Neue Reihe des Leipziger Balletts geht in die zweite Runde
"Tanz in den Häusern der Stadt" am 9. Februar 2012
Leipzig, 07.02.2012
CircleGame, Foto: Andreas Birkigt
Am 9. Februar 2012 um 20 Uhr geht die neue Reihe des Leipziger Balletts "Tanz in den Häusern der Stadt" in die zweite Runde. Mit seiner für die Meyersche Villa in Leipzig kreierten Choreografie "CIRCLE GAME" setzt Mario Schröder mit dem Leipziger Ballett seine Reflektion über das Verhältnis von Körper und Raum fort.
Der Ort ändert sich mit den Menschen, die sich in ihm aufhalten. Durch Körper, Berührung, Blicke, Geräusche oder Wärme wandelt er sich. Perspektiven werden neu wahrgenommen, Energien konzentrieren sich anders. Das Leben wird zum Teil des Raumes. Fast könnte man sagen, die Architektur ist formbar. Der Mensch in Zeit und Bewegung beeinflusst sie.
Der Club International, in der vom Architekten Max Pommer 1883 erbauten Meyerschen Villa, ist die zweite Spielstätte in der Reihe "Tanz in den Häusern der Stadt". Mit seiner für diesen Ort kreierten Choreografie "CIRCLE GAME" setzt Mario Schröder mit dem Leipziger Ballett seine Reflektion über das Verhältnis von Körper und Raum fort. Wo sich heute internationale Kreise ("Circle") treffen, adaptiert Schröder die Raumverhältnisse der Meyerschen Villa und teilt die Zuschauer auf fünf verschiedene Räume auf. Die Ensemblemitglieder des Leipziger Balletts werden sich tanzend durch die Zimmerfluchten bewegen und einen Kreis schließen. Jede Bewegung, jede Tanzsequenz wird so eigens mit dem Ort, an dem sie stattfindet, in Kommunikation treten - alles passiert gleichzeitig, ist aber doch nicht gleichzeitig wahrnehmbar. Aus der Wahrnehmung des Ungleichzeitigen entsteht die subjektive Wahrnehmung des Erlebten, die an diesem Abend für jeden anders, aber doch gleich intensiv sein wird.
Die besondere Begegnung der Künstler mit dem Publikum in der Architektur des Ortes soll die Möglichkeit des Dialogs erweitern. Im Anschluss an die Vorstellung gibt es wieder die Möglichkeit, sich mit den Künstlern im Gespräch über Erlebtes auszutauschen.
http://www.oper-leipzig.de
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