Leipzig möchte Beziehungen zu Israel und Herzliya ausbauen
50-köpfige Delegation in Herzliya, Jerusalem und Tel Aviv
Leipzig, 28.10.2008Leipzig möchte die bestehenden Kontakte mit Israel und insbesondere die freundschaftlichen Beziehungen mit der Stadt Herzliya deutlich ausbauen. Aus diesem Grund weilt vom 27. bis 31. Oktober eine rund 50-köpfige Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Jung in Herzliya, Jerusalem und Tel Aviv. Vor allem hochrangige Vertreter der Wirtschaft gehören ihr an sowie Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Religion.
Höhepunkt der Reise ist der gemeinsame offizielle Empfang des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Harald Kindermann, und des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung anlässlich des Tages der Deutschen Einheit am 28. Oktober in Herzliya. Leipzig erfährt damit eine besondere Ehrung, denn erstmals wird diese traditionelle Veranstaltung in Kooperation mit einer Stadt ausgerichtet. Jungs Rede vor mehr als 1.000 Gästen steht unter dem Titel "Vereinigung und Versöhnung". Leipzigs OBM weist darin u. a. auf die Renaissance der jüdischen Gemeinde und die Selbstverständlichkeit hin, mit der jüdisches Leben in der Stadt wieder zur gelebten Normalität geworden sei. Wörtlich heißt es: "Versöhnung ist möglich. Dies sollten wir uns stets vergegenwärtigen ... Aber auch diese Erkenntnis ist richtig: Wir können nichts wiedergutmachen. Was zerstört wurde, ist nicht wieder ?gut? zu machen. Was geschehen ist, ist geschehen. Das nun Entscheidende beginnt danach."
Ein Beispiel für die angestrebten intensiveren Beziehungen zu Herzliya liefert der Start einer Schulpartnerschaft zwischen der Rishonim High School Herzliya und dem Leipziger Reclam Gymnasium. Initiiert wird auch ein künstlerisches Austauschprogramm zwischen der Jerusalem Academy for Music and Dance und der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy". Aus diesem Anlass findet ein festliches Konzert an der Hebrew University in Givat Ram statt. Ein gemeinsames Konzert zwischen dem Herzliya Chamber Orchestra, dem Herzliya Liron Choire Ensemble und der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" folgt im Eskhol Pais-Zeev Auditorium in Herzliya.
Auf dem Programm der Leipziger Delegation stehen außerdem zahlreiche bilaterale Begegnungen, Gespräche und Kontakte mit israelischen Partnern in Herzliya, Jerusalem und Tel Aviv.
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