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Aktuelles

HTWK Leipzig: Zukunftskonzept für den Leipziger Südraum

Strukturwandel im „Osterland“ anstoßen

Wissenschaft

Der Geutebrückbau - Gebäude der HTWK Leipzig

Der Geutebrückbau - Gebäude der HTWK Leipzig , Quelle: Stephan Floss

Die „versteckten Perlen“ im Leipziger Südraum aus dem Dornröschenschlaf erwecken – das ist das Ziel der Initiative „Smart Osterland“, die Anfang April 2018 in die Konzeptionsphase gestartet ist.

Konkret soll ein länderübergreifendes Zukunftskonzept zur Gestaltung des Strukturwandels entwickelt und umgesetzt werden. Die vom Braunkohlenbergbau geprägte Region mit den Städten Altenburg, Zeitz, Weißenfels, Naumburg und Borna soll in den kommenden Jahren demografisch und wirtschaftlich das Wachstum der umliegenden Metropolen unterstützen und selbst davon profitieren. Neben der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) sind die Universität Leipzig und das Jenaer Ingenieurbüro JENA-GEOS sowie zahlreiche weitere Partner der Region beteiligt.

Die Initiative „Smart Osterland“ wurde aus 105 Einreichungen als eines von 32 regionalen Bündnissen in der ersten Runde des Wettbewerbs „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ des Bundesforschungsministeriums ausgewählt. Bis Herbst 2018 wird in engem Austausch mit den Bewohnern der Region ein Zukunftskonzept erstellt. Eine Expertenjury wählt dann bis zu 12 Initiativen für eine fünfjährige Förderung aus. Insgesamt stehen bereits in den ersten beiden Jahren 150 Millionen Euro für diese Form der Strukturförderung in den Neuen Ländern zur Verfügung.

Der historische Begriff Osterland umschreibt eine landesübergreifende Region in der südlichen Leipziger Tieflandsbucht, die nach Osten durch den Fluss Mulde und nach Westen durch den Fluss Saale begrenzt wird. Während die Einwohnerzahlen in den „Schwärmstädten“ Leipzig, Halle und Jena rasant steigen, kämpfen die kleinen und mittleren Städte in deren Einzugsgebiet mit der Sogwirkung der großen Städte und dem Strukturwandel nach der Wende.

Die Initiative „Smart Osterland“ will Wege der Zusammenarbeit zwischen Hinterland und Zentren entwickeln, von der beiden Seiten profitieren. Im Fokus stehen dabei Fragen der Stadt- und Quartierentwicklung, der nachhaltigen Mobilität und strategischer Partnerschaften zwischen Landkreisen, deren Mittelzentren und Wissenschaftseinrichtungen.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Lars Schumann

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