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Aktuelles

Neue Wärmepumpen für Universitätsschwimmhalle

Ziel: Energieeinsparung

28.03.2017 Wissenschaft

Ein Blick auf das Sportbecken in der Universitätsschwimmhalle Mainzer Straße.

Ein Blick auf das Sportbecken in der Universitätsschwimmhalle Mainzer Straße. , Quelle: Universität Leipzig/Christian Hüller

In der Schwimmhalle der Universität Leipzig in der Mainzer Straße wurden in den vergangenen Jahren mehrere Maßnahmen umgesetzt, die für eine effizientere Energie-Nutzung sorgen. Kürzlich endete der dritte Bauabschnitt:

Die neue Wärmepumpenanlage wurde vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) an die Universität übergeben. Eine halbe Million Euro hat der Freistaat Sachsen in die komplexe Anlage investiert - und ebenso viele Kilowattstunden werden pro Jahr eingespart.

Mithilfe der neuen Anlage in der Technikzentrale im Untergeschoss lassen sich Abwärme und Umweltwärme nutzen, um das Wasser in den drei Becken der Schwimmhalle zu erwärmen. Unter anderem wird aus den Filterrückspülwässern und aus dem Duschabwasser Wärme zurückgewonnen, bevor das Abwasser in die Kanalisation eingeleitet wird. Die erzeugte und zurückgewonnene Wärme wird über vier Speicher mit jeweils einem Volumen von 6.700 Liter in die Beckenwassererwärmung der Schwimmhalle eingebunden.

"Wir können nun bei der Beckenwassererwärmung größtenteils auf Fernwärme verzichten", sagt Titus Werner, Leiter des Dezernats Planung und Technik. Rund eine halbe Million Kilowattstunden pro Jahr würden eingespart. "Zur Versorgungssicherheit und für Spezialfälle wie das Aufwärmen bei Beckenfüllung ist eine Nacherwärmung mit Fernwärme aber natürlich weiterhin möglich." Insgesamt werde am Campus Jahnallee sehr energieeffizient gearbeitet.

"Der dritte Bauabschnitt bildet den Abschluss der seit 2009 geplanten und in den Folgejahren umgesetzten Energie-Effizienz-Maßnahmen am Standort Campus Jahnallee", erläutert Petra Förster, Leiterin der Niederlassung Leipzig II des SIB.

"Dabei konnten wir viel Gutes bewirken. Früher wurden die Schwimm- und Sporthallen zum Beispiel über die Lüftungsanlagen geheizt, jetzt gibt es effizientere Flächen- und Deckenstrahlheizungen. Und für die Belüftung konnten Hocheffizienzventilatoren installiert werden."  Die Gesamt-Energieersparnis liegt  bei einer Million Kilowattstunden, die Kohlendioxid-Emissionen konnte um mehr als 40.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

Doch nicht nur in Sachen Energie wurde in der Schwimmhalle gewerkelt: Im vergangenen Jahr gab es auch mehrere Maßnahmen für einen verbesserten Brandschutz. Dabei wurden auch die Umkleidebereiche instandgesetzt. Bei allen Maßnahmen arbeiteten SIB und Universität mit der Dresdner FWU Ingenieurbüro GmbH zusammen.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Marcus Jaeger

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