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Aktuelles

Leipziger Handschriftenkurse werden weiter gefördert

Krupp Stiftung sagt Unterstützung bis 2021 zu

16.09.2015 Wissenschaft

Mittelalterlicher Codex aus der Universitätsbibliothek Leipzig

Mittelalterlicher Codex aus der Universitätsbibliothek Leipzig , Quelle: UB Leipzig

Die Alfried Krupp-Sommerkurse für Handschriftenkultur an der Universitätsbibliothek Leipzig werden fortgesetzt. Nach fünf Jahren (2011-2015) erfolgreicher Veranstaltungen hat die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung zugesagt, die Sommerkurse für Handschriftenkultur für eine neue Periode 2017 bis 2021 finanziell zu unterstützen. Die Teilnehmenden kommen aus aller Welt und vielen Fächern; sie arbeiten mit den reichen Beständen der 1543 gegründeten Universitätsbibliothek, die zu den größten Altbestandsbibliotheken in Deutschland zählt.

Die große Resonanz auf die bisherigen Veranstaltungen, die dreimal zum Mittelalter und dazwischen je einmal zur arabischen und zur antiken Schriftkultur angeboten wurden, war Grundlage der erneuten Bewilligung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Nun können ab 2017 fünf weitere Sommerkurse angeboten werden. Drei davon werden der mittelalterlichen Buchkultur, zwei der neuzeitlichen Schriftüberlieferung gewidmet sein.

Der letzte Sommerkurs aus der ersten Förderphase findet derzeit statt (13. bis 19. September 2015). Wie in früheren Jahren wurden 20 Teilnehmende aus zahlreich eingegangenen Bewerbungen ausgewählt. Nicht nur die Teilnehmenden, auch die Lehrenden kommen aus vielen Ländern und Fächern. Sie ergänzen das Team der Handschriftenbearbeiter aus der UB Leipzig unter Leitung von Dr. Christoph Mackert.

"Handschriften sind schwer zu lesen. Das gilt heute noch im Alltag, und das gilt erst recht für die Kulturepoche vor dem Buchdruck. Lesen bedeutet dabei nicht nur Entziffern von Schriften, sondern ein umfassendes Verständnis des geschriebenen Objekts als eines Informationsträgers, dessen Materialität eine Fülle von Erkenntnissen birgt", sagt UB-Direktor Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider. In Bibliotheken aufbewahrte Handschriften sind Zeitzeugen früherer Epochen des politischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Lebens europäischer wie außereuropäischer Kulturen. Damit umzugehen, setzt Kenntnisse vielfältiger Art voraus, ebenso wie Anschauungsmaterial, an dem man das Entziffern und Verstehen konkret üben kann. Hinzu kommt, dass an den Universitäten die Handschriftenkunde immer seltener unterrichtet wird.

Die "Alfried Krupp-Sommerkurse für Handschriftenkultur an der UB Leipzig" haben inzwischen einen Namen, der in einschlägigen Kreisen wie eine Marke gehandelt wird. Zudem trägt das Fortbildungsangebot dazu bei, dass die historischen Bestände der Bibliotheken auch in Zukunft im Fokus des wissenschaftlichen Interesses bleiben. Durch die Förderung der Krupp-Stiftung entstehen den Nachwuchswissenschaftlern bei den Leipziger Sommerkursen zur Handschriftenkultur keine finanziellen Zusatzbelastungen. So können hier begabte Forscher der Zukunft gezielt gefördert werden, unabhängig von ihrer persönlichen materiellen Situation.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Marcus Jaeger

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