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Aktuelles

Zoo Leipzig stärkt Familien und den Artenschutz

Himalaya-Hochgebirgslandschaft wird 2017 eröffnet

25.11.2016 Umwelt

Erste Eulenkopfkatze seit sieben Jahren im Zoo Leipzig geboren.

Erste Eulenkopfkatze seit sieben Jahren im Zoo Leipzig geboren. , Quelle: Zoo Leipzig

Ab dem 1. Januar ist der Eintritt für Kinder bis einschließlich fünf Jahre kostenlos und das bisherige Kinderticket gilt von 6 bis 16 Jahren – und damit zwei Jahre länger als bisher.

Im Zuge der im Masterplan Zoo der Zukunft verankerten Preisanpassungen steigt der Preis für ein Tagesticket in der Sommersaison für Erwachsene von 18,50 € auf 20 €, Kinder und Ermäßigungsberechtigte zahlen künftig einen Euro mehr und damit 12 € bzw. 16 €. Das Familienticket steigt um drei Euro auf 50 €.

Die Gültigkeit des Abendtickets wird von 90 Minuten vor Zoo-Schließung auf drei Stunden ausgeweitet und soll Arbeitnehmern und Besuchern aus dem Umland einen Kurzausflug ermöglichen. Zudem bleiben die Winterpreise stabil.

Jahreskarten kosten ab dem 1. Januar 75 € für Erwachsene und 47 € für Kinder. Die Anschaffung lohnt sich bereits ab dem vierten Besuch innerhalb eines Jahres. Um kurzentschlossenen Besuchern, Gästen an hochfrequentierten Tagen oder Touristen der Stadt den Ticketkauf zu erleichtern, wird bis zum 1. Februar 2017 das Onlineticket eingeführt, so dass bereits am heimischen Computer oder kurz vor dem Zooeingang per Smartphone Erwachsenen- und Kindertickets erworben werden können.

Gemeinsam für den Artenschutz

Das neue Preissystem bringt eine weitere Neuerung mit sich: den freiwilligen Artenschutz-Euro, der bei jedem Ticketkauf gezahlt werden kann. Ab sofort haben Besucher in dieser Form unmittelbar die Möglichkeit, sich gemeinsam mit dem Zoo Leipzig für den Schutz bedrohter Arten in den Schutzprogrammen in aller Welt zu engagieren.

„Es gibt viele Besucher die uns fragen, was sie konkret tun können. Mit dem Artenschutz-Euro bieten wir nun erstmals die Möglichkeit, sich gemeinsam mit uns in unseren Projekten in Vietnam, Chile, auf Borneo oder in der Elfenbeinküste einzubringen“, erläutert Prof. Junhold. Im kommenden Jahr stehe die Auffangstation für bedrohte Primaten inVietnam, die in Trägerschaft des Zoo Leipzig ist, im Fokus der Anstrengungen.

Durch die wachsende Beschlagnahmung von Tieren und große Zuchterfolge muss die Station erweitert werden, um gute Bedingungen für die Haltung und Auswilderung der Tiere zu gewährleisten.

Fortschritte im Zoo der Zukunft

Auch direkt im Zoo Leipzig wird es mit Blick auf die Arten Veränderungen geben. Noch in diesem Monat wird die Haltung der Dallschafe aufgegeben und Anfang des kommenden Jahres ziehen die Wildpferde in die umgebaute alte Nashornanlage.

Beide Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den bevorstehenden Arbeiten in der Themenwelt Südamerika, die im kommenden Jahr beginnen. Bis 2018 sollen zwischen Hacienda Las Casas und dem Tierkindergarten Pantanal und Patagonien entstehen. Die ebenfalls in diesem Bereich lebenden Schneeleoparden und Roten Pandas werden in der ersten Jahreshälfte umziehen.

Für sie entsteht in unmittelbarer Nähe zu Gondwanaland gegenwärtig die Hochgebirgslandschaft Himalaya, die im kommenden Sommer eröffnet werden soll. Mit dem Umzug der stark vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden in die neue, übernetzte Anlage gehört die Raubkatzenhaltung in traditionellen Käfigen im Zoo Leipzig der Vergangenheit an.

In der Tropenerlebniswelt Gondwanaland, die in diesem Jahr ihren fünften Geburtstag gefeiert hat, werden 2017 neue Arten Einzug halten. Im Vulkanstollen sollen Bilbys (Macrotis lagotis) einziehen, im Bereich Afrika werden die Löffelhunde abgegeben und Kronenmakis (Eulemur coronatus) an ihrer Stelle heimisch werden.

2016 neigt sich dem Ende entgegen

Der Zoo Leipzig rechnet in diesem Jahr mit insgesamt 1,7 Millionen Besuchern und damit etwa 50.000 mehr als im Vorjahr. Aus zoologischer Sicht fällt das Resümee durchwachsen aus. Die Ankunft des ersten Koalas in der Geschichte des Zoo Leipzig sowie zahlreiche Nachzuchten bei vom Aussterben bedrohten Arten wie bspw. bei den Westafrikanischen Schimpansen in Pongoland, den Schabrackentapiren und Eulenkopfmeerkatzen in Gondwanaland, den Stumpfkrokodilen im Gründer-Garten und den Zwergflamingos in Afrika sind als große Erfolge zu werten.

Dem gegenüber stehen das tote Elefantenkalb im Mutterleib sowie der Ausbruch zweier Löwen aus ihrem Gehege. Während es der kontinuierlich überwachten Elefantenkuh Thura bislang gut geht und die natürliche Geburt abgewartet werden muss, endete der Ausbruch für einen Löwen tödlich. Gegenwärtig wird die Löwensavanne umgebaut. Der 1,5 Jahre alte Majo sowie die erst kürzlich in Leipzig eingetroffene Löwin Kigali zeigen sich abwechselnd in der einsehbaren Höhle.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Marcus Jaeger

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