
- Quelle: citytunnelleipzig.de
City-Tunnel Leipzig
Der S-Bahn-Tunnel Leipzig wird das Zentrum der Messestadt vom Bayerischen Bahnhof bis zum Hauptbahnhof unterqueren.
Die Inbetriebnahme des Tunnels ist für Ende 2009 geplant. In diesem Tunnel werden alle S-Bahn- und Regionalbahnverkehrs-Linien gebündelt. Dichtere Taktfolgen und kürzere Fahrzeiten sind die Folge.
Vorgesehen ist der Neubau von vier unterirdischen Stationen:
1. Bayerischer Bahnhof
2. Wilhelm-Leuschner-Platz
3. Markt
4. Hauptbahnhof
Darüber hinaus sind umfangreiche Baumaßnahmen geplant, um das Leipziger Eisenbahnnetz zu ergänzen und die Möglichkeiten des City-Tunnels voll zu nutzen. Dazu zählen der Neubau und die Sanierung von Haltepunkten sowie die Elektrifizierung von Streckenabschnitten wie etwa zwischen Borna und Geithain.
Mit dem City-Tunnel Leipzig besteht die große Chance, einen entscheidenden Schritt zur Vernetzung wichtiger Stadtbereiche zu gehen. Erst das abgestimmte effektive Zusammenspiel aller Verkehrssysteme mit ihren spezifischen Produkten wird in der Zukunft dazu beitragen können, den weiter wachsenden Herausforderungen des Mobilitätverhaltens im Öffentlichen Personenverkehr zufriedenstellend zu begegnen.
Geschichte
Die erste Teilstrecke der Leipzig - Dresdener Eisenbahn wurde 1837 eröffnet. Bis zur Jahrhundertwende stieg die Einwohnerzahl der Stadt von 49.076 auf 456.156 an. Durch das Wachstum der Stadt und der Industrie nahm auch der Eisenbahnverkehr zu. Diesen neuen Verkehrsverhältnissen versuchte man sich durch den Neubau von Streckenabschnitten und Verkehrsstellen sowie den Umbau der alten Bahnhöfe anzupassen. Durch die stetig steigenden Anforderungen wurden zahlreiche dieser Maßnahmen schnell überholt, so dass eine totale Neugestaltung der Leipziger Verkehrsanlagen unumgänglich war.
1892 wurde zwischen den Staatseisenbahnverwaltungen Preußens und Sachsens, der Stadt Leipzig und der Reichspostverwaltung vertraglich vereinbart, in Leipzig einen Zentralbahnhof (heute Hauptbahnhof) zu bauen. Der Bayerische Bahnhof sollte als "Südbahnhof" erhalten bleiben.
Vor Abschluss der Arbeiten am Zentralbahnhof und bei der Umgestaltung der Leipziger Bahnanlagen wurde über den Bau einer Bahnanlage zwischen den beiden Bahnhöfen nachgedacht, die im Stadtgebiet als Untergrundbahn verlaufen könnte.
Der rund 710 Meter lange Abschnitt des U-Bahn-Tunnels wurde vom Frühjahr 1913 bis Ende 1914 gebaut. Er endete 8,50 Meter vor der Umfassungswand des Hauptbahnhofes und wurde dort vorläufig verschlossen.
Geplante Haltepunkte der U-Bahn waren unter dem Bahnhofsvorplatz, dem Augustusplatz und weiter in südlicher Richtung.
Trotz stockender Arbeiten durch Ausbruch des Ersten Weltkrieges, konnte am 1. Oktober 1915 der mit 26 überdachten und 8 Außenbahnsteigen größte Kopfbahnhof Europas eingeweiht werden. Das U-Bahn-Projekt wurde 1934 wieder in Angriff genommen, es musste jedoch kurz vor Baubeginn eingestellt werden.
Planungen für das Tunnelprojekt wurden erst wieder Anfang der 70er Jahre begonnen. Verkehrstechnische und geologische Studien wurden für eine Trasse vom Hauptbahnhof (Westseite) über die Reichsstrasse, Neumarkt, Roßplatz, Windmühlenstrasse, Bayerischer Bahnhof erarbeitet. Trotz nachgewiesener Notwendigkeit kam es nicht zum Baubeginn.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands nahm eine Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bayerischen Bahnhof wieder an Bedeutung zu. Im Mai 1993 lag schließlich eine Verwaltungsvorlage beim Oberbürgermeister der Stadt Leipzig zur Planung des City-Tunnel Leipzig vor.
Kontakt
City-Tunnel Leipzig
Web: http://www.citytunnelleipzig.de
Arbeitsgemeinschaft City-Tunnel Leipzig
Barfußgäßchen 12
04109 Leipzig
Telefon: 0341.910430
Telefax: 0341.9104399
E-Mail: info@arge-ctl.de
