenende gemacht. Es wäre aber wichtig, sich die Grundstücke auch zu verschiedenen Tageszeiten in der Woche anzuschauen. Das Verkehrsaufkommen, der Geräuschpegel, das Verhalten von Menschen und sogar Gerüche können zu unterschiedlichen Zeiten und Tagen ganz anders ausfallen.

Für die Wahl des Grundstücks sollte man als angehender Bauherr neben den baulichen Vorgaben und der späteren Nachbarschaft usw. auch beispielsweise den Wettereinfluss mit im Blick haben. Denn bei ungeschützter Lage kühlt ein Haus leichter aus und man muss vielleicht verstärkter heizen und besser dämmen. Und wenn es sich um eine Hanglage handelt, sollte man den Stand der Sonne im Laufe des Tages beobachten.

Die Baufinanzierung

Die Baufinanzierung ist sicherlich der Punkt, wo man sich die meisten Gedanken darüber macht. Bereits vor dem Grundstückskauf sollte man diese durchdenken und unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten (z.B.: Volltilger-, variable, Kombi-Darlehen) gegeneinander abwägen. Außerdem sollte man sich über staatliche Förderungen und Darlehen informieren, die man eventuell in Anspruch nehmen kann.

Sich für eine Bauweise und einen Baupartner entscheiden

Wenn nun das Grundstück ausgewählt ist und die Finanzierung steht, kann man sich mit der eigentlichen Hausplanung beschäftigen. Jetzt ist spätestens die Zeit, wo man sich für eine Bauweise entscheiden und einen geeigneten Baupartner finden sollte.

Den Haustyp festlegen

Beim Haustyp gibt es mehrere Möglichkeiten. Zur Wahl stehen zum Beispiel ein Reihenhaus, ein freistehendes Haus, Fertighaus oder auch Massivhaus. Den richtigen Haustyp und eine bestimmte Bauweise auszuwählen, ist eine wichtige Entscheidung. Schließlich sollte das zukünftige Haus die gestellten Ansprüche auch über Jahre erfüllen können. Wer sich dabei noch unsicher fühlt, kann auch Hauskataloge anfordern und/oder unterschiedliche Fertighäuser in einem Musterhaus-Park besichtigen.

Wenn Bauweise und Haustyp klar sind, benötigt man noch den richtigen Baupartner. Man könnte beispielsweise „Schlüsselfertig bauen“. Damit würde man das Organisieren und Planen einem anderen überlassen und kauft das Haus so von einem Bauträger oder von einem Fertighaus-Hersteller. Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass ein Bauträger sich normalerweise auch um das Grundstück kümmert und für gewöhnlich vor Ort mauert. Der Fertighaus-Hersteller dagegen wird sich nicht mit der Suche nach einem passenden Grundstück befassen. Er wird in einer Produktionshalle vorbauen und die Teile erst auf dem bereits erschlossenen Grundstück zusammenfügen.

Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass man als Bauherr nur einen Vertragspartner hat und das Haus zu einem Festpreis erhält.

Man könnte auch in Eigenregie Handwerker selbst suchen. Das bedeutet aber einen persönlich hohen Aufwand. Aber es kann sein, dass die eigenen Vorstellungen so vielleicht besser umgesetzt werden.

An die Bauversicherung denken

Ein Hausbau kann versicherungstechnisch ein sehr riskantes Unterfangen sein. Man muss bedenken, dass auf einer Baustelle viele verschiedene Menschen auf engem Raum arbeiten und dabei gefährliche Maschinen und schwere Geräte zum Einsatz kommen. Häufig wird auch noch unter Zeitdruck gearbeitet. Zusätzlich kann das Wetter unberechenbar sein und Feuer oder Vandalismus den Baufortschritt empfindlich stören. Damit aus allem kein finanzieller Alptraum wird, sollte man sich einen passenden Versicherungsschutz zulegen.

Die Ausführung des Bauvertrags zwischen dem Bauherrn und der Baufirma

Ein sehr wichtiges Dokument beim Hausbau ist der Bauvertrag, in dem alles exakt geregelt sein sollte. Bei der Bau- und Leistungsbeschreibung sollten also präzise Regeln aufgestellt werden. Hierin wird die Bauausführung bis ins Detail geregelt. Um Konflikte zu vermeiden, sollten die verbauten Materialien sowie Ausstattungsdetails möglichst genau und verständlich beschrieben werden. Das kann viel Ärger ersparen. Auch Punkte wie Umfang und Qualität der vereinbarten Bauleistung und Vertragsstrafen bei Leistungsverzögerung sollten darin berücksichtigt werden.

Empfehlungen
Nach oben

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.Datenschutz ansehen