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Aktuelles

Sachsens Beauftragter für Digitales besucht die HTWK Leipzig

Den Nachwuchs für die Robotik begeistern

21.07.2018 Bildung

Prof. Jens Wagner, HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande und Staatssekretär Stefan Brangs, Foto: Robert Weinhold / HTWK Leipzig

Prof. Jens Wagner, HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande und Staatssekretär Stefan Brangs, Foto: Robert Weinhold / HTWK Leipzig

Kinder und Jugendliche spielerisch für Programmierung und Technik zu begeistern - das ist das Ziel der deutschlandweiten Fraunhofer-Initiative "Roberta": In regionalen RobertaRegioZentren werden Lehrkräfte als Multiplikatoren geschult, damit sie anwendungsnahe Robotik- und Programmierkurse an ihren Schulen durchführen können. An der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) wurde Ende April 2018 das erste RobertaRegiozentrum in Sachsen eröffnet. "Roberta" heißen die Lego-Roboter, die nach Anleitung selbst konstruiert und programmiert werden können.
Staatssekretär Stefan Brangs, Beauftragter der Staatsregierung für Digitales, hat das Zentrum gestern (19.7.) im Rahmen seiner diesjährigen "Digital-Tour" besucht - und dabei auch einen der Roboter selbst programmiert.

"Gut ausgebildete Fachkräfte sind wichtig, damit Sachsens Firmen auch in der digitalen Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. In Zeiten des Fachkräftemangels wird es nicht in erster Linie darum gehen, Arbeitskräfte durch Roboter zu ersetzen, sondern dass Maschinen und Menschen 'Hand in Hand' arbeiten. Initiativen wie das RobertaRegioZentrum in Leipzig leisten einen wichtigen Beitrag, um unseren Nachwuchs früh für wichtige Zukunftstechnologien wie das Programmieren und die Robotik zu begeistern", so Brangs.HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande: "Die HTWK Leipzig ist froh und stolz, dass hier ein Roberta-Zentrum Leipzig eingerichtet werden konnte. Diese Art der Praxisorientierung passt sehr gut zu unserer Hochschule - über die Qualifikation der anleitenden Lehrerinnen und Lehrer in Schüler-AGs können sich Kinder und Jugendliche frühzeitig und qualitätsgesichert im Bereich Robotik ausprobieren und herausfinden, wo ihre Stärken liegen. Davon wird nicht zuletzt auch die HTWK Leipzig selbst mit weiterhin vielen guten Studieninteressierten profitieren."
Prof. Jens Wagner, Roberta-Projektleiter an der HTWK Leipzig, ergänzt: "Das direkte Feedback, das die Kinder beim Experimentieren mit 'Roberta' erhalten, motiviert sie sehr stark. Jedes Kind hat heute ein Smartphone - wir wollen erreichen, dass sich Kinder und Jugendliche nicht allein für das 'Konsumieren' digitaler Technik, sondern auch für deren Grundlagen interessieren."
Mit nahezu 1.000 Absolventen pro Jahr im MINT-Bereich (MINT steht für Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik) ist die HTWK Leipzig unter Sachsens Hochschulen der zweitwichtigste MINT-Standort nach der TU Dresden.

Die nächste Roberta-Basis-Schulung für Lehrkräfte aller Jahrgangsstufen findet am 6. und 7. September an der HTWK Leipzig statt. Da sie aus Fördergeldern finanziert wird, ist diese Schulung für Lehrer von staatlichen Schulen der Stadt Leipzig und der verbundenen Landkreise Leipziger Land und Nordsachsen kostenlos - und es gibt noch freie Plätze! Für andere Interessenten ist der Kurs auch offen, aber kostenpflichtig (299 Euro). Außerdem stellt sich "Roberta" Anfang Oktober auf der Messe "Modell-Hobby-Spiel" in Leipzig vor.

Hintergrund zur Roberta-Initiative:
Projektpartner ist die Fraunhofer-Initiative "Roberta - Lernen mit Robotern", die seit 2002 digitale Bildung in Deutschland und international fördert. In gendergerechten Roboter- und Programmierkursen hat die Initiative bereits mehr als 400 000 Kinder und Jugendliche ab acht Jahren für Technik und Naturwissenschaften begeistert. Neben der Ausbildung von Lehrkräften bietet das Fraunhofer IAIS mit dem "Open Roberta Lab" eine Open-Source-Programmierplattform an, auf der Neulinge und Profis spielerisch Roboter programmieren können. In Deutschland sind derzeit 17 RobertaRegioZentren aktiv. Das Roberta-Zentrum an der HTWK Leipzig wird durch die Fachkräfteallianz der Stadt Leipzig sowie der Landkreise Leipzig und Nordsachsen gefördert.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Lars Schumann

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