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Aktuelles

„Packt an!“ – Gautschfesttradition lebt an der Fakultät Medien der HTWK fort

Erstmals im Zuge des HTWK-Sommerfestes

18.06.2018 Wissenschaft

So geht gautschen: der Gautschling im Bottich. HTWK-Gautschfest 2017

So geht gautschen: der Gautschling im Bottich. HTWK-Gautschfest 2017 , Quelle: HTWK Leipzig

„Packt an!“, schallt es auch dieses Jahr wieder, wenn im Rahmen des Hochschulsommerfestes der HTWK Leipzig die traditionelle Gautschzeremonie stattfindet. Durch das Ritual werden vornehmlich Studierende der Hochschule in die schwarze Zunft aufgenommen.

Wer sich für die Zeremonie des Gautschens interessiert, ist eingeladen, ab 14:30 Uhr mit dem Einzug des Gautschkomitees die feuchtfröhliche Festtradition auf dem Parkplatz hinter dem Gutenberg-Bau (Gustav-Freytag-Straße 42) mitzuerleben. Im Anschluss findet das HTWK-Sommerfest statt.

Gegautscht werden können Studierende aller Fakultäten, die sich zuvor in einem der eigens angebotenen Bleisatzpraktika in der von Johannes Gutenberg erfundenen Kunst des Bleisatzes geübt haben. Traditionell gibt es auch einige „Ehrengautschlinge“. Wer das in diesem Jahr sein wird, weiß nur das Gautschkomitee. Bereits seit der Gründung der HTWK Leipzig im Jahr 1992 wird der Brauch gepflegt.

Professor Michael Reiche, seines Zeichens „Gautschmeister“, nennt ihn den „traditionellen Kern“ der alljährlichen Feierlichkeiten der Fakultät Medien. Auch die Rektorin und die Kanzlerin der Hochschule durften schon mit der „Schwarzkünstlertauf“ Bekanntschaft machen. Etwa drei Dutzend Studierende sollen nun in diesem Jahr den Initiationsritus durchlaufen.

Tradition seit mehr als 400 Jahren

Das Gautschen ist eine seit dem 16. Jahrhundert verbreitete Tradition der Buchdruckerzunft. Der Begriff beschreibt den ersten Entwässerungsschritt nach dem Schöpfen von Papier, wenn es vom Sieb auf eine Filzunterlage gelegt und das Wasser herausgepresst wird. Bei der Zeremonie wird der ausgelernte Lehrling, „Kornut“ genannt, auf Befehl des Gautschmeisters von den „Packern“ gegriffen und in einen wassergefüllten Bottich getaucht, um die äußeren Unreinheiten abzuwaschen.

Dies geschieht in der Regel nicht ohne Gegenwehr und Fluchtversuche. Durch die Wassertaufe zählt der „Gautschling“ nun zum Kreis der Jünger Gutenbergs. Im Anschluss an diese äußerliche rituelle Reinigung wird ein geheimer Trunk gereicht. Durch die Einnahme vollzieht sich nun auch die innerliche Reinigung, die Befreiung von allen schlechten Angewohnheiten während der Ausbildungszeit. Jeder neue Jünger Gutenbergs erhält zum Abschluss den Nachweis seines neuen Daseins, einen vom Gautschmeister überreichten Gautschbrief.

Anders als in den Vorjahren findet die Zeremonie in diesem Jahr im Zuge des HTWK-Sommerfestes statt. Organisiert werden die Festivitäten am Nachmittag des 20. Juni vom Studierendenrat der HTWK Leipzig. Das Publikum erwartet ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Live-Musik sowie eine breite Auswahl an Speisen und Getränken, darunter ein Grill&Chill-Bereich und eine Cocktailbar des Studentenclubs der Hochschule für Telekommunikation Leipzig.

Der StuRa der HTWK Leipzig, studentische Initiativen, ehrenamtliche Vereine und diverse Hochschulgruppen stellen sich und ihre Arbeit vor. Angebote wie eine Fotobox, Pearlball, ein internationales Café oder ein Kleidertausch laden das Publikum zum Mitmachen ein.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Lars Schumann

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