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Inklusion durch barrierefreie E-Books

HTWK-Absolventin Sarah Bohnert gewinnt Preis für Projekt der Blindenbücherei Leipzig

19.03.2018 Wissenschaft

Sarah Bohnert und Lars Voigt.

Sarah Bohnert und Lars Voigt. , Quelle: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Inklusion – das bedeutet heute auch digitale Inklusion, also Barrierefreiheit in der digitalen Welt. In der Praxis ist das jedoch noch nicht selbstverständlich.

Die barrierefreie Aufbereitung von E-Books scheitert häufig daran, dass nicht alle Hersteller die Bedürfnisse kennen, die blinde oder sehbehinderte Menschen an digitale Inhalte haben. Die an der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) entwickelte Prüfsoftware BACC (Born Accessible Content Checker) bündelt das Wissen um die Produktion zugänglicher E-Books. Sie ermöglicht es Herstellern von E-Books, einfach und automatisiert zu überprüfen, ob ihr ePUB - das am weitesten verbreitete, Hersteller-unabhängige Datenformat für elektronische Bücher - den Anforderungen einer barrierefreien Gestaltung entspricht.

Am 15. Februar 2018 wurde Sarah Bohnert, Absolventin der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), gemeinsam mit Lars Voigt - beide Mitarbeiter der DZB - bei der „Digital Imagination Challenge“ in Berlin mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Bohnert und Voigt hatten einen Prototypen des neuartigen BACC-Prüfwerkzeuges präsentiert.Sarah Bohnert hatte unmittelbar im Anschluss an ihr Medienmanagement-Studium an der HTWK Leipzig 2017 die Leitung des BACC-Projekts an der DZB übernommen.

In ihrer Masterarbeit „Potential der automatischen Generierung barrierefreier E-Books im parsX-gestützten XML-Workflow“ hatte sie sich dafür bereits praxisorientiert mit dem Projektthema beschäftigt – auch damals schon in Kooperation mit der DZB. Die Erkenntnisse ihrer Abschlussarbeit flossen in die Anwendung ein. In den nächsten Monaten wollen sie und Lars Voigt mit Verlagen und Medienherstellern in Kontakt kommen, um den Prototypen zu testen und ihn zur ersten offiziellen Version weiterzuentwickeln. Dafür sind auch die 5000 Euro Preisgeld aus dem Wettbewerb vorgesehen.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Marcus Jaeger

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