Die letzte Station für das alte Auto

Durchschnittlich 5,3 Millionen Gebrauchtwagen werden jährlich in Deutschland verkauft. Das entspricht rund 14.500 verkauften Gebrauchtwagen pro Tag. Der Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen ist ein millionenschweres Geschäft in der Bundesrepublik. Ein neuer Gebrauchter ist in vielen Fällen dann notwendig, wenn das bisherige Gefährt seinen Dienst quittiert hat.
Bis das der TÜV uns scheidet - diese Redewendung bedeutet für viele Fahrzeuge das Aus. Auf der Straße werden sie nicht mehr unterwegs sein. Was passiert eigentlich mit einem ausrangierten Auto, das nur noch Schrottwert hat? Der Umgang mit solchen Fahrzeugen ist in Deutschland strikt geregelt.

Ein neues Leben für ein altes Auto
Auf deutschen Straßen sind 45 Millionen Fahrzeuge unterwegs. Neben einer ganzen Reihe von gebrauchten Fahrzeugen und dem wachsenden Markt für Carsharing kommen jedes Jahr rund 3,5 Millionen neue Personenkraftwagen hinzu. Diese Zahlen gehen aus der Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamtes mit Sitz in Flensburg hervor. In der gleichen Größenordnung bewegt sich die Zahl der Fahrzeuge, die ihren letzten Gang zum Schrotthändler antreten.
Ein ausrangiertes Auto hat für Verwerter einen hohen Wert. Das liegt nicht allein an dem hohen Anteil von Metall. Für Metallschrott werden in Deutschland hohe Preise an die Verwerter gezahlt. In einem gewöhnlichen Straßenfahrzeug sind diverse Materialien zu finden. Die Karosserie besteht aus Metall, im Armaturenbrett ist Plastik verarbeitet und die Sitze bestehen aus Stoff. Dank moderner Verwertungstechniken können bis zu 95 Prozent eines ausrangierten Fahrzeuges wiederverwertet werden. Ein Trost für viele Bundesbürger, die sich nur schweren Herzens von ihrem liebsten Spielzeug trennen können.

Die deutsche Rechtslage
In Deutschland ist alles in irgendeinem Paragrafen geregelt. Die Farbe die Dachziegel auf dem Haus, die Breite der Straße - und die letzte Reise eines Schrottautos. Gesetzliche Bestimmungen über den Umgang mit einem Fahrzeug gehen aus der Altfahrzeugverordnung hervor. Sie schreibt die Möglichkeiten vor, wohin die letzte Reise eines Altfahrzeuges führt.
In allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich die verschiedenen Automobilhersteller verpflichtet, alte und nicht mehr genutzte Fahrzeuge kostenlos zurückzunehmen. Deutsche Verbraucher können ihr Auto gebührenfrei an den Hersteller des Autos zurückgeben. Bei importierten Autos ist eine Rückgabe an den Importeur möglich. Rücknahmestellen für Altautos muss es in Deutschland sehr viele geben. Fahrzeughalter haben das Recht, maximal 50 Kilometer bis zur nächsten Annahmestelle zurückzulegen. Der Nachteil: das Altauto muss selbst zur Annahmestelle gebracht werden.

Kein Stress mit der Entsorgung
Die Rechtslage in Deutschland ermöglicht es allen Haltern, ihr Schrottauto problemlos abzugeben. Wie zuvor beschrieben, steckt in einem ausrangierten Fahrzeug sehr viel Potenzial. Angesichts einer Verwertungsrate von bis zu 95 Prozent können professionelle Verwerter mit einem Altfahrzeug noch Geld verdienen. Dafür sind sie bereit, das Schrottfahrzeug kostenlos abzuholen. Ein weiterer Service für private Verbraucher: sie holen das Altfahrzeug ab und verabschieden sich mit korrektem Verwertungsnachweis.
Ein defektes Fahrzeug muss in Deutschland ordnungsgemäß der Verwertung zugeführt werden. Ansonsten droht dem Halter des Fahrzeuges eine erhebliche Geldstrafe. Wird das Auto nicht ordnungsgemäß abgemeldet, droht ein Bußgeld. Die Höhe der Buße kann bis zu 50.000 Euro betragen.
Die einfachste Möglichkeit, das Altfahrzeug ordnungsgemäß zu entsorgen, ist der professionelle Verwerter. Die kostenlose Abholung durch einen zertifizierten Betrieb spart zudem sehr viel Zeit für die Verwertung und Behördengänge. Der Verwerter übernimmt die Abmeldung und stellt den notwendigen Verwertungsnachweis aus.

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