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Aktuelles

Puccini-Wochenende an der Oper Leipzig

Drei Meisterwerke an drei Abenden

Kultur

Szenenbild aus der Oper "Tosca"

Szenenbild aus der Oper "Tosca" , Quelle: Tom Schulze

An der Oper Leipzig können sich Puccini-Fans vom 26. bis 28. Januar ein ganzes Wochenende den sinnlichen Klängen des italienischen Meisters hingeben.

Drei seiner schönsten und tragischsten Frauengestalten sind an drei aufeinanderfolgenden Abenden zu erleben: »Tosca«, »Turandot« und »Madama Butterfly«. Seit rund hundert Jahren begeistern die Opern von Giacomo Puccini die Massen.

Überbordender Melodienreichtum und sinnliche Harmonien sind ihr musikalisches Markenzeichen. Seinen weiblichen Opernfiguren gehörte das ganze Mitgefühl des Komponisten. Es heißt, er habe um sie geweint, wenn er ihre Arien schrieb.

Den Auftakt macht am Freitag, 26. Januar, 19:30 Uhr, »Tosca« mit überwältigender Bilderpracht: Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überschäumender Musik spektakuläre Bühnenbilder entgegen, die den Zuschauer hineinziehen in die schillernden Verwicklungen von Liebe und Macht, Kirche und Staat in Rom um 1800.

Puccinis »Tosca« an der Oper Leipzig ist ein spannender Opernkrimi im Spielfilm-Format und ein wahres Sängerfest. Die Titelpartie singt die niederländische Sopranistin Annemarie Kremer, die in Leipzig bereits als Manon Lescaut in Puccinis gleichnamiger Oper zu sehen war. Die Rolle ihres Geliebten Cavaradossi übernimmt Gaston Rivero und Tuomas Pursio verkörpert den Bösewicht Scarpia. Am Pult des Gewandhausorchesters steht an diesem Abend Christoph Gedschold.

Weiter geht es am Samstag, 27. Januar, 19 Uhr mit »Turandot«. Seine letzte Oper verlegte der Verismo-Komponist Puccini, dessen Werke immer durch ganz konkrete Milieus geprägt waren, nach China. Stellvertretend für die Opernheldin des 19. Jahrhunderts lässt Puccini die Sklavin Liù den freiwilligen Opfertod für den Mann sterben.

Im entscheidenden Moment ist sie nicht bereit, den Namen des Prinzen zu verraten. Nach den überstandenen Prüfungen erleben wir Turandot und Calaf als verwandelte Menschen. Die Oper wechselt von düsterer Beklommenheit zu strahlender Emphase. Regie führt Balázs Kovalik, der im Juni 2014 mit seiner Produktion von Richard Strauss’ »Frau ohne Schatten« für einen Sensationserfolg gesorgt hat. Unter der musikalischen Leitung von Matthias Foremny übernimmt erneut Jennifer Wilson die Titelrolle, als Liù ist Olena Tokar zu erleben und Leonardo Caimi singt Calaf, den unbekannten Prinzen.

Den Abschluss des Wochenendes am Sonntag, 28. Januar, 18 Uhr bildet die Oper, die Puccini selbst als sein liebstes und bestes Werk betrachtete: »Madama Butterfly«. In Gestalt des amerikanischen Marineleutnants Pinkerton bricht die westliche Welt in die festgefügte, durch strenge Bräuche reglementierte japanische Gesellschaft ein. Die Scheinehe, die Pinkerton mit der jungen Geisha Cio-Cio-San, genannt »Butterfly«, eingeht, ist für ihn lediglich ein exotisches Liebesabenteuer. Für Cio-Cio-San hingegen ist es viel mehr. Unbeirrt glaubt sie an Pinkertons Rückkehr, als dieser Japan längst verlassen hat.

Mit »Madama Butterfly« gelang Puccini eines der größten Meisterwerke seiner Zeit, in dem emotionale Verdichtung und exotisches Kolorit zusammenfließen, ohne die Darstellung der Wahrheit zu verschleiern. Regie führt Aron Stiehl, der im Sommer 2013 in Bayreuth für seine Inszenierung von Wagners »Liebesverbot« und ebenso bei der anschließenden Leipziger Premiere dieser Produktion gefeiert wurde. Die Titelpartie singt die junge Koreanerin Sae Kyung Rim, die Rolle des Pinkerton übernimmt Gaston Rivero. Es dirigiert Christoph Gedschold.

Termine:

»Tosca«, Freitag, 26. Januar 2018, 19:30 Uhr, Opernhaus

»Turandot«, Samstag, 27. Januar 2018, 19 Uhr, Opernhaus

»Madama Butterfly«, Sonntag, 28. Januar 2018, 18 Uhr, Opernhaus

Karten (33-73 Euro) gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341-12 61 261 (Mo-Sa 10-19 Uhr), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Lars Schumann

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