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Aktuelles

Digital-Gipfel 2017 in Leipzig

Bundeskanzlerin trifft auf den Intelligenten Operationssaal des ICCAS

13.06.2017 Wissenschaft

Thomas Neumuth (links) und Andreas Melzer (rechts) vom ICCAS der Universität Leipzig präsentieren der Bundeskanzlerin und weiteren Bundeskabinettsmitgliedern den intelligenten OP-Saal.

Thomas Neumuth (links) und Andreas Melzer (rechts) vom ICCAS der Universität Leipzig präsentieren der Bundeskanzlerin und weiteren Bundeskabinettsmitgliedern den intelligenten OP-Saal. , Quelle: BMBF/ Hans-Joachim Rickel

Das Innovationszentrum für computerassistierte Chirurgie (ICCAS) der Universität Leipzig hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am (heutigen) Dienstag auf dem Digital-Gipfel 2017 in Ludwigshafen seinen "Intelligenten Operationssaal" und sein "Digitales Patientenmodell" präsentiert. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein zentrales Schwerpunktthema des zweitägigen Gipfels, der am Dienstag endete.

Die digitalen Assistenzsysteme des "Intelligenten Operationssaals" zeigen schon heute die positiven Auswirkungen, die zukünftig möglich sein werden. Dieses Kriterium war entscheidend bei der Auswahl des Exponats, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Hauptförderer des ICCAS getroffen hat.

ICCAS-Direktor Prof. Dr. Andreas Melzer und sein Stellverteter Prof. Dr. Thomas Neumuth erläuterten Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka den Einsatz von Computertechnik für eine möglichst effiziente und qualitativ hochwertige Patientenversorgung, zum einen bei der optimalen Therapiefindung und zum anderen bei einem chirurgischen Eingriff im Operationssaal.

Die beiden Wissenschaftler erklärten der Kanzlerin und der Bundesministerin zudem das "Digitale Patientenmodell", das eine Vielzahl von Informationen über einen Patienten und seine Krankheit zusammenführt. Diese unterstützen den Arzt bei der Behandlung durch eine individuelle Berechnung der Krankheitssituation des Patienten. Es basiert auf einem mathematischen Konstrukt. Wie Computermodelle bei der Therapie zum Einsatz kommen, wurde im zweiten Teil der Präsentation anhand eines chirurgischen Eingriffs im Hals-Nasen-Ohren-Bereich gezeigt.

Dazu dienten ein virtuell vernetzter Operationssaal und ein "Patientenphantom". In diesem Operationssaal ist die Medizintechnik - basierend auf Computermodellen - so intelligent, dass sie den aktuellen Arbeitsschritt des Operateurs erkennt und den nächsten Schritt vorausberechnet. Somit passt sich der Operationssaal automatisch der aktuellen Situation an und sorgt von selbst beispielsweise für adäquate Bildschirmumschaltungen, Informationspräsentationen oder Gerätekonfigurationen.

Die vorgestellte Technik für den intelligenten Operationssaal wurde am Innovationszentrum für computerassistierte Chirurgie in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (Prof. Dr. Andreas Dietz) und der Klinik für Neurochirurgie (Prof. Dr. Jürgen Meixensberger) des Universitätsklinikums Leipzig, dem Herzzentrum Leipzig (Prof. em. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr) sowie weiteren Partnern aus Klinik und Industrie entwickelt.

Das ICCAS ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als eines der Zentren für Innovationskompetenz im Rahmen des Programms "Regionale Innovationsinitiativen - Neue Länder".


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Marcus Jaeger

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